Börsengehandelte Indexfonds (ETF) werden immer beliebter, vor allem weil sie kostengünstiger sind als aktiv gemanagte Fonds. Doch das bedeutet nicht, dass Anleger mit ihnen leichtes Spiel hätten: Für ein gut aufgestelltes global diversifiziertes Portfolio erfordert die Auswahl der passenden ETF umfangreiches Wissen und Zugang zu entsprechenden Datenbanken.

Wie schwierig die Selektion der richtigen ETF für Anleger ist, lässt schon die riesige Anzahl an Indexfonds erahnen: Mehr als 3.000 ETF gibt es weltweit und über 1.000 davon werden an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt. Auch wer als Anleger nur auf ETF setzt, sollte die Auswahl der passenden Wertpapiere nicht auf die leichte Schulter nehmen und darüber nachdenken, dies von Profis machen zu lassen.

So durchleuchtet das Investment-Team von LIQID den ETF-Markt akribisch nach einem strikten Kriterienkatalog, ehe es eine Auswahl trifft. So muss zunächst einmal geprüft werden, ob die ETF für LIQID-Kunden überhaupt erworben werden können. Denn bei einigen ETF gibt es hier, zum Beispiel aus steuerlicher Hinsicht, Restriktionen. Dann wird geklärt, ob der Index, den der ETF abbildet, zur Anlagestrategie passt, kundenfreundlich gestaltet ist und tatsächlich die gewünschten Wertpapiere abbildet.

Physisch replizierende und synthetische ETF

Ein zentrales Kriterium für die Auswahl der passenden Indexfonds durch unser Investment-Team ist auch die Frage, wie der ETF konstruiert ist. Es gibt nämlich zwei Arten von ETF: physisch replizierende, die in ihrem Index enthaltene Wertpapiere tatsächlich kaufen und synthetische ETF, die den Index, den sie abbilden über Swap-Geschäfte kopieren. Hierbei verpflichtet sich eine Gegenpartei (meistens eine Bank), dem ETF die Wertentwicklung des nachgebildeten Index zu liefern. Der ETF muss die Wertpapiere also nicht kaufen und spart Kosten, was Anlegern zu Gute kommt. Allerdings sind die Swap-Strategien für Privatanleger oft schwer nachzuvollziehen. Zudem besteht das Risiko eines Ausfalls der Gegenpartei.

Physisch replizierende ETF gleichen ihre leicht höheren Kosten oft aus, indem sie Wertpapiere verleihen und dafür Sicherheiten sowie eine Leihgebühr erhalten. Auch hier besteht ein Risiko: Fällt der Leihpartner aus, kann er möglicherweise die geliehenen Wertpapiere nicht zurückgeben. In diesem Fall muss der Fonds die als Sicherheit erhaltenen Wertpapiere verkaufen, weil sie nicht zu seiner Anlagestrategie passen. Dabei können dem Fonds Verluste entstehen. Bislang hat es allerdings weder bei physischen noch synthetischen Indexfonds größere Ausfälle gegeben.

Kosten unterscheiden sich teilweise deutlich

Dennoch geht unser Investment-Team auf Nummer sicher und wählt bevorzugt physisch replizierende ETF aus, die keine Wertpapierleihe betreiben. Nur in Ausnahmefällen, wenn es zum Beispiel keinen gleichwertigen physisch replizierenden ETF auf dem Markt gibt, kommen bei LIQID synthetische ETF zum Einsatz.

Daneben gilt es bei der Auswahl von ETF weitere Faktoren zu beachten. Hierzu zählen das Fondsvolumen, die Liquidität und die Handelsspanne sowie die rechtliche Struktur und das Fondsdomizil. Das Fondsdomizil kann zum Beispiel Auswirkungen auf die Höhe der Quellensteuern haben. Auch die Kosten spielen bei der ETF-Selektion für uns eine wichtige Rolle. Zwar sind die bei ETF entstehenden Kosten ohnehin in der Regel sehr gering, doch gibt es eben auch größere Unterschiede unter den Anbietern: Unser Investment-Team vergleicht hier sorgfältig und wählt bei gleicher Leistung und Qualität in aller Regel die günstigere Variante.

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