Anlagen an den Kapitalmärkten bieten hohe Renditechancen, sind aber grundsätzlich risikobehaftet. Für seine Kundenportfolios wendet LIQID eine Reihe von Maßnahmen an, um die Risiken zu begrenzen. Dadurch werden Schwankungen reduziert, ohne die Renditechancen zu beeinträchtigen.

Aktien und Anleihen sind die Anlageklassen, die für Privatanleger am besten geeignet sind, weil mit ihnen langfristig deutlich höhere Renditen drin sind als mit Spareinlagen, Tages- oder Festgeld. Doch natürlich sind mit diesen beiden Anlageklassen auch Risiken verbunden. Es kann zu scharfen Marktkorrekturen kommen oder, noch schlimmer, Anleger entscheiden sich ausgerechnet für Aktien oder Anleihen von Emittenten, die später insolvent werden. Dann droht theoretisch sogar der Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Grundsätzlich sind solche Risiken nicht zu 100 Prozent auszuschließen. Doch LIQID verfügt über ein bewährtes Risikomanagement auf mehreren Ebenen, das die Wahrscheinlichkeit von hohen Verlusten stark reduziert, ohne die Chance auf attraktive Renditen zu schmälern. Zudem sorgt das Risikomanagement dafür, dass der Wert der Portfolios der LIQID-Kunden deutlich weniger stark schwankt als der Marktdurchschnitt. Entwickelt wurde das LIQID-Risikomanagement gemeinsam mit HQ Trust. Das Unternehmen betreut seit Jahrzehnten mit überdurchschnittlichem Erfolg das Vermögen der Familie Harald Quandt und anderer Unternehmerfamilien.

Extrem breite Streuung des Vermögens

Der erste Baustein des Risikomanagements ist die sogenannte Strategische Asset Allokation (SAA). Damit ist die weltweite Aufteilung des Vermögens auf verschiedene Anlageklassen (wie Aktien und Anleihen) und Sub-Anlageklassen (zum Beispiel nordamerikanische Aktien oder Schwellenländer-Anleihen) gemeint. Wie stark schwankungsreiche Anlageklassen wie Aktien und schwankungsarme Anlageklassen wie Anleihen in seinem Portfolio gewichtet werden, hängt vom individuellen Risikoprofil des Kunden ab. Dieses kann er selbst festlegen oder anhand eines wissenschaftlich fundierten Tests, den LIQID gemeinsam mit den Universitäten St. Gallen und Zürich ausgearbeitet hat, innerhalb von wenigen Minuten ermitteln.

Darüber hinaus kann der Kunde entscheiden, ob sein Geld mit einem aktiven Anlagestil, bei dem versucht wird, den Marktdurchschnitt zu schlagen (LIQID Select) oder einem passiven Anlagestil, bei dem der Markt möglichst kostengünstig kopiert wird (LIQID Global) verwaltet werden soll.

Insgesamt setzt LIQID je nach Anlagestil bis zu sechs verschiedene Anlageklassen ein: Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Gold, Hedgefonds und den Geldmarkt (Cash) jeweils mit den entsprechenden Sub-Anlageklassen. Aktien und Anleihen spielen in den Portfolios dabei mit Abstand die größte Bedeutung.

Diese extrem breite Streuung des Vermögens sorgt bereits in mehrfacher Hinsicht für eine deutliche Reduzierung der Risiken. Dies lässt sich mit einem LIQID-Global-50-Portfolio (50 Prozent Aktien und ähnlich schwankungsreiche Anlagen, 50 Prozent Anleihen) im Vergleich zum DAX illustrieren: In der Finanzkrise verlor der deutsche Aktienindex von seinem Höchststand am 16.07.2007 bis zum Tief am 06.03.2009 rund 55 Prozent. Das global diversifizierte LIQID-Portfolio hätte, wenn man es zurückrechnet, im selben Zeitraum nur knapp 21 Prozent verloren.

