Innovator des Jahres. Große Worte für ein noch junges Unternehmen wie LIQID. Eine umfangreiche Expertenbefragung von brand eins Wissen und Statista ergab eine Bestenliste von 496 Unternehmen. Wir wurden in der Kategorie Banken, Versicherungen, Finanzdienstleister & Auskunfteien prämiert. Doch warum haben wir diesen Award bekommen?

LIQID hat die traditionelle Vermögensverwaltung digitalisiert, um für besseren Service, niedrigere Kosten und eine höhere Transparenz zu sorgen. Problem gelöst könnte man meinen, aber damit geben wir uns nicht zufrieden. Bei LIQID ebnet die Digitalisierung den Weg für die eigentliche Innovation. [1]

Der Mensch wird täglich mit etwa 10.000 Werbebotschaften überflutet. Wen wundert's, dass Aufmerksamkeit eine der wichtigsten Ressourcen unserer Zeit geworden ist. Die Aufmerksamkeit potentieller Kunden ist Gold wert. 5,05 Millionen Euro kosten 30 Sekunden Werbezeit während des NFL Superbowls. Ein hoher Preis für die Aufmerksamkeit der Zuschauer.

Aufmerksamkeit ist teuer, weil sie knapp ist. In Zeiten von frei verfügbaren Informationen, Gutscheinen von Foodora, Superdeals bei Media Markt, uvm. – wer achtet da noch genau auf die Inhalte der Botschaften? Und dann genau auf DIE eine Botschaft? Es ist eine Kunst geworden, die Aufmerksamkeit des Menschen zu gewinnen. Und an diesem Kunstwerk arbeiten wir bei LIQID.
Denn auch unsere Aufmerksamkeit ist begrenzt: Fast 200 Millionen Euro verwaltetes Vermögen, 35 Mitarbeiter aus zwölf unterschiedlichen Ländern, etliche Kooperationspartner, Unternehmen und Anteilseigner, denen wir rechenschaftspflichtig sind und natürlich unsere Kunden wollen gut betreut werden.

Innovation plus Robo-advisor plus Investmentexpertise – die Gleichung scheint fast zu einfach. Die Lösung kann nur digital sein und muss im engeren Sinne etwas mit neuester Technik oder Algorithmen zu tun haben, richtig? Nein, da wo datengetriebene Automatisierung endet, fängt unsere Arbeit erst wirklich an. Sie bietet uns die Zeit, uns auf das Wesentliche zu fokussieren: Die Bedürfnisse der Menschen, unsere Kunden. Und ein Ohr haben wir für alles: die Freude über Zuwachs in der Familie bis hin zu Fragen über die Investment-Performance.

Die eigentliche Innovation bei LIQID ist also, dass wir gelernt haben, technischen Fortschritt für uns zu nutzen, um dem Wichtigsten Aufmerksamkeit zu schenken: den Menschen.

Wie sieht das bei LIQID in der Umsetzung aus?

Nichts ist individueller als Innovation, daher ist es unmöglich, diese Frage pauschal zu beantworten. Also habe ich beschlossen, in die einzelnen Abteilungen zu gehen, um meine Kollegen zu befragen.


Roland, IT

Roland. Ohne ihn geht es nicht.

Was haben wir getan, dass wir diesen Award verdient haben?
Wir haben uns getraut die Akteure der alten Welt (Finanzbranche), mit den Akteuren der neuen Welt (Startup, IT), in einen Raum zu werfen.

Wie implementiert man den Faktor Menschlichkeit in ein digitales Dienstleistungsunternehmen und welche Rolle spielt dabei die IT?
IT ist der Auslieferer des Produkts und muss mit anderen Abteilungen zusammenarbeiten, um den Kunden bestmöglich zu verstehen.
Wir können via Datenanalyse und gemeinsam mit Client Services zum Beispiel erfahren, welche Fragen Kunden am häufigsten stellen. Wenn wir sie optimal platzieren, können wir sie in unserem digitalen Onboarding abholen.

Gibt es eine Aufgabe, die du einem Roboter niemals anvertrauen würdest?
Auf meine Kinder aufpassen. Es gibt Dinge, die sollten immer von Mensch zu Mensch stattfinden.

Dein Ort der Inspiration? Wo bekommst du die Geistesblitze?
In Cafés in Berlin Mitte und Co-Working Spaces. Dort spürt man förmlich den Drang jedes Einzelnen, etwas Neues zu schaffen und wird direkt mitgerissen.


