ETC


ETC (Englisch: exchange traded commodities) sind börsengehandelte Wertpapiere. Sie spiegeln die Wertentwicklung eines oder mehrerer Rohstoffe wie Öl, Gas oder Metalle wider. So lässt ein ETC auf Öl Anleger auf einfache Weise an dessen Wertentwicklung teilhaben. Der Wert eines ETC entwickelt sich ähnlich wie der Preis des zugrundeliegenden Rohstoffs. Eine Differenz entsteht unter anderem durch die Verwaltungskosten.

Vorteile von ETC

ETC ermöglichen es Anlegern, in Rohstoffe zu investieren ohne diese direkt kaufen und lagern zu müssen. Das funktioniert so: Die meisten ETC investieren nicht direkt in Rohstoffe, sondern in Warenterminkontrakte, sogenannte Futures. Über diese Geschäfte kann ein Anleger zum Beispiel in Öl investieren, ohne sich um dessen Lagerung kümmern zu müssen. Futures sind standardisierte Verträge, die Käufer und Verkäufer verpflichten, eine Ware zu einem festen Zeitpunkt und zu einem festen Preis zu liefern beziehungsweise abzunehmen. Um eine tatsächliche Lieferung der Ware zu vermeiden, werden die Futures regelmäßig kurz vor Fälligkeit ausgetauscht. Dieser Vorgang wird als „Rollen“ von Terminkontrakten bezeichnet.

Eine Ausnahme sind physisch besicherte ETC. Die Emittenten dieser Wertpapiere lagern den Rohstoff für die Anleger ein. LIQID investiert die Gelder seiner Kunden bevorzugt in solche physisch besicherten ETC. Auf diese Weise stellen wir sicher, dass der Teil der Kundengelder, der in ETC fließt mit dem jeweiligen Rohstoff besichert ist, der jederzeit zu Geld gemacht werden kann. So ist der ETC „Xetra-Gold“ in unseren Portfolios mit Goldbarren besichert, die in einem Tresor der Deutschen Börse in Frankfurt lagern. Hier ist sogar gegen einen Aufpreis die physische Auslieferung von Gold an die ETC-Inhaber möglich.

Die Kosten von ETC sind für die Anleger relativ gering: Ausgabeaufschläge fallen genauso wie bei ETF (Indexfonds) nicht an, weil ETC über die Börse gehandelt werden. Auch die laufenden Gebühren sind in der Regel niedrig (meist nicht mehr als 0,5 Prozent pro Jahr).

Nachteile von ETC

Anders als ETF und andere Fonds sind ETC rechtlich betrachtet kein Sondervermögen, sondern Schuldverschreibungen. Das heißt: Bei einer Pleite des Emittenten kann das Geld des Käufers theoretisch verloren gehen. Dieses Risiko ist in der Praxis aber gering: Die Schuldverschreibungen sind nämlich mit den jeweiligen physischen Rohstoffen oder Terminkontrakten abgesichert. Dies ist ein großer Vorteil gegenüber den weit verbreiteten, unbesicherten Rohstoff- Zertifikaten.

LIQID setzt ETC nicht ein, um auf steigende Rohstoffpreise zu spekulieren, sondern um die Kundenportfolios zu diversifizieren. Dies wird durch eine breite Streuung der verwalteten Kundengelder über verschiedene Anlageklassen erreicht.