Family Offices verwalten die Vermögen von Multi-Millionären und Milliardären. Bei der Anlagestrategie gehen sie recht unterschiedliche Wege, haben meist aber den realen Kapitalerhalt als oberstes Ziel. Dabei setzen die meisten auf aktives Portfolio-Management. Unter den bevorzugten Anlageklassen spielen neben Aktien und Anleihen auch außerbörsliche Unternehmensbeteiligungen, sogenannte Private-Equity-Investments, eine wichtige Rolle.

Die meisten Hochvermögenden halten sich beim Thema Geldanlage sehr bedeckt. Doch klar ist: Viele von ihnen lassen ihr Geld von Family Offices verwalten. Das sind Vermögensverwalter, die entweder nur das Vermögen einer einzelnen Familie betreuen (Single Family Offices), oder die für mehrere gutsituierte Familien tätig sind (Multi Family Offices). Eines der erfolgreichsten Multi Family Offices in Deutschland ist HQ Trust. Das Unternehmen betreut das Vermögen der Familie Harald Quandt und anderer Unternehmerfamilien. Daneben ist es Partner des digitalen Vermögensverwalters LIQID. Damit ist LIQID der erste digitale Vermögensverwalter in Deutschland, der auf die jahrzehntelange Erfahrung und Expertise eines renommierten Family Offices zurückgreifen kann.

Dem Bayerischen Finanz Zentrum (BFZ) gaben im Frühjahr 2017 mehr als 70 Family Offices im Rahmen einer Untersuchung Einblick in ihre Anlagestrategien. 30 Prozent der Studienteilnehmer waren Single Family Offices, 70 Prozent waren Multi Family Offices.

Vergleich mit Marktindizes spielen keine Rolle

Die Ergebnisse ihrer Erhebung, die sie bereits zum fünften Mal seit 2008 durchführten, haben die Marktforscher in einer anonymisierten Studie zusammengefasst. Demnach ist der Erhalt des Kapitals für fast 42 Prozent der befragten Family Offices das oberste Ziel. Dies ist wenig verwunderlich, kommt es den meisten Hochvermögenden doch vor allem darauf an, dass das erarbeitete Vermögen nicht nur der aktuellen, sondern auch künftigen Generationen den Lebensunterhalt sichert. Auffällig ist jedoch, dass die Bedeutung des Kapitalerhalts im Vergleich zu den Vorgängerstudien aus den Jahren 2014 und 2015 abgenommen hat, während die Erzielung einer absoluten Rendite für viele Family Offices wichtiger geworden ist (über 25 Prozent). Wichtig sind vielen Befragten zudem die Erwirtschaftung stetiger Erträge, die für den Lebensunterhalt verwendet werden können und die Erzielung einer Rendite oberhalb der Inflationsrate. Denn andernfalls würde der reale Wert des Vermögens, also dessen Kaufkraft, schrumpfen.

Relative Vergleiche mit Marktindizes (sog. Benchmarks), die in der Investmentbranche weit verbreitet sind, interessieren die gut Betuchten dagegen so gut wie gar nicht. Denn nach dieser Logik wäre auch ein Verlust ein gutes Anlageergebnis, falls er geringer ausfällt als am Vergleichsmarkt. Einen Verlust wollen Family Offices auch in schwachen Börsenjahren nämlich möglichst vermeiden.

Allerdings sind sie angesichts des Niedrigzinsumfelds, was ihre Ertragserwartungen angeht, im Vergleich zu früheren Umfragen bescheidener geworden. So geht eine klare Mehrheit von 83 Prozent davon aus, dass auf Sicht von einem Jahr nur Renditen unter fünf Prozent möglich sind. Etwa die Hälfte rechnet sogar nur mit einem Ertrag von unter 2,5 Prozent. Auch das belegt: Family Offices sind eher risikoavers und ordnen den Wunsch nach höheren Erträgen ganz klar dem Ziel des Kapitalerhalts unter.

Die Strategien, mit denen Family Offices die Anlageziele ihrer Klienten verfolgen, sind recht unterschiedlich. Gemeinsam ist allen, dass sie aktives Portfolio-Management betreiben, dabei aber auch passive Finanzprodukte wie börsengehandelte Indexfonds  (ETF) einsetzen. Im Jahr 2016 investierten sie so viel in ETF wie noch nie zuvor – und zwar sowohl in Aktien-ETF als auch in Anleihen-ETF. Gut ein Viertel der Portfolios sind mittlerweile in Indexfonds investiert. Die Einzeltitelauswahl macht allerdings noch immer den größten Teil des Portfolios aus – auch hier sowohl bei Aktien als auch bei Anleihen.

