Oft scheuen sich Anleger vor dem ersten Schritt wenn es um die Geldanlage geht. Andere setzen weiter auf vermeintlich bewährte Anlageformen. Doch langfristig haben Sparbuch und Nichtstun böse Folgen für ihr Geld. Denn es verliert an Wert, obwohl es sich eigentlich vermehren soll.

Bei der Geldanlage ist die Sicherheit für viele Deutsche das mit Abstand wichtigste Kriterium. Deshalb legen sie ihr Geld überwiegend auf dem Sparbuch oder in Form von Festgeld oder Tagesgeld an. Auch in der aktuellen Niedrigzinsphase haben nur die wenigsten ihr Verhalten verändert. Statt auf Anlageformen zu setzen, die langfristig höhere Renditen bringen, halten sie weiterhin an Lösungen aus der Vergangenheit fest.

Dieses Verhalten beschert dem deutschen Sparer real Verluste: Anstatt sich zu vermehren, wird ihr Kapital von Inflation und Steuern aufgezehrt. Vor allem im Alter kann das drastische Konsequenzen haben. Das Bewusstsein für die Problematik ist durchaus vorhanden. Dennoch fällt es vielen schwer, die richtigen Konsequenzen zu ziehen. Laut der Fondsgesellschaft Union Investment verfügen drei von vier Bundesbürgern über ein Sparbuch. Doch nur gut jeder Zehnte sieht es noch als attraktiv an. Ähnlich sieht es beim Festgeld aus. Laut der Bank of Scotland hält es nur noch rund jeder Siebte für eine sinnvolle Anlageform. Trotzdem scheuen sich viele davor, die vermeintliche Sicherheit von Sparbuch oder Festgeld gegen eine Anlage an den Kapitalmärkten einzutauschen.

Acht Prozent Rendite mit internationalen Aktien

Dass das Sparbuch nicht lohnenswert ist, leuchtet den meisten Anlegern ein. Wenn überhaupt erhalten Sparer dafür noch etwa 0,1 Prozent Zinsen im Jahr. Bei 10.000 Euro sind das 10 Euro pro Jahr. Bei Festgeld sind rund 0,5 Prozent Zinsen für zwei Jahre machbar. Doch auch dies reicht nicht aus, um die Geldentwertung auszugleichen. Im direkten Vergleich verzeichneten Anleger, die in den vergangenen 20 Jahren ihr Geld weltweit breit an den Aktienmärkten investiert hatten, eine durchschnittliche Rendite von acht Prozent pro Jahr– auch wenn sie zwischenzeitlich größere Kursschwankungen aushalten mussten.

Abgeschlagen im internationalen Vergleich.

In anderen Ländern denken Anleger anders und werden dafür auf lange Sicht belohnt. So war laut einer Untersuchung der Allianz die reale Rendite von privaten Vermögen in den meisten westeuropäischen Ländern zwischen 2012 und 2015 deutlich höher als in Deutschland. Anleger in Spanien haben – nach Inflation – im Schnitt einen Zuwachs von 5,0 Prozent pro Jahr verzeichnen können. In Frankreich freuten sich Anleger immerhin über 3,6 Prozent. In Deutschland hingegen lag die reale Rendite im gleichen Zeitraum nur bei 2,3 Prozent.
Auf lange Sicht machen sich diese Unterschiede enorm bemerkbar. So sind 10.000 Euro bei 5,0 Prozent realer Rendite nach 20 Jahren fast 27.000 Euro wert – bei 2,3 Prozent dagegen nur knapp 16.000 Euro. Trotz vorbildlicher Sparquoten liegt Deutschland deshalb auch im internationalen Vergleich des Geldvermögens pro Kopf auf einem weit abgeschlagenen Platz – unter den 20 reichsten Ländern auf Platz 18.

Knapp 40 Prozent des deutschen Geldvermögens stecken allein in Tages- und Festgeld. Über die letzten vier Jahre haben Anleger bei einer realen Rendite von minus 0,4 Prozent mit diesen Anlagen also faktisch Geld verloren. Hätten die Deutschen stattdessen nur 30 Prozent ihres Vermögens in Tages- und Festgeld und die freigewordenen 10 Prozent in Aktien oder Investmentfonds investiert, wäre ihr Vermögen in diesem Zeitraum um 200 Milliarden Euro gewachsen. Statt das enorme Potenzial der Kapitalmärkte zu nutzen, setzen zu viele Deutsche aber weiterhin auf das falsche Pferd.

