Der Global Wealth Report 2018 der Boston Consulting Group belegt: Die Scheu vieler Bundesbürger vor einem Engagement am Kapitalmarkt wirkt sich negativ auf die Vermögensentwicklung in Deutschland aus. Die Folgen für den Lebensstandard im Alter können gravierend sein. Dabei hat es jeder Anleger selbst in der Hand, seine finanzielle Situation im Ruhestand schon heute positiv zu beeinflussen. Das erfordert allerdings Mut und manchmal auch den Sprung über den eigenen Schatten.

Die gute Nachricht zuerst: Deutschland zählt nach wie vor zu den reichsten Ländern der Welt. Im weltweiten Vergleich des Gesamtvermögens liegt Deutschland wie im Vorjahr auf dem fünften Platz. Das geht aus dem Vermögensbericht „Global Wealth Report 2018” hervor, den die Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) Mitte Juni 2018 veröffentlicht hat. Demnach ist das Finanzvermögen der Deutschen von 2016 auf 2017 um gut vier Prozent auf 7,5 Billionen Dollar angewachsen. Damit haben die Bundesbürger im Durchschnitt gut 90.000 Dollar auf der hohen Kante. [1]

Also alles super? Mitnichten. Bei Lichte betrachtet, muss man feststellen, dass ein Dollar-Vermögenszuwachs von vier Prozent 2017 angesichts der günstigen Rahmenbedingungen relativ bescheiden ist. So legte der Weltaktienindex MSCI 2017 um rund 20 Prozent zu. Hinzu kam, dass der Euro gegenüber dem Dollar rund 15 Prozent an Wert gewann. Rein währungsbedingt legte der Wert von Euro-Anlagen damit in Dollar gerechnet deutlich zu. So gesehen sind die vier Prozent Wertzuwachs, die das private deutsche Finanzvermögen in Dollar erzielt hat, eher dürftig – zumal der Zuwachs real, also nach Abzug der Inflation noch geringer ausfällt.

In anderen Regionen und Ländern fiel der Vermögenszuwachs 2017 deutlich höher aus. In Asien legten die globalen Dollar-Vermögen um zwölf Prozent zu und in Amerika um zwölf Prozent. Insgesamt stieg das globale Vermögen in Dollar gerechnet im vergangenen Jahr um gut sieben Prozent auf knapp 202 Billionen Dollar und damit deutlich stärker als das deutsche Vermögen. Allein die USA bringen es auf ein Finanzvermögen von 80,5 Billionen Dollar. Das entspricht rund 250.000 Dollar pro Kopf. China bringt es immerhin bereits auf 20,7 Billionen Dollar und Japan auf 16,8 Billionen Dollar. Selbst das Finanzvermögen der Briten ist mit 9,3 Billionen Euro deutlich höher als das der Deutschen.

Doch welche sind die Gründe für den vergleichsweise moderaten Vermögenszuwachs der Bundesbürger? BCG nennt hier in erster Linie das stark ausgeprägte, konservative Anlageverhalten hierzulande. 36 Prozent des deutschen Privatvermögens ist demnach in Spareinlagen und Bargeld angelegt und bringt damit so gut wie keine Zinsen. 36 Prozent des deutschen Privatvermögens ist in Spareinlagen und Bargeld angelegt und bringt damit so gut wie keine Zinsen In Aktien und Fonds liegen laut BCG dagegen nur 19 Prozent des deutschen Privatvermögens. Im internationalen Vergleich zählen die Bundesbürger damit zu den größten Aktienmuffeln. Global gesehen ist das Verhältnis von Aktien und Spareinlagen nahezu umgekehrt: Weltweit liegt nur 27 Prozent des Vermögens in Spareinlagen und Bargeld, dafür aber und 35 Prozent in Aktien und Fonds. „Durch den relativ niedrigen Anteil der Anlagen in Aktien und Fonds haben die Deutschen entsprechend weniger von den starken Börsen profitiert”, erläutert Anna Zakrzewski, Managing Director von BCG und eine der Autorinnen der BCG-Studie.

Noch spüren die meisten Bundesbürger die Folgen ihres Handelns nicht – besser gesagt die Folgen ihres Nichthandelns. Doch mit jedem Jahr, das sie den Kapitalmärkten fernbleiben, wird sich ihr Problem verschärfen. Spätestens wenn sie in den Ruhestand eintreten, dürften viele von ihnen feststellen, dass ihr Vermögen nicht ausreicht, um ihren gewohnten Lebensstandard halten zu können.

Ich überlege
für
Jahre anzulegen.

Deshalb gilt es, rechtzeitig gegenzusteuern. Ein Engagement am Kapitalmarkt ist dabei am erfolgversprechendsten und langfristig auch am sichersten. Selbstverständlich sind nicht jedes Jahr Kurszuwächse von 20 Prozent an der Börse drin. Auf lange Sicht gibt es keine renditeträchtigere liquide Anlageklasse als Aktien und Aktienfonds Es wird auch wieder schwächere Jahre und auch Jahre mit Verlust geben. Doch auf lange Sicht gibt es keine renditeträchtigere liquide Anlageklasse als Aktien und Aktienfonds. Studien zeigen, dass in der Vergangenheit die Renditen mit einem breit gestreuten, global aufgestellten Aktiendepot über lange Zeiträume im Durchschnitt rund sieben Prozent pro Jahr betrugen. [2]

Anleger, die es sich nicht zutrauen, selbst an den Kapitalmärkten zu investieren oder denen die Zeit fehlt, eigenständige Investmententscheidungen zu treffen, können sich an einen seriösen digitalen Vermögensverwalter wie LIQID wenden, um ihr Vermögen professionell und kostengünstig betreuen zu lassen. Ab 100.000 Euro Anlagevolumen genießen die Kunden die gleichen Vorzüge wie die hochvermögenden Kunden des LIQID-Partners HQ Trust, dem Vermögensverwalter der Familie Harald Quandt.

  1. [1] BCG: Weltweites Privatvermögen überschreitet die Marke von 200 Billionen US-Dollar (Um in den Fließtext zurückzukehren, drücken Sie bitte die Zahl.)
  1. [2] UCLA: The Rate of Return on Everything, 1870–2015 (Um in den Fließtext zurückzukehren, drücken Sie bitte die Zahl.)





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