Der Grund: Kommt es beispielsweise innerhalb der Anlageklasse Aktien zu zwischenzeitlichen Kursverlusten, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass diese durch Gewinne mit anderen Anlageklassen (also vor allem mit Anleihen) abgefedert werden. Doch selbst wenn die Kurse von Anleihen nur stabil bleiben oder leichte Verluste erleiden, halten sich die zwischenzeitlichen Verluste im Gesamtdepot insgesamt dank der breiten Streuung in aller Regel in Grenzen. Sie würden jedenfalls höher ausfallen, wenn das ganze Kapital in die eine Anlageklasse Aktien investiert worden wäre. Noch höher wären die zwischenzeitlichen Verluste, wenn – nur um ein theoretisches Extrembeispiel zu nennen – das gesamte Kapital in die Aktien nur eines einzigen Unternehmens, das an der Börse besonders stark unter Druck geraten ist, investiert worden wäre.

Umfangreiche Szenarioanalysen für jede Anlageklasse

An dieser Stelle wäre folgender Einwand durchaus berechtigt: „Ein solches breit gestreutes Depot könnten sich Anleger doch auch relativ leicht selbst zusammenstellen.“ Das ist soweit richtig. Jedoch tut LIQID noch deutlich mehr, um die Risiken in den Kundenportfolios zu kontrollieren. So verfolgt das Investment-Team im Rahmen des passiven Global-Anlagestils innerhalb der Anlageklasse Aktien zum Beispiel das Ziel, die globalen Aktienmärkte entsprechend ihrer relativen Wirtschaftskraft (BIP-gewichtet) abzubilden. Dadurch wird vermieden, dass regionale Ungleichgewichte in den Portfolios entstehen, wenn zum Beispiel die Aktienmärkte in einer Region gerade boomen. Das schützt vor regionalen Blasen in den Portfolios. Anleger, die ihr Depot selbst verwalten, können eine solche BIP-Gewichtung nur mit sehr viel Mühe und in der Regel auch nicht genau nachvollziehen.

Im aktiven Anlagestil Select werden gut ein Dutzend Fonds eingesetzt, die zusammen den globalen Aktienmarkt abdecken. Das Portfolio wird laufend an das sich ändernde Marktumfeld angepasst. Tauchen zum Beispiel in einer Region politische Risiken auf, kann das Investment-Team unmittelbar reagieren und gegebenenfalls dort das Engagement reduzieren oder vorläufig ganz beenden. Auch die wirtschaftlichen Perspektiven der jeweiligen Regionen werden laufend überwacht, bei Bedarf können unattraktive Regionen untergewichtet werden.

Doch das Team von LIQID tut noch mehr. Es ermittelt mögliche Risiken anhand umfangreicher Prognosemodelle und Szenarioanalysen für jede Anlageklasse. Diese bilden die Basis von Modellen, die für jede mögliche Portfolio-Konstruktion Tausende von Kapitalmarktszenarien simulieren. Auch Entwicklungen wie der demografische Wandel und die Digitalisierung finden Eingang in die Analysen. Neben der Inflation, der Zinsen, den Unternehmensgewinnen und einer Vielzahl weiterer Indikatoren wird auch die aktuelle Bewertung von einzelnen Anlageklassen berücksichtigt. Es werden dabei Schwankungsrisiken und auch die Häufigkeit des Auftretens extremer Renditen analysiert.

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für
Jahre anzulegen.

Steuerung der Portfolios

Zusätzlich werden die Portfolios ständig überwacht, um sicherzustellen, dass sie stets dem Risikoprofil der Kunden entsprechen. Dies erfolgt auf unterschiedliche Weise, je nachdem welchen Anlagestil der Kunde wählt. Beim passiven Anlagestil LIQID Global erfolgt die Risikoüberwachung automatisch und regelbasiert. Das Portfolio wird täglich auf mehreren Ebenen von einem Algorithmus überprüft. Entwickelt wurde er vom LIQID-Investment-Team, das sich dabei auf umfangreiche historische Datensätze und verschiedene Simulations-Szenarien gestützt hat. Das Ergebnis ist ein Ansatz, der die individuelle Risikotragfähigkeit des Kunden berücksichtigt und seine Rendite durch antizyklisches Handeln optimiert.