Umdenken erforderlich

Um einen schleichenden Wertverfall ihrer Vermögen zu verhindern, bedarf es eines Umdenkens. Mit dem Verständnis von Sicherheit und Risiko fängt es an. Noch immer setzen zu viele Sparer die am Kapitalmarkt unvermeidlichen Kursschwankungen mit Risiko gleich. Dabei ignorieren sie, dass Schwankungen eine immer kleinere Rolle spielen, je länger der Anlagezeitraum ist und sich zwischenzeitliche Kursrückgänge und Phasen deutlicher Anstiege mit der Zeit zunehmend ausgleichen. Auch das Risiko eines Totalausfalls schätzen die meisten falsch ein. Selbst bei einem reinen Aktienportfolio tendiert es nämlich gegen Null, wenn das Portfolio ausreichend über verschiedene Unternehmen, Industrien und Länder diversifiziert ist. Wer sein Geld stattdessen auf dem Sparbuch parkt, ruht zwar in der Gewissheit, das Risiko von Kursschwankungen vermieden zu haben. Dabei übersieht er aber den schleichenden Vermögensverlust durch Inflation und Steuern – eine Gefahr, die bei Tages- und Festgeldkonten heute fast garantiert eintreten wird.

Die richtige Anlagestrategie hängt von den persönlichen Umständen ab

Wer langfristig in ein weltweit gestreutes Portfolio investiert, das neben Anleihen auch einen gewichtigen Aktienanteil enthält, sorgt dafür, dass er Kursschwankungen erheblich reduziert und zugleich die Chance auf einen realen Vermögenszuwachs erhält. Natürlich sollte der Anteil an Aktien und anderen, stärker schwankenden Anlageklassen nie höher sein, als ein Anleger in zwischenzeitlichen Krisenphasen aushält – sei es emotional oder durch seine Entnahmeerfordernisse bedingt.

Das Portfolio sollte auch dem persönlichen Anlagehorizont entsprechen. Wenn ein Anleger schon heute weiß, dass er in drei Jahren Zugriff auf einen Teil seiner Anlage braucht, muss er das Portfolio so ausrichten, dass es genügend Wertpapiere enthält, deren Wert in dieser Zeit wenig schwankt. Denn Schwankungen führen zu echten Verlusten, wenn ein Wertpapier zum falschen Zeitpunkt verkauft werden muss. Anders sieht es für einen Anleger mit einer zehnjährigen Perspektive aus: Wenn dieser aus Angst vor Kursschwankungen zu sehr auf weniger schwankende, aber langfristig ertragsschwächere Wertpapiere setzt, droht ihm das Risiko eines Kapitalverlustes durch Inflation und Steuern.

Im Anlageprozess von LIQID werden nicht nur persönliches Risikoprofil, Anlageziel und Anlagehorizont berücksichtigt. Anleger können auch eine Untergrenze definieren, die ihre Anlage auch in Krisenzeiten mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht unterschreiten wird. LIQID investiert breit über verschiedene Anlageklassen, Branchen und Regionen gestreut, was kurzfristige Schwankungen reduziert, ohne die Chancen auf Kursgewinne zu schmälern. Auch bei der Auswahl der Wertpapiere gilt das Prinzip der Diversifikation: Wir vermeiden konsequent Einzeltitel und investieren stattdessen über ausgewählte ETF und aktive Fonds in Tausende von Unternehmen, eine Vielzahl von Industrien und in fast allen Regionen der Welt. Selbst desaströse Ereignisse in einzelnen Unternehmen wirken sich so nur wenig auf die Gesamtperformance unserer Portfolios aus.

Anlegern, die den Schritt weg vom Sparbuch oder Nichtstun bisher gescheut haben, bieten wir so einen intuitiven, kostengünstigen und systematischen Weg, ihr Vermögen langfristig zu erhalten und zu vermehren – unter der ständigen Aufsicht eines der renommiertesten Investment-Teams Deutschlands und mit jederzeitiger Betreuung durch unsere Finanzexperten.

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