Korrelation


Die Korrelation, gemessen mit dem Korrelationskoeffizienten, beschreibt in der Finanzwissenschaft die statistische Wechselbeziehung von Vermögenswerten oder Anlageklassen. Der Korrelationskoeffizient misst, wie stark die Preisentwicklung von zwei verschiedenen Vermögenswerten oder Anlageklassen statistisch zusammenhängt.

Der Korrelationskoeffizient kann dabei Werte zwischen +1 (exakte Parallelentwicklung) und –1 (total gegenläufige Entwicklung) annehmen. Eine Korrelation mit einem Wert von 0 steht für eine völlig unabhängige Entwicklung. Bei einer hohen Korrelation (0,6 bis 1) entwickeln sich die Anlageklassen sehr ähnlich, bei einer niedrigen Korrelation (-0,3 bis 0,3) hingegen relativ unabhängig voneinander. Bei einem stark negativen Korrelationskoeffizient (-1 bis -0,6) entwickeln sich Anlageklassen tendenziell entgegengesetzt.

Das bekannteste Anlageklassen-Paar sind Aktien und Anleihen, die über lange Zeiträume historisch leicht negativ korreliert waren. Mischt man mehrere, miteinander gering oder leicht negativ korrelierte Anlageklassen in einem Portfolio, lässt sich das Schwankungsrisiko reduzieren und die erwartete Rendite erhöhen, da Verluste in einer Anlageklasse häufig von einer anderen abgefangen werden können.