Die alljährliche Steuererklärung ist lästig, kompliziert und zeitintensiv. Die meisten suchen sich daher Unterstützung durch einen Steuerberater. Da diese nur von ihren Mandanten bezahlt werden, agieren sie ausschließlich in deren Interesse. Beim Thema Geldanlage sieht das leider ganz anders aus: Zwar ist die Geldanlage für viele ähnlich komplex wie die Steuererklärung, aber hier schauen viele Menschen nicht so genau hin, an wen sie sich wenden. Für viele bleibt ihre Hausbank die erste Adresse. Eine wirklich unabhängige Beratung kann man dort jedoch nicht erwarten.

Die Zeiten, in denen Banken als Hort der Seriosität und Stabilität galten, sind vorbei. Spätestens seit der Finanzkrise 2008 sind die Vorbehalte gegen die Branche gewachsen. Statt Seriosität verbinden viele Menschen Skrupellosigkeit und Gier mit dem Geldgewerbe. Ein Urteil, das auch empirisch gestützt wird. Erst 2016 haben lediglich drei von 23 untersuchten Banken für ihre Beratung zum Thema Geldanlage das Prädikat „gut“ von der Stiftung Warentest erhalten. Neben der Missachtung der Anlegeraufklärung ignorieren Banken dabei konsequent die finanziellen und persönlichen Verhältnisse der Kunden sowie deren Ziele, Kenntnisse und Erfahrungen beim Investieren. Gesetzlich vorgeschriebene Beratungsprotokolle haben bisher auch keine Abhilfe geschafft. Mit ihnen soll eigentlich dokumentiert werden, welche Produkte der Berater vorgeschlagen hat, welche Eigenschaften die Produkte haben und warum gerade sie empfohlen wurden. Doch viele Banken fertigen derartige Protokolle gar nicht an – und tun sie es, sind sie häufig nicht einwandfrei. Kunden können so kaum überblicken, welche Risiken sie mit bestimmten Produkten eingehen, geschweige denn, welche Kosten sie tragen müssen. Trotz der Skepsis gegenüber der Branche halten viele Kunden ihrer eigenen Hausbank weiterhin die Treue. Das kann handfeste Folgen haben.

Kostenlose Bankberatung wird für Kunden schnell teuer

Erfolg bei der Geldanlage wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Ein wesentlicher Aspekt sind jedoch immer die Kosten – denn umso höher sie sind, desto geringer fällt die Rendite aus. Und hier greifen Banken kräftig zu, meist ohne dass der Kunde es überhaupt bemerkt. Das Hauptproblem: Bankangestellte werden nicht von ihren Kunden bezahlt, sondern von der Bank. Und weil ihre Vorgesetzten höhere Gewinne sehen wollen und Druck auf sie ausüben, sind sie oftmals nicht mehr als Verkäufer. Und so empfehlen sie bankeigene Produkte oder solche, für die hohe Provisionen fällig werden.

Die Rechnung ist ganz einfach: Banken erhalten für jeden Abschluss eine Provision, z. B. den Ausgabeaufschlag. Diese Provision zahlt der Kunde. Oftmals kommen noch sogenannte Bestandsprovisionen hinzu: Solange ein Produkt im Depot eines Kunden verbleibt, erhält die Bank diese Zahlung und zwar jedes Jahr. Mit bankeneigenen Produkten haben die Geldhäuser wiederum den Vorteil, nicht nur Provisionen zu bekommen, sondern die Anlagesumme auch noch in der eigenen Unternehmensgruppe zu halten. Zumindest beim Verkauf von Produkten andere Anbieter sollte eigentlich Transparenz bestehen: Bei derartigen Kommissionsgeschäften sind Banken dazu verpflichtet, alle Provisionen, die sie von den Produktanbietern erhalten, offen zu legen. Aber sie können diese Verpflichtung umgehen, indem sie einfach Festpreisgeschäfte abschließen. Dabei kaufen sie Produkte beim Anbieter günstig ein und verkaufen sie teurer weiter. Die Gewinnspanne müssen sie nicht offenlegen. Die vermeintlich kostenlose Beratung der Banken wird für den Kunden also schnell sehr teuer.

Andere Wege einschlagen

Anleger sind dieser gängigen Praxis nicht alternativlos ausgesetzt. Sie haben die Möglichkeit, die Beratung bei der Bank auszuschlagen und wirklich unabhängige Angebote zu nutzen, bei denen es ausschließlich um ihr Interesse geht. Eine Möglichkeit sind sogenannte Vermögensverwalter. Während die Vermögensverwaltung hierzulande noch als exklusive Lösung für Hochvermögende gilt, ist sie in unserem Nachbarland Schweiz schon seit vielen Jahren als gängige Alternative zur Hausbank etabliert. So zählt das Land aktuell über 2,500 unabhängige Vermögensverwalter, verglichen mit wenigen Hunderten in Deutschland.

Anders als Banken sind lizenzierte Vermögensverwalter (von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen etwas sperrig „Finanzportfolioverwalter“ genannt) genau wie Steuerberater ausschließlich ihren Kunden verpflichtet. Sie werden nur von diesen bezahlt, Interessen von Dritten spielen für sie also keine Rolle. Deswegen können keine Interessenkonflikte wie beim Provisionsgeschäft der Banken entstehen.

Wie läuft die Vermögensverwaltung in der Praxis ab? Kunden übertragen ihre Anlage auf ein Konto, das stets in ihrem Namen verbleibt, vom Vermögensverwalter aber diskretionär (das heißt ohne Weisung des Kunden) auf Basis von klar vereinbarten Regeln investiert und verwaltet wird. Einen Zugriff auf das Kundengeld hat der Verwalter dabei nicht, denn er agiert allein als Treuhänder des Kunden.

Traditionelle Vermögensverwalter verlangen oft hohe Mindestanlagen, die bei 500.000 Euro beginnen und noch höher liegen können. Inzwischen hat sich auch ihr Markt jedoch der technischen Entwicklung geöffnet: Neue digitale Vermögensverwalter bieten heute die gleiche Qualität wie traditionelle Anbieter bei weit niedrigeren Einstiegshürden an. Darüber hinaus sind sie kostengünstiger und flexibler. Seriöse Anbieter wie das Berliner Unternehmen LIQID, exklusiver Partner der Vermögensverwaltung der Familie Harald Quandt, legen ihre Kosten dabei transparent offen und wählen die Produkte und Anlagestrategie ausschließlich vor dem Hintergrund der persönlichen Ziele und Wünsche des Kunden aus. So können Anleger bereits ab 100.000 Euro auf einen kompetenten Partner bei der Geldanlage setzen, ohne unter Interessenkonflikten zu leiden oder mit versteckten Kosten über den Tisch gezogen zu werden.

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