Zinseszins-Effekt


Albert Einstein soll ihn als das achte Weltwunder bezeichnet haben: den Zinseszins-Effekt. Er beschreibt, wie sich Geld im Laufe der Zeit exponentiell vermehrt, wenn es renditeträchtig angelegt wird und die Erträge wieder reinvestiert werden. Je länger die Zeit und je höher der Zinssatz, desto stärker fällt er aus. Viele Anleger unterschätzen den Effekt zu ihrem Nachteil.

Kleine Unterschiede mit großer Tragweite

Aktuell kommen Zinseszinsen leider kaum zum Tragen – wenn man sich auf Anlageformen wie Festgeld oder Anleihen beschränkt. So werden aus 100.0000 Euro bei Zinsen von einem Prozent (was für Festgeld oder eine Anleihe schon viel ist) nach 30 Jahren knapp 135.000 Euro. Das ist bescheiden für einen so langen Anlagezeitraum, zumal die Erträge noch versteuert werden müssen und das Vermögen durch Inflation an realer Kaufkraft verliert.

Wer dagegen auf Aktien setzt, kann sein Geld auf lange Sicht deutlich stärker vermehren. Bei einer durchschnittlichen langfristigen Rendite von vier Prozent im Jahr nach Kosten (die auch heute realistisch ist) wachsen die 100.000 Euro im selben Zeitraum auf rund 325.000 Euro. Anders betrachtet: beim Festgeld oder Anleihen dauert es 70 Jahre, bis sich das Geld verdoppelt, bei Aktien nur 18 Jahre. Beträgt die Aktienrendite sogar acht Prozent (wie in den vergangenen Jahrzehnten der Fall) dauert es sogar nur neun Jahre.

Hätte ein Anleger vor 60 Jahren investiert, wäre sein Vermögen mit Aktien (inklusive Wiederanlage der Erträge) fast auf das sechsfache der Festgeldalternative angewachsen. Und nur mit Aktien wäre sein Vermögen deutlich schneller als die Inflation gewachsen.


Die Erträge regelmäßig wieder anlegen

Niedrige Zinsen lassen Anlegern deshalb kaum eine Wahl: Sie sollten vor allem in jüngeren Jahren zumindest einen Teil ihres Vermögens in Anlagen wie Aktien investieren, die zwischenzeitlichen Wertschwankungen ausgesetzt, langfristig aber ertragsstark sind. Nur so haben sie eine Chance, ihren Lebensstandard im Alter zu halten.

Wichtig ist es, Erträge unmittelbar zu reinvestieren, damit der Zinseszins-Effekt zum Tragen kommt. Wer seine Anlage von LIQID verwalten lässt, muss sich darum nicht kümmern: Sämtliche Erträge werden direkt wieder angelegt. Auch unsere niedrigen Kosten spielen eine wichtige Rolle: Sie belasten die Rendite des Anlegers wesentlich weniger als vergleichbare Angebote von Banken – was sich positiv auf den Zinseszins-Effekt auswirkt.