Im ersten Schritt prüft der Algorithmus täglich, ob das Portfolio weiterhin zur Risikoklasse und langfristigen Anlagestrategie des Kunden passt. Dafür wurden unterschiedliche Schwellenwerte für jede Anlageklasse in den Portfolios definiert. Im zweiten Schritt wird täglich überprüft, ob die Aktien einzelner Regionen (wie Nordamerika, Europa, Entwickelte Länder Pazifik und Schwellenländer) mehr als zwei Prozent vom ihren definierten Zielwert abweichen. Trifft einer der beiden Fälle zu, wird das betroffene Portfolio umgehend umgeschichtet (rebalanciert). Zusätzlich werden die Zielwerte für die regionalen Aktienmärkte auf Basis der aktuellsten BIP-Zahlen jährlich aktualisiert.

Beim aktiven Anlagestil LIQID Select wird die Risikoüberwachung nicht von einem Algorithmus, sondern vom LIQID-Investment-Team gesteuert. Es beobachtet die Märkte sowie die Entwicklungen in Wirtschaft und Politik ständig. Wenn es Chancen oder Risiken sieht, passt es die Portfolios umgehend an. LIQID bezeichnet diesen Vorgang als taktische Asset Allokation. Konkret bedeutet das: Die Anlageklassen in den Kunden-Portfolios werden für begrenzte Zeiträume taktisch unter- oder übergewichtet, um Marktchancen zu nutzen oder Risiken zu reduzieren. Markt- und Währungsrisiken können zudem mit Termingeschäften abgesichert werden. Auch setzt LIQID Select gezielt auf aktive Fondsmanager, um in bestimmten Marktphasen das Beste für die Kunden zu erreichen. Darüber hinaus werden mit Ausnahme der Select-Portfolios mit 100-prozentiger Aktienquote auch defensive Hedgefonds eingesetzt, die dazu dienen, die Risiken zu reduzieren: Diese Hedgefonds verfolgen wenig schwankende Strategien, die unabhängig von der Entwicklung anderer Anlageklassen anleihenähnliche Erträge bringen sollen.

Egal welchen Anlagestil der Kunde wählt, LIQID berücksichtigt immer die von ihm im Anlegertest bestimmte „eiserne Reserve“ oder Rücklage. Denn sie bestimmt, welcher Teil der Anlage nicht durch zwischenzeitliche Kursschwankungen angegriffen werden soll. Ein Beispiel: Bei einer Anlage von 100.000 Euro und einer Rücklage von 80 Prozent richtet LIQID die Anlagestrategie so aus, dass eine Grenze von 80.000 Euro auch in ungünstigen Marktphasen mit einer Wahrscheinlichkeit von 97,5 Prozent nicht unterschritten wird. Absolute Sicherheit dafür gibt es – leider – nicht, aber auf Basis der LIQID-Berechnungen ist eine höhere Schwankung im Mittel nur einmal in 40 Jahren zu erwarten.

Zusammenfassend kann also festgestellt werden: Kommt es zu einem scharfen Kurseinbruch an den Kapitalmärkten sind zwischenzeitliche Wertverluste in einem Portfolio nicht zu verhindern. Das umfangreiche und seit Jahrzehnten erprobte Risikomanagement des digitalen Vermögensverwalters LIQID sorgt aber dafür, dass sich die Verluste in den Portfolios in diesen Phasen in aller Regel in Grenzen halten. Die Chancen, die die Kapitalmärkte langfristig bieten, können dabei trotzdem genutzt werden. Grundsätzlich müssen sich die Anleger bewusst sein, dass Investitionen an den Kapitalmärkten Wertschwankungen unterworfen sind. Dafür werden die Anleger an den Kapitalmärkten aber auf lange Sicht mit deutlich höheren Renditen als bei anderen liquiden Anlageformen wie Tages- oder Festgeld entschädigt. Das belegten zahlreiche Studien, unter anderem von Allianz Global Investors.

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