Karl, Operations

Nur wenn man es nicht versucht hat, ist man eigentlich erst richtig gescheitert.

Das Kerngeschäft von LIQID läuft flüssig. Das zu verantworten hat unter anderem Karl, einer der Dienstältesten neben dem CEO. Sein Lebenslauf könnte geradliniger nicht sein. Und Karl hat immer einen Plan. Macht alles richtig. Und selbst wenn er Fehler macht, macht er auch die richtig. Nur wer scheitert, kann auch gewinnen. Genau das, was man sich von einem erwartet, der das Operations Team leitet. Bei LIQID steuert Karl die Prozesse von der Registrierung des Kunden bis hin zur Überwachung des investierten Portfolios. Zur Zeit arbeitet sein Team an der Optimierung der Investment-Architektur.

Was sind für dich die idealen Voraussetzungen für Innovation?
Freude bei der Arbeit. Wer keinen Spaß hat, die Themen voranzutreiben, der wird auch wenig innovativ sein.
Freiheit. Dass man in dem wie man arbeitet, womit man arbeitet, wann man arbeitet auch gewisse Freiräume hat.
Das Umfeld. Es muss Innovation erlauben. Das ist in Unternehmen maßgeblich dadurch getrieben, dass es von oben herab nach unten gelebt wird.

Wie würdest du deine Herangehensweise an Innovation beschreiben?
Inspiration setzt voraus, dass man auch den Kopf frei hat. Bei mir ist das maßgeblich durch Sport getrieben und Geistesblitze gibt’s bei mir immer unter der Dusche. Ganz klassisch.

Was hältst du von TV-Shows wie Die Höhle der Löwen?
Für mich ist das eigentlich reine Unterhaltungsindustrie. Muss aber gestehen, ich schaue sie mir trotzdem relativ gerne an.
Was ich eben positiv daran finde, ist, dass es hilft den Gedanken zu fördern “Wir brauchen mehr Unternehmer im Land”, Menschen zu bewegen, die Dinge auch mit einem gewissen Risiko voranzubringen. Zu Scheitern und es neu zu machen. Nur wenn man es nicht versucht hat, ist man eigentlich erst richtig gescheitert.

Ich überlege
für
Jahre anzulegen.


Kim, Investment Product

Die Grundlage für Innovation ist für mich intellektuelle Bescheidenheit.

Jede seiner Antworten ist sehr, sehr gut überlegt. Daher hat das Interview mit Kim auch am längsten gedauert. Aber das ist auch ok so, denn dem Erfolg von Kims Arbeit liegt ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein zugrunde. In seiner Abteilung geht es um sehr detaillierte Analysen und Algorithmen. Da muss dann nicht nur jedes Wort stimmen, sondern viel wichtiger, die 20ste Stelle hinter dem Komma.

Wenn du dieses Jahr an nur einem Projekt arbeiten könntest, um das Unternehmen zu transformieren, was wäre das?
Quantitative Anlagestrategien. Ich glaube, dass die Investmentbranche noch viel zu lernen hat, wie man wissenschaftliche Erkenntnisse umsetzt. Eigentlich überhaupt nicht naheliegend, aber es läuft bei vielen Anbietern meist meinungsgetrieben und nicht wissenschaftlich fundiert.

Typische Annahme in der Fintechbranche, die längst überholt ist?
Die Branche – wie die gesamte Digitalbranche – berauscht sich wahnsinnig daran, innovativ zu sein. Die Digitalisierung eines bestehenden Angebots allein ist für mich aber keine Innovation. Die Grundlage für Innovation ist für mich intellektuelle Bescheidenheit. Zu akzeptieren, dass man sehr viel lernen kann. Je mehr man sich mit einer Sache beschäftigt, umso mehr merkt man, dass sich immer mehr Fragen ergeben. Diese Fragen fördern Innovationen. Diese Herangehensweise vermisse ich häufig bei etablierten Anbietern aus der Investmentwelt, da gibt es doch viele, deren Konzepte auf normativen Aussagen und nicht empirischen Konzepten beruhen. Sie orientieren sich eher an einer Story, die gut klingt.

