ETF


ETF sind börsengehandelte Indexfonds (Englisch: exchange traded funds). Sie spiegeln die Wertentwicklung von Aktien-, Renten- und anderen Indizes wider. So lässt ein ETF auf den Deutschen Aktienindex (DAX) Anleger auf einfache Weise an dessen Wertentwicklung teilhaben.
ETF entwickeln sich parallel zu dem Index, den sie nachbilden – abzüglich der Verwaltungskosten. Sie sind also ideal für Anleger, die nicht daran glauben, dass man in einem Marktsegment dauerhaft besser abschneiden kann als der Durchschnitt.

ETF werden als passive Fonds bezeichnet – im Gegensatz zu aktiven Fonds, bei denen ein Fondsmanager die Anlagen steuert.

Vorteile von ETF

Für Anleger bieten ETF klare Vorteile: Anders als bei aktiv gemanagten Fonds fallen keine Ausgabeaufschläge an. Da ETF ohne Fondsmanager auskommen, sind ihre Verwaltungskosten sehr gering. Meist liegen sie zwischen 0,1 und 0,5 Prozent pro Jahr. Bei aktiven Fonds erreichen die Kosten dagegen häufig deutlich mehr als 1,5 Prozent. Das zehrt an der Rendite*.

Kein Wunder deshalb, dass ETF immer beliebter werden. So hat sich das in ETF investierte Kapital seit 2003 von rund 200 Milliarden US-Dollar bis 2016 auf über 3,4 Billionen US-Dollar versiebzehnfacht.

Risiken von ETF

Indexfonds ist nicht gleich Indexfonds: Während physisch replizierende ETF die in ihrem Index enthaltenen Wertpapiere kaufen, bilden synthetische ETF den Index über Swap-Geschäfte ab. Hierbei verpflichtet sich eine Gegenpartei (meistens eine Bank), dem ETF die Wertentwicklung des nachgebildeten Index zu liefern. Der ETF muss die Wertpapiere also nicht kaufen und spart Kosten, was Anlegern zu Gute kommt. Allerdings sind die Swap-Strategien für Privatanleger oft schwer nachzuvollziehen. Zudem besteht das Risiko eines Ausfalls der Gegenpartei.

Physisch replizierende ETF gleichen ihre höheren Kosten oft aus, indem sie Wertpapiere verleihen und dafür Sicherheiten sowie eine Leihgebühr erhalten. Auch hier besteht ein Risiko: Fällt der Leihpartner aus, kann er möglicherweise die geliehenen Wertpapiere nicht zurückgeben. In diesem Fall muss der Fonds die als Sicherheit erhaltenen Wertpapiere verkaufen, weil sie nicht zu seiner Anlagestrategie passen. Dabei können dem Fonds Verluste entstehen. Bislang hat es allerdings weder bei physischen noch synthetischen Indexfonds größere Ausfalle gegeben.

Daneben gilt es bei der Auswahl von ETF weitere Faktoren zu beachten. Hierzu zählen das Fondsvolumen, die Liquidität und die Handelsspanne sowie die rechtliche Struktur und das Fondsdomizil. LIQID prüft bei der Fondsauwahl all diese Faktoren. Bevorzugt investieren wir in Indexfonds, die physisch replizieren und keine Wertpapierleihe betreiben.

Mehr zur Funktionsweise von ETF lesen hier.


* Aktive Fonds bei LIQID: Unsere Kunden zahlen bei aktiven Fonds natürlich keine Ausgabeaufschläge. Wir haben außerdem niedrigere Verwaltungsvergütungen mit den Fonds ausgehandelt, was den Kostenunterschied zu ETF minimiert. Mehr dazu hier.