LIQID Income
Q4 2025

Quartalsupdate

Was hat die Märkte im vierten Quartal 2025 bewegt?

Das vierte Quartal 2025 war geprägt von einer spürbaren Stabilisierung an den globalen Finanzmärkten. Zwar kam es im Oktober im Zuge von Trumps Drohungen gegen chinesische Importe zu kurzfristigen Turbulenzen, die die US-Märkte um 2 bis 3 Prozent belasteten. Doch die rasche Erholungsrally ebnete den Weg für einen insgesamt erfolgreichen Jahresabschluss.

Insbesondere die leicht rückläufigen Inflationsraten und die Aussicht auf eine breiter angelegte geldpolitische Lockerung in den USA sorgten zum Jahresende für Rückenwind, begleitet von einer deutlich verbesserten Anlegerstimmung. Dennoch blieb das Marktumfeld herausfordernd: Schwächere Unternehmensgewinne in einzelnen Branchen, fragile geopolitische Gleichgewichte und eine weiterhin vorsichtige Kommunikation der Zentralbanken verhinderten eine nachhaltige, durchgehend positive Trendwende.

Wachstum und Konjunktur

Die globale Konjunktur zeigte im Schlussquartal 2025 erste Erholungstendenzen. Besonders in Europa stabilisierte sich die wirtschaftliche Lage dank niedrigerer Energiepreise, steigender Reallöhne und anziehender Konsumausgaben. In Deutschland zeichnete sich nach fünf rückläufigen Quartalen erstmals wieder ein leicht positives BIP-Wachstum ab. Die USA verblieben auf moderatem Expansionskurs, getragen von robusten Dienstleistungsbranchen und abflauenden Zinskosten, während China vom Auslaufen der US-Zölle und neuen Impulsen im Technologie- und Immobiliensektor profitierte. 

Insgesamt war das globale Wachstum zwar noch verhalten, zeigte jedoch erstmals seit Anfang 2024 eine breitere Basis – ein Signal, das auf eine mögliche zyklische Bodenbildung im Jahr 2026 hindeutet. Mehr zu den Trends, Chancen und Risiken für 2026 erfahren Sie in der Aufzeichnung unseres Jahresausblick-Webinars

Geldpolitik und Inflation

Die globale Inflationsdynamik schwächte sich im vierten Quartal leicht ab. In den USA sank die Jahresinflation bis Dezember auf 2,7 Prozent, womit die Federal Reserve ihrem Zielwert wieder näher kam. 

In der Eurozone fiel die Teuerung auf 1,9 Prozent, in Deutschland sogar leicht darunter auf 1,8 Prozent. Damit verstärkte sich die Erwartung an eine geldpolitische Lockerung im kommenden Jahr. Die EZB signalisierte vorsichtig, dass sie 2026 die Leitzinsen weiter senken könnte, während die FED eine abwartende Haltung einnahm, um die Wirkung der bisherigen Zinsschritte zu bewerten. Die Bank of Japan hingegen deutete erste Überlegungen an, ihre langjährige Nullzinspolitik allmählich zu normalisieren. Diese globale geldpolitische Divergenz blieb ein wesentlicher Einflussfaktor für Wechselkursbewegungen und Kapitalströme.

Quellen: LIQID, LGT, Bloomberg.

Wie haben sich die einzelnen Anlageklassen entwickelt?

Das vierte Quartal 2025 brachte mehr Stabilität an die Kapitalmärkte. Die abflauende Inflation, die US-Zinssenkungen und eine beginnende Konjunkturerholung führten zu einer vorsichtigen, aber nachhaltigen Stimmungsaufhellung zum Jahresende. Während Aktien und Unternehmensanleihen zulegen konnten, blieb Gold ein wichtiger Stabilisator und Renditetreiber im Portfolio. Anleger blicken damit auf ein Jahr zurück, das nach Phasen hoher Volatilität mit einer konstruktiveren Perspektive in das Jahr 2026 überleitet.

Die Aktienmärkte konnten zum Jahresende Gewinne verzeichnen. US-Indizes wie der S&P 500 und der Nasdaq 100 legten im letzten Quartal nochmal deutlich zu – getragen vor allem vom weiterhin starken KI-Sektor. Auch in Europa beendeten die Märkte das Jahr positiv: Der DAX überschritt zeitweise die Marke von 24.500 Punkten. In Asien setzte sich die Rally an den chinesischen Börsen fort – der Hang Seng verzeichnete auf Jahressicht ein Plus von über 16 Prozent und war damit einer der stärksten Indizes weltweit.

Am Anleihenmarkt stellte sich im vierten Quartal eine spürbare Beruhigung ein. Die Renditen langlaufender Staatsanleihen in Europa und den USA gingen leicht zurück, da die Erwartungen an bevorstehende Zinssenkungen zunahmen. Investment-Grade-Unternehmensanleihen entwickelten sich ebenfalls robust und profitierten von engeren Spreads, also geringeren Renditeaufschlägen gegenüber sicheren Staatsanleihen, sowie von einer erhöhten Nachfrage seitens institutioneller Investoren.

Nach dem eher durchwachsenen Jahresauftakt präsentierten sich die Rohstoffmärkte zum Jahresende deutlich freundlicher. Gold blieb hingegen über das gesamte Jahr hinweg stark gefragt und markierte wiederholt neue Allzeithochs, getragen von anhaltenden geopolitischen Risiken und der Aussicht auf sinkende Realzinsen.

Quellen: LIQID, LGT, Bloomberg.

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Was hat die Märkte im vierten Quartal 2025 bewegt?

LIQID Income hat ein Wachstum von 0,4 Prozent im vierten Quartal erzielt. Im Gesamtjahr betrug der Wertzuwachs damit 1,9 Prozent. Besonders die geringe Volatilität erwies sich als Vorteil: Während es an den Kapitalmärkten infolge von Trumps Drohungen wiederholt zu starken Schwankungen kam und Aktien am sogenannten „Liberation Day“ im April deutliche Einbußen verzeichneten, lag der maximale Drawdown von Income, also der größte zwischenzeitliche Verlust vom Höchst- zum Tiefststand, bei lediglich -0,13 Prozent.

Das sagen unsere Kunden

Die europäische Zentralbank ließ die Zinsen im vierten Quartal unverändert, damit liegt der Einlagenzins bei 2,0 Prozent. Die US-Notenbank FED hingegen blieb auf ihrem mit der Zinssenkung im September eingeschlagenen Pfad. Sowohl im Oktober als auch im Dezember senkte die FED den Leitzins um jeweils 0,25 Prozent. Damit liegt die Spanne zwischen 3,5 und 3,75 Prozent.

Wie im vorherigen Quartal haben wir die strategische Anlageaufteilung von LIQID Income unverändert beibehalten. Die aktuelle Allokation sieht weiterhin wie folgt aus: Geldmarktinstrumente machen weiterhin circa 15 Prozent des Portfolios aus. Hinzu kommen 69 Prozent (ultra-)kurzlaufende Unternehmensanleihen mit sehr gutem Kreditrating. Die verbleibenden 16 Prozent entfallen auf Euro-Staatsanleihen mit sehr kurzer Restlaufzeit bzw. auf die operative Cash-Quote (1 Prozent).

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