Banken reden gerne über Geld. Aber nicht darüber, was sie ihren Kunden abknöpfen. Vor allem bei Investmentfonds verschleiern sie gerne die wahren Kosten. Das Nachsehen haben Privatanleger, die oft nicht überschauen können, wie überzogene Kosten ihre Renditen schmälern.

Das Wichtigste in Kürze vorab:

• Die wenigsten Bankkunden wissen, wieviel sie tatsächlich für ihre Geldanlage bezahlen
• Die Kosten sind oft enorm: Bei Aktienfonds zum Beispiel sind 5 Prozent Ausgabeaufschlag + 1,6 Prozent jährliche Managementgebühr üblich
• Manche Fondsgesellschaften verlangen zusätzlich eine Erfolgsbeteiligung
• LIQID zeigt, dass es auch anders geht

Wenn es um ihre eigenen Vergütungen geht, geben sich die Banken zugeknöpft. Preisgegeben wird in aller Regel nur das, was der Gesetzgeber ausdrücklich fordert. So musste der Bundesgerichtshof Banken, Vermittler und Vermögensverwalter dazu verdonnern, Provisionen offenzulegen, die sie von Fondsgesellschaften erhalten, wenn sie deren Produkte verkaufen. Zuvor flossen jährlich Milliarden Euro hinter dem Rücken der Kunden in die Taschen der Verkäufer – im Fachjargon Kickbacks genannt.

Nach wie vor sind die Kosten von Finanzprodukten wenig transparent und für Privatanleger schwer überschaubar. Bei aktiv gemanagten Aktienfonds zum Beispiel fallen oft eine ganze Reihe von Kosten an, die sich nicht immer auf den ersten Blick erschließen. Der Vermittler kassiert häufig einen sogenannten Ausgabeaufschlag von bis zu fünf Prozent der gesamten Anlagesumme. Wer also zum Beispiel 100.000 Euro in solche Fonds investiert, zahlt dann auf einen Schlag bis zu 5.000 Euro an Gebühren, die unwiederbringlich verloren sind. Allerdings ist diese einmalige Vertriebsprovision verhandelbar. Fondsvermittler im Internet und Direktbanken verzichten zum Teil ganz auf sie. Dafür sind aber Branchenbeobachtern zufolge die sogenannten laufenden Kosten tendenziell gestiegen, die Anleger jährlich für das Management von aktiven Fonds bezahlen müssen. Die Höhe geben die Fondsgesellschaften als Prozentsatz in den gesetzlich vorgeschriebenen „wesentlichen Anlegerinformationen“ an. In den laufenden Kosten enthalten sind auch Ausgaben für die Depotbank und für die Erstellung von Anlegerinformationen.

Die jährlichen Gesamtkosten für einen weltweit anlegenden Aktienfonds betragen nach Angaben des Bundesverbandes Investment und Asset Management (BVI) im Durchschnitt 1,6 Prozent pro Jahr. Den Provisionszahlungen stehen aber keine erkennbaren Leistungen, etwa eine regelmäßige Anlageberatung, gegenüber, monieren Verbraucherschützer. Von diesem Betrag erhält der Vermittler, beispielsweise eine Bank, die den Fonds verkauft, zwischen 0,3 und 0,9 Prozent als Bestandsprovision. Sie fließt jedes Jahr solange der Kunde den Fonds in seinem Depot behält. Den Provisionszahlungen stehen aber keine erkennbaren Leistungen, etwa eine regelmäßige Anlageberatung, gegenüber, monieren Verbraucherschützer. Wie hoch die Provisionen im Einzelnen sind, müssen die Vermittler inzwischen offenlegen. Denn ob eine Bank einen bestimmten Fonds nur deshalb empfiehlt, weil sie gut an dem Produkt verdient, können Anleger nur dann beurteilen, wenn sie über alle Provisionen informiert sind.

Großanleger bekommen bessere Konditionen

Großanleger wie Versicherungen und Pensionsfonds müssen für ihre Anlagen in aktive Fonds deutlich weniger bezahlen. Von ihnen verlangen die Fondsgesellschaften zum Teil nur die Hälfte der Verwaltungskosten, also beispielsweise statt 1,6 nur 0,8 Prozent pro Jahr. Ein wesentlicher Grund für diese Kostenunterschiede sind die Bestandsprovisionen, die institutionelle Anleger nicht bezahlen. Allerdings müssen sie auch erheblich mehr Geld mitbringen als Privatanleger. Die Mindestanlagesummen liegen je nach Fonds zwischen 75.000 und 30 Millionen Euro.

Von den günstigen Konditionen für Großanleger profitieren auch die Kunden des digitalen Vermögensverwalters LIQID – denn hinter LIQID steht der Vermögensverwalter der Familie Harald Quandt, der mehrere Milliarden Euro für einige der bekanntesten Unternehmerfamilien Deutschlands verwaltet. LIQID reicht Kostenvorteile, die durch diese Verhandlungsmacht entstehen, unmittelbar an seine Kunden weiter. Ein Beispiel: Der in den LIQID-Select-Portfolios eingesetzte Vontobel US Equity Fund rechnet Privatanlegern laufende Kosten von 2,69 Prozent pro Jahr ab. LIQID-Kunden zahlen hingegen nur 0,69 Prozent pro Jahr – denn das LIQID-Investment-Team hat für sie eine eigene Anteilsklasse verhandelt.

Erfolgsbeteiligungen schrauben die Kosten hoch

Nach Recherchen der Stiftung Warentest verlangt jeder zehnte global anlegende Aktienfonds eine Erfolgsbeteiligung, im Branchenjargon „Performance Fee“ genannt. Bei manchen betrug sie in der Vergangenheit bis zu ein Prozent jährlich. Unter dem Strich können sich die Gesamtkosten für einen Fonds (total expense ratio – TER) dann auf knapp drei Prozent pro Jahr summieren. Hinzu kommen noch Transaktionskosten für Umschichtungen innerhalb der Fonds.

