Family Offices verwalten die Vermögen von Multi-Millionären und Milliardären. Bei der Anlagestrategie gehen sie recht unterschiedliche Wege, haben meist aber einen realen Kapitalerhalt als oberstes Ziel. Dabei setzen die Meisten auf aktives Portfolio-Management. Unter den bevorzugten Anlageklassen spielen neben Aktien und Anleihen auch außerbörsliche Unternehmensbeteiligungen, sogenannte Private-Equity-Investments, eine wichtige Rolle.

Jedes Jahr schwärmen Rechercheure aus, um zu ermitteln, wer weltweit die größten Vermögen angehäuft hat. Weil Superlative die Menschheit seit jeher faszinieren, schenkt die Öffentlichkeit diesen Ranglisten hohe Aufmerksamkeit und verfolgt den Auf- und Abstieg des Geldadels.

Kaum bekannt ist dagegen, wie Superreiche ihre Vermögen anlegen. Viele von ihnen lassen ihr Geld von Family Offices verwalten. Einige davon sind Single Family Offices, die nur das Vermögen einer einzelnen Familie betreuen. Bei anderen handelt es sich um Multi Family Offices, die zum Teil für mehr als zehn Mandanten tätig sind. Eines der erfolgreichsten Multi Family Offices in Deutschland ist HQ Trust. Das Unternehmen betreut das Vermögen der Familie Harald Quandt und ist Partner des digitalen Vermögensverwalters LIQID. LIQID ist damit der erste digitale Vermögensverwalter in Deutschland, der auf die jahrzehntelange Erfahrung und Expertise eines renommierten Family Offices zurückgreifen kann. Davon können LIQID-Kunden bereits ab einer Mindestanlagesumme von 100.000 Euro profitieren.

Dem Bayerischen Finanz Zentrum (BFZ) und dem Schweizer Beratungsunternehmen Complementa gaben im Jahr 2015 mehr als 90 Family Offices im Rahmen einer Untersuchung Einblick in ihre Anlagestrategien. 30 Prozent der Studienteilnehmer waren Single Family Offices, 70 Prozent waren Multi Family Offices.

Die Ergebnisse ihrer Erhebung fassten die Marktforscher in einer anonymisierten Studie zusammen. Danach ist der Erhalt des Kapitals das oberste Ziel der Hochvermögenden. Wichtig ist ihnen zudem das Erwirtschaften stetiger Erträge, Die Superreichen streben nach positiven Erträgen in allen Marktphasen. die für den Lebensunterhalt verwendet werden können und die Erzielung einer Rendite oberhalb der Inflationsrate. Die Superreichen streben nach positiven Erträgen in allen Marktphasen. Denn andernfalls würde der reale Wert des Vermögens, also dessen Kaufkraft, schrumpfen.

Private-Equity-Investment ab 250.000 Euro

Die Strategien, mit denen Family Offices die Anlageziele ihrer Klienten verfolgen, sind recht unterschiedlich. Gemeinsam ist allen, dass sie aktives Portfolio-Management betreiben, dabei aber auch passive Finanzprodukte wie börsengehandelte Indexfonds (ETF) einsetzen. In der Mehrheit der Depots finden sich die klassischen Anlageklassen Aktien, Anleihen , Immobilien und Bargeld. Auch außerbörsliche Unternehmensbeteiligungen, sogenannte Private-Equity-Investments, sind weit verbreitet. Hier haben die Family Offices ihre Engagements zuletzt hochgeschraubt.

Durchschnittliche Vermögensaufteilung von Family Offices im deutschsprachigen Raum (in Prozent)

Mittelwert Median Maximalwert Minimalwert
Aktien 27.18 30 80 0
Anleihen 19.88 20 70 0
Immobilien 15.26 10 80 0
Liquidität 13.68 10 100 0
Private Equity 12.96 10 60 0
Hedgefonds 5.79 0 95 0
Rohstoffe / Infrastruktur 3.27 0 20 0
Exotische Sachwerte 1.65 0 60 0
Andere 0.32 0 15 0

Quelle: BFZ-Complementa, Mai 2015.

Während 2010 im Schnitt nur fünf Prozent des Vermögens der Superreichen in direkten Unternehmensbeteiligungen steckten, waren es 2015 bereits zehn Prozent (siehe Tabelle). In diesem Segment erwarten die Family Offices neben Aktien in den nächsten Jahren die höchsten Renditen. Dabei konzentrieren sie sich vor allem auf schnell wachsende Unternehmen und auf Firmen mit bereits bewährten Geschäftsmodellen. Als wichtigsten Grund für ein verstärktes Engagement im Private-Equity-Bereich geben sie eine bessere Kontrolle ihrer Investments an. Anders als bei großen Aktiengesellschaften, wo Aktionäre nicht viel zu melden haben sofern sie kein großes Aktienpaket besitzen, ist es bei direkten Beteiligungen an kleineren Unternehmen möglich, Einfluss auf die Geschäftspolitik zu nehmen.

Längerfristiges Investment

Gemessen an den Milliarden-Beträgen, die die großen internationalen Private-Equity-Gesellschaften investieren, sind die Engagements der meisten Family Offices eher bescheiden: Pro Unternehmen rangiert das investierte Volumen zwischen einer und zehn Millionen Euro. Bei 16 Prozent der Beteiligungen fließen der BFZ-Complementa-Studie zufolge mehr als zehn Millionen Euro in die jeweiligen Unternehmen. Geeignete Kandidaten finden die Family Offices in erster Linie über das eigene Netzwerk. Beratungsfirmen und Investmentbanken Die meisten Hochvermögenden halten Private-Equity-Investments zwischen drei und sieben Jahren oder länger. spielen bei diesen Geschäften kaum eine Rolle. Für die meisten Hochvermögenden sind Private-Equity-Deals mittel- bis langfristige Investments, die sie zwischen drei und sieben Jahren oder länger halten. Meistens verkaufen sie die Beteiligung dann weiter.

Über den digitalen Vermögensverwalter LIQID macht nun erstmals ein Multi Family Office Investments in Private Equity auch Anlegern zugänglich, die über keine Millionenbeträge verfügen. Bereits ab 250.000 Euro können LIQID-Kunden in ein breit gestreutes Portfolio an Private-Equity-Beteiligungen investieren – denn LIQID zeichnet parallel mit HQ Trust, dem Vermögensverwalter der Familie Harald Quandt und kann so die Mindestanlagesumme für seine Kunden drastisch senken.

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