In der Mehrheit der Depots finden sich die klassischen Anlageklassen Aktien, Anleihen, Immobilien und Bargeld. Die nach der LIQID-Logik berechnete Aktienquote beträgt im Durchschnitt rund 50 Prozent. Ein Fünftel der Befragten will diese kurzfristig noch aufstocken. Zum Vergleich: Laut dem Deutschen Aktieninstitut besitzen nur 14 Prozent der Deutschen überhaupt Aktien oder Aktienfonds. Auch außerbörsliche Unternehmensbeteiligungen, sogenannte Private-Equity-Investments, sind unter Family Offices weit verbreitet. Zu solchen Investments haben Privatanleger in der Regel keinen Zugang. Auch hier plant jedes fünfte Family Office eine Aufstockung.

Anders sieht es dagegen bei Hedgefonds  und Rohstoffen  aus. Die Mehrheit der Family Offices nutzt diese Anlageklassen nicht. Doch das gilt nicht für alle: Einzelne von ihnen investieren sogar 95 Prozent ihres Kapitals in Hedgefonds, andere bis zu 20 Prozent in Rohstoffe. Auch bei exotischen exotischen Sachwerten wie Kunst, Antiquitäten, Oldtimern oder Weinen gibt es keinen Konsens. Die meisten Family Offices ignorieren diese illiquiden Anlagen, einzelne legen jedoch bis zu 60 Prozent ihres Vermögens in diesem Segment an.

Der Anteil von Private-Equity-Investments steigt

Hochgeschraubt haben die Family Offices dagegen ihre Engagements in Private Equity. Während 2010 im Schnitt nur fünf Prozent des Vermögens der Superreichen in Private-Equity-Fonds und Direktanlagen steckten, waren es 2017 bereits fast 14 Prozent. Family Offices konzentrieren sich vor allem auf schnell wachsende Unternehmen und auf solche mit bereits bewährten Geschäftsmodellen. Jedes fünfte Family Office gab an, Private Equity in Form von Direktbeteiligungen erhöhen zu wollen. Als wichtigsten Grund geben sie eine bessere Kontrolle ihrer Investments an. Anders als bei großen Aktiengesellschaften, wo einzelne Aktionäre nicht viel zu melden haben, ist es bei direkten Beteiligungen an kleineren Unternehmen möglich, Einfluss auf die Geschäftspolitik zu nehmen.

Zugang jetzt auch für normale Investoren

Investments in Private Equity waren bisher meist Family Offices und professionellen Investoren vorbehalten. Neben Mindestanlagebeträgen im Millionenbereich war ein Hauptgrund dafür vor allem der traditionell schwierige Zugang zu den besten Private-Equity-Fonds. Denn die besten Anbieter arbeiten aus Prinzip nur mit Anlegern, die sie seit vielen Jahren kennen.

Doch auch hier führt die Digitalisierung zu Veränderungen im Markt: Bei LIQID haben Anleger, die mindestens 250.000 Euro aufbringen können, seit kurzem auch die Möglichkeit, in Private Equity zu investieren. Denn die Experten des Multi Family Offices HQ Trust investieren seit über 30 Jahren in Private Equity. So haben sie den Zugang zu den weltweit erfolgreichsten und renommiertesten Fonds, den sie über LIQID jetzt einem breiteren Interessentenkreis öffnen.

Da Private Equity eine illiquide Anklageklasse ist, LIQID in seiner Vermögensverwaltung aber ausschließlich in Wertpapiere investiert, die kurzfristig gehandelt werden können, hat LIQID Private Equity bewusst nicht zum Teil seiner Vermögensverwaltung gemacht. Stattdessen bekommen LIQID-Kunden mit dem eigens aufgesetzten LIQID Private Equity Vintage I Fonds einen kostengünstigen und diversifizierten Zugang zur Elite der weltweiten Private-Equity-Manager.

Seit 2001 haben große amerikanische Private-Equity-Fonds den US-Aktienmarkt um über fünf Prozent pro Jahr geschlagen. Auch für die Zukunft erwartet das HQ Trust-Investment-Team, dass Private Equity die Rendite von Aktien um drei bis fünf Prozent pro Jahr übertreffen wird. Denn Private-Equity-Fonds investieren in einem ineffizienten Markt und können mit erfahrenen Teams systematisch Verbesserungen in ihren Beteiligungen umsetzen.

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