Anleger können grundsätzlich zwei Anlagestile verfolgen: Der passive will den Markt abbilden, der aktive strebt nach Überrenditen. Für beide Anlagestile gibt es gute Argumente. Wofür sich der Anleger entscheidet, ist eine Frage der individuellen Präferenz.

Vermögensverwalter steuern das ihnen anvertraute Kapital auf zwei Ebenen. Auf der ersten Ebene legen sie fest, welches Gewicht unterschiedliche Anlageklassen (wie zum Beispiel Aktien oder Anleihen) und ihre Sub-Anlageklassen (wie zum Beispiel Aktien aus Europa oder Anleihen aus Schwellenländern)
im Portfolio haben sollen. Auf der zweiten Ebene wählen sie innerhalb der jeweiligen Anlageklasse unterschiedliche Arten von Wertpapieren aus. Auf beiden Ebenen haben sie die Wahl zwischen einem aktiven und einem passiven Anlagestil.

An der Frage, welcher Anlagestil der bessere ist, scheiden sich die Geister. Die einen schwören auf einen passiven Anlagestil. Das heißt, sie orientieren sich bei der Anlage am breiten Markt. Sie setzen deshalb auf eine kostengünstige regelbasierte Verwaltung Ihres Portfolios und nutzen börsengehandelte Indexfonds (ETF, die einen Index wie den DAX abbilden. Die Vertreter dieses Anlagestils gehen davon aus, dass ein besseres Abschneiden als der durchschnittliche Markt dauerhaft nicht möglich ist. Ihr Ziel ist es daher, möglichst systematisch und kostengünstig die Entwicklung des Marktes zu kopieren.

Die anderen glauben, dass professionelle Investoren den breiten Markt schlagen können. Sie verfolgen einen aktiven Anlagestil. Das bedeutet, dass Experten auf beiden Ebenen subjektive Entscheidungen treffen. Innerhalb von festgelegten Anlagerichtlinien gewichten sie auf Grundlage ihrer Markteinschätzung einzelne Anlageklassen zwischenzeitlich unter oder über. Auf Ebene der Wertpapiere setzen sie entweder auf einzelne Titel oder wählen gezielt aktive Fonds aus, die das Ziel haben, den Vergleichsindex (Benchmark) für ihr Subsegment zu schlagen. Vertreter des aktiven Anlagestils versuchen also durch geschickte Steuerung der Anlage einen Mehrertrag zu erzielen.

Gute Argumente für beide Anlagestile

Der Vergleich zwischen aktiv und passiv wird häufig anhand von ETF und aktiven Fonds gezogen. Für beide Ansätze gibt es gute Argumente. Bei ETF bestehen zwar keine Chancen auf Überrenditen, dafür ist es sehr unwahrscheinlich, dass ein ETF deutlich schlechter als der Marktdurchschnitt abschneidet. Auf der anderen Seite zeigen Untersuchungen, dass es auf der Aktienseite nur wenigen aktiven Fondsmanagern gelingt, langfristig besser als ihre Benchmark abzuschneiden. Denn grundsätzlich ist es für sie schwer, dauerhaft ihren Kostennachteil gegenüber ETF durch gute Leistungen wettzumachen. Allerdings gibt es auch stichhaltige Argumente, die für aktive Fonds sprechen. So können Fondsmanager durch ihre Anlageentscheidungen Risiken reduzieren, ein spezielles Subsegment abdecken oder in besonderen Marktphasen einen klar definierten Zweck in einem diversifizierten Portfolio erfüllen.

Generell gilt: In Zeiten, in denen die Aktienmärkte boomen, entwickeln sich passive Anlagestile in der Regel besser als aktive. Denn Portfolio- und Fondsmanager neigen nach starken Aufwärtsbewegungen dazu, etwas vorsichtiger zu werden und den Aktienanteil zurückzufahren. Diese Vorsicht der Geldverwalter wiederum kommt den Anlegern, die einen aktiven Anlagestil gewählt haben zugute, wenn es an den Aktienmärken zu einer Trendumkehr kommt und die Kurse fallen. Rechnen die Portfolio- und Fondsmanager mit einem anhaltenden Abwärtstrend, werden sie den Aktienanteil weiter reduzieren. Deshalb laufen aktive Anlagestile in schwächeren Börsenphasen in der Regel besser als passive.

Bei aktiven Anleihefonds zeigen Untersuchungen, dass Überrenditen gegenüber dem Marktdurchschnitt auch langfristig möglich sind. So konnten laut dem Finanzinformations-Dienstleister Morningstar in den vergangenen zehn Jahren die meisten Anleihefondsmanager bei US-Anleihen mittlerer Laufzeit den Marktdurchschnitt schlagen.

Bei LIQID haben Anleger die Wahl

Die Frage, ob der aktive oder der passive Anlagestil der richtige ist, lässt sich also nicht eindeutig beantworten. Viel wichtiger als der Anlagestil ist die Anlagestrategie – also die systematische Aufteilung einer Anlage auf verschiedene Anlageklassen und ihre Subsegmente. Zahlreiche Studien belegen, dass die Anlagestrategie langfristig der mit Abstand größte Renditetreiber ist. Ob man diese mit aktiven oder passiven Fonds bzw. Experten-basierter oder automatisierter Steuerung umsetzt, ist vor allem eine Frage der persönlichen Präferenz.

Ich überlege
für
Jahre anzulegen.

LIQID bietet beide Anlagestile an: LIQID Global verfolgt einen passiven Investmentansatz und spiegelt die Entwicklung der globalen Märkte systematisch wider. LIQID Select verfolgt einen aktiven Ansatz mit dem Ziel, die Entwicklung der globalen Märkte langfristig zu schlagen. Die Kosten für die eingesetzten Wertpapiere haben wir in beiden Fällen so weit wie möglich minimiert. Natürlich können LIQID-Kunden ihren Anlagestil jederzeit kostenlos wechseln. Es empfiehlt sich aber, an dem einmal gewählten Anlagestil festzuhalten, denn sonst laufen Anleger möglicherweise Gefahr, genau zum falschen Zeitpunkt zu wechseln.

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