Bei flexiblen Mischfonds, die in verschiedene Anlageklassen wie Aktien und Anleihen investieren und die bei Privatanlegern in den zurückliegenden Jahren besonders beliebt waren, sind Erfolgsbeteiligungen schon fast die Regel. Laut Stiftung Warentest verlangt rund die Hälfte dieser Fonds eine Erfolgsprämie. Auch bei dieser Produktgruppe addieren sich die jährlichen Kosten schnell auf drei Prozent, errechneten die Verbraucherschützer.

Einige Fondsanbieter tricksen bei der Berechnung ihrer Prämie

Wie die Erfolgsbeteiligung berechnet wird, ist von Fonds zu Fonds verschieden. In der Regel wird ein bestimmter Prozentsatz der Rendite fällig, der über einem frei gewählten Vergleichsmaßstab liegt. In der Vergangenheit tricksten die Fondsgesellschaften so viel zu ihren Gunsten, dass es selbst ausgefuchsten Taschenspielern Respekt abgenötigt haben dürfte. In der Vergangenheit tricksten die Fondsgesellschaften so viel zu ihren Gunsten, dass es selbst ausgefuchsten Taschenspielern Respekt abgenötigt haben dürfte. Doch inzwischen hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eingegriffen und die Möglichkeiten, die Prämie nach oben zu schrauben, begrenzt. Allerdings gilt dies nur für in Deutschland aufgelegte Fonds.

Den Fondsgesellschaften hierzulande bleiben aber weiterhin zwei lukrative Hebel: Sie können den Prozentsatz ihrer Prämie frei wählen. Bei globalen Aktienfonds rangiert er zwischen zehn und 30 Prozent. Auch den Vergleichsmaßstab dürfen deutsche Fonds weiterhin nach eigenem Ermessen festlegen. In manchen Fällen wählen sie einfach die Null-Prozent-Marke. Das bedeutet, dass von jeder positiven Rendite die Erfolgsbeteiligung abgezogen wird.

Andere wählen einen sogenannten Kursindex, der keine Dividenden enthält, obwohl der Fonds selber Dividenden einnimmt. Auf diese Weise entsteht automatisch eine positive Differenz zwischen Vergleichsmaßstab und Fonds. Von dieser Differenz profitiert die Fondsgesellschaft selbst dann, wenn ihr Manager nur eine durchschnittliche Leistung abliefert. Auf der anderen Seite erhalten die Anleger nichts von den Prämien zurück, falls der Fondsmanager hinter seinem Vergleichsmaßstab zurückbleibt.

LIQID-Kunden müssen sich hier keine Sorgen machen: Der digitale Vermögensverwalter verzichtet vollständig auf den Erwerb von Fonds mit Erfolgsbeteiligungen. Zudem wählt sein Investment-Team die weltweit vielversprechendsten Fondsmanager nach klaren Kriterien aus. Maßgebend sind Kosteneffizienz und eine überzeugende Strategie. Es muss plausibel sein, wie der jeweiligen Manager nach Kosten höhere Renditen als ein vergleichbares Indexprodukt erzielen will. Nach Auswahl eines Fonds überprüft das LIQID-Investment-Team laufend die Leistung des Managers. Werden die Erwartungen nicht erfüllt, wird der Fonds ausgetauscht.

LIQID-Kunden, die nicht daran glauben, dass mit aktivem Fondsmanagement der Marktdurchschnitt dauerhaft geschlagen werden kann, können auf den besonders kostengünstigen rein indexbasierten Anlagestil LIQID Global setzen. Hierfür fallen lediglich durchschnittliche Fondskosten von 0,16 Prozent pro Jahr an. Auf Ausgabeaufschläge verzichtet LIQID ganz. Für LIQID Global erhebt LIQID lediglich eine jährliche Verwaltungspauschale von maximal 0,25 bis 0,5 Prozent (je nach Anlagesumme). Weitere Kosten entstehen den Kunden keine.

Für Anleger, die davon überzeugt sind, dass aktives Fondsmanagement zu höheren Erträgen führen kann, hält LIQID den Anlagestil LIQID Select bereit, der auch in aktive Fonds investiert. Hierbei profitieren die LIQID-Kunden von den günstigen Konditionen für Großanleger: Die Fondskosten sind also deutlich geringer als sonst für Privatanleger üblich. Denn hinter LIQID steht das Family Office der Familie Harald Quandt, der mehrere Milliarden Euro für einige der bekanntesten Unternehmerfamilien Deutschlands verwaltet. LIQID reicht Kostenvorteile, die durch diese Verhandlungsmacht entstehen, unmittelbar an seine Kunden weiter. Ein Beispiel: Der in den LIQID-Select-Portfolios eingesetzte Vontobel US Equity Fund rechnet Privatanlegern laufende Kosten von 2,69 Prozent pro Jahr ab. LIQID-Kunden zahlen hingegen nur 0,69 Prozent pro Jahr – denn das LIQID-Investment-Team hat für sie eine eigene Anteilsklasse verhandelt.




Hinweis – Die Vermögensanlage an den Kapitalmärkten ist mit Risiken verbunden und kann im Extremfall zum Verlust des gesamten eingesetzten Kapitals führen. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Indikator für die Wertentwicklung in der Zukunft. Auch Prognosen haben keine verlässliche Aussagekraft für künftige Wertentwicklungen. Wir erbringen keine Anlage-, Rechts- und/oder Steuerberatung. Alle Inhalte auf unserer Webseite und im LIQID-Magazin dienen lediglich der Information.

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