Beim Sparen sind die Deutschen an der Weltspitze. Doch das zurückgelegte Geld wird oft nicht investiert oder vornehmlich in vermeintlich sichere Anlageformen gesteckt. Mit diesen Geldanlagen lassen sich heute aber keine Erträge mehr erzielen. Das Ergebnis: Die Vermögensentwicklung in Deutschland ist im Vergleich zu anderen Ländern weit unterdurchschnittlich – was langfristige Gefahren birgt.

Im internationalen Vermögensvergleich nur auf Platz 18

Die Zahlen des aktuellen Allianz-Berichts zur weltweiten Vermögenslage sprechen eine klare Sprache: Die reale Rendite in den Jahren 2012 bis 2016 war in anderen westeuropäischen Ländern deutlich höher als in Deutschland. So haben Anleger in Spanien im Schnitt einen Zuwachs von 4,0 Prozent verzeichnen können, in Frankreich immerhin von 3,6 Prozent. In Deutschland lag die durchschnittliche reale Rendite im selben Zeitraum nur bei 2,3 Prozent. Im internationalen Vergleich der 20 reichsten Länder ist Deutschland weit abgeschlagen. Gemessen am Geldvermögen pro Kopf liegt es lediglich auf Platz 18 – direkt hinter Italien, Frankreich und Österreich. Was machen die Deutschen falsch?

Sicherheit ist Trumpf?

In Deutschland wird viel und gerne gespart. Das auf dem Girokonto geparkte Geld bringt aber keine Zinsen. Investieren deutsche Anleger ihr Geld dann doch, greifen sie oft zu Tages- oder Festgeldern, die auch keine Zinsen mehr abwerfen. Knapp 40 Prozent des gesamten deutschen Geldvermögens stecken in diesen Anlageformen.

Über die letzten vier Jahre haben Anleger bei einer realen Rendite von -0,4 Prozent mit diesen Anlagen faktisch Geld verloren. Und weil den Deutschen bei der Geldanlage Sicherheit sehr wichtig ist, meiden sie es, in Aktien oder Investmentfonds zu investieren. Das hat gewaltige Folgen: Hätten die Deutschen lediglich 30 Prozent in Tagesgelder und ähnliche Anlagen und die freigewordenen 10 Prozent in Aktien oder Investmentfonds investiert, stünden höhere Vermögenseinnahmen von etwa 200 Milliarden Euro zu Buche. Statt also das enorme Potenzial der Kapitalmärkte zu nutzen, setzen die Deutschen immer noch auf das falsche Pferd.

Zeit für eine neue Denke?

Was bedeutet Sicherheit bei der Geldanlage wirklich? Die vermeintliche Sicherheit von Sparbuch und Festgeld ist trügerisch. Über die Zeit führt sie zum schleichenden Wertverfall des Geldes. Trotz schwankender Kapitalmärkten bleiben sie die Alternative mit den besten Aussichten für den langfristigen Werterhalt und Wertzuwachs. Um dem schleichenden Wertverfall der deutschen Vermögen entgegenzuwirken, bedarf es also vor allem eines Umdenkens in Bezug auf die Kapitalmärkte. So sind beispielsweise Aktien hierzulande noch immer als vermeintliche Zockerpapiere verschrien. Doch das Gegenteil ist der Fall. Aktien sind Sachwerte, die Erträge aus der intelligenten Zusammenarbeit von Unternehmen, Forschern, Angestellten und Arbeitern erwirtschaften. Genau deswegen hat diese Anlageklasse selbst fundamentale Erschütterungen wie den Zweiten Weltkrieg überstanden. Im langfristigen historischen Durchschnitt konnten Anleger mit Aktien sogar die höchsten Renditen im Vergleich zu anderen Anlageformen, wie zum Beispiel Anleihen, verzeichnen. Und in Aktien zu investieren ist nicht schwer: Über Aktienfonds können Anleger breit gestreut über Regionen und Branchen investieren.

Unterschiedliche Wege zum Ziel

Bei der Umsetzung haben Sie die Wahl: Entweder Sie informieren sich selbst und stellen sich ein Depot zusammen oder setzen auf unabhängige Expertise, etwa von Vermögensverwaltern. Diesen Anbietern können Anleger ihr Geld übertragen, dass anschließend ganz nach ihren Wünschen und ihrer Risikobereitschaft investiert wird. Der Vorteil: Vermögensverwalter werden nur von ihren Kunden bezahlt. Das bedeutet, sie werden nicht von Dritten beeinflusst. Auch versteckte Kosten gibt es nicht. Anleger können sich daher sicher sein, dass Ihr Geld ausschließlich in Ihrem Interesse und besonders kostengünstig angelegt wird.

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