Sie haben beim Geld den Dreh heraus. Den sechs Investoren, die wir Ihnen hier vorstellen, gelingt es seit Jahrzehnten, ihr eigenes oder das ihnen anvertraute Vermögen rasant zu vermehren. Was ist ihr Erfolgsgeheimnis? Im fünften Teil stellen wir Ihnen David Swensen vor. Lassen Sie sich überraschen, wer noch folgt.

David Swensen – Der Akademiker (geboren 1954)

David Swensen ist seit 1985 Investmentdirektor der altehrwürdigen Yale Universität. Sein Job ist es, das gesamte Stiftungsvermögen der Universität zu verwalten. Und das tut er mit herausragendem Erfolg: In den vergangenen 32 Jahren erzielte er eine durchschnittliche jährliche Kapitalrendite von rund 13 Prozent mit seinen Anlagen. Seit seinem Amtsantritt hat er das Vermögen der Universität um mehr als 16 Milliarden Dollar auf aktuell über 27 Milliarden Dollar vermehrt. Und das obwohl die Stiftung jedes Jahr erhebliche Beträge ausschüttet, um den Universitätsbetrieb zu finanzieren.

Swensens Investmentstrategie gelangte unter dem Namen Yale-Modell zu Berühmtheit. Sie ist eine Anwendung der Portfoliotheorie, die wiederum bestimmte Annahmen über das Verhalten von Investoren unterstellt und auf diese Weise Aussagen über deren Investitionsverhalten trifft.

Ein bedeutender Erfolgspfeiler in Swensens Anlagestrategie sind nicht traditionelle Anlagen wie Private Equity. Investiert man in diese Anlageklasse, erwirbt man Anteile an Unternehmen, die meist nicht an der Börse gelistet sind oder an börsennotierten Unternehmen, die komplett aufgekauft werden, um sie dann von der Börse zu nehmen. Die Investoren erwerben entweder direkte Beteiligungen an Unternehmen oder investieren über Fonds, die von Private-Equity-Gesellschaften gemanagt werden.

 Das Ziel der Private-Equity-Investoren ist es, den Unternehmenswert durch operative Verbesserungen oder höheres Wachstum zu steigern und sie im Anschluss mit Gewinn zu verkaufen. Doch Swensen setzt nicht nur auf Private Equity. Sein Credo lautet: maximale Diversifikation, um die Risiken zu minimieren und gleichzeitig Chancen zu nutzen. Dem Yale-Investmentreport zufolge investiert Swensen Teile des Vermögens der Universität in Absolute-Return-Strategien, die darauf ausgelegt sind, in jedem Marktumfeld ein positives Ergebnis zu liefern. Auch Anleihen und Immobilien, Risikokapital und natürliche Ressourcen wie Wald und Ackerland sind Teil des von Swensen gemanagten Yale-Portfolios. Doch bei all seinem Erfolg erhebt Swensen nicht den Anspruch, den Stein der Weisen gefunden zu haben: Einen Teil des Yale-Vermögens überlässt er jüngeren, noch nicht etablierten Asset-Managern, damit diese eigene Strategien erproben können.

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