Deine Lieblings-Innovation?
Die habe ich zu Weihnachten bekommen. (lacht) Ich weiß jetzt schon, dass ich ohne nicht mehr leben wollen würde. Ein Coravin System.


Sean, Brand & Communications

Erst wenn man alles begriffen hat, ist man in der Lage, es zu simplifizieren.

Halb-Amerikaner/Halb-Deutscher, Tattoos und verantwortlich für Brand und Kommunikation. Vor LIQID war Sean verantwortlich für die künstlerische Leitung des ehemaligen Berliner Nachtclubs Cookies, mit dem dazugehörigen Sterne-Restaurant “Cream” und arbeitet immer noch als DJ. Durch die Begegnung im Nachtleben mit verschiedensten Lebensentwürfen, bewahrt er sich eine unvoreingenommene Sicht auf die Vielfältigkeit der Menschen und der damit verbundenen Erwartungen an ihr Geld. “Diese Menschen sind geeint dadurch, dass sie etwas erleben wollen und im Fall von Geldanlage, dass wir ihr Leben, ihre Träume, ihre Hobbies, ihre Interessen ernst nehmen sollten. Und nicht davon abhängig machen sollten, wieviel Geld sie haben, sondern wie wertvoll ihr Traum ist."

Sein Motto:
Erst wenn man alles begriffen hat, ist man in der Lage, es zu simplifizieren und eine gemeinsame Sprache zu finden. Simplifizierung von Komplexität ermöglicht es uns dem potentiellen Kunden in seiner Welt zu begegnen und ihn nicht zu zwingen in unserer zu existieren. Aus dieser Sicherheit heraus kann erst ein positives Markenerlebnis geschaffen werden.

Challenge the established: Eine typische Annahme in der Fintechbranche, die längst überholt ist.
Dass Verbraucher digitalen Produkten nicht trauen.

Ist LIQID ein gutes Beispiel dafür?
Absolut. Was wir gut machen ist, was ja dem Thema digitale Vermögensverwaltung innewohnt, dass wir dem Menschen nicht etwas verkaufen oder zu etwas hinberaten wollen. Sondern, dass wir den Menschen die Möglichkeit geben sich – über unsere Website, über unser Online Magazin SUMMIT und andere Kommunikationsmittel – in der gewünschten Geschwindigkeit, mit dem gewünschten Schwierigkeitsgrad der Thematik zu nähern.

Ist das LIQIDs innovativer Ansatz?
Ja. Das Thema Vertrieb ist eine der großen Säulen, wo bei uns innovativ gearbeitet wird. Im Gegensatz zu einem klassischen Finanzdienstleistungsangebot, das meistens aus einer bestehenden Beziehung heraus entsteht.

Beispiel: In jungen Jahren hat man sein erstes Sparbuch aufgemacht mit den Eltern, man ist zur lokalen Sparkasse, man ist ein paar Jahre Kunde, irgendwann macht man sein erstes Girokonto auf, man bekommt erste Gehälter, die Bank fragt "interessierst du dich für einen Privatkredit, hast du schonmal über Altersvorsorge nachgedacht." Man baut systematisch den Kunden auf. Und da bieten wir ja wirklich nur einen Teilaspekt von Geldanlage an, da ist Vermögensverwaltung ein ganz spezieller Service, den wir anbieten. Und wir haben nicht die bestehende Kundenbeziehung als Vertriebskanal, deswegen müssen wir uns dem Menschen im Internet auf offener Flur nähern und von unserem Angebot überzeugen. Vor allem im Premiumsegment sind viele einen solchen Ansatz nicht gewohnt.

Das erste, woran man bei einem Fintech-Unternehmen denkt, ist Geld oder Technik aber sicherlich nicht Marke. Gibt es dort vielleicht den größten Spielraum für Innovation?
Man sollte sich an dem orientieren, was Menschen erwarten, nicht was Menschen wollen. Die meisten Menschen wollen ihr Geld vermehren und verwahren, aber das was sie erwarten ist auch Verständnis, Einfühlsamkeit, eine Art intellektuelle Gleichheit. Ich möchte nicht belehrt werden, es geht um mein Geld, das ich erwirtschaftet habe. Dieses Vertrauensverhältnis ist das, was die Marke ausmacht. Warum sollte ich dir mehr trauen als jemand anderem? Das kann man nicht nur mit Investment-Performance herstellen. Performance kommt und geht, aber eine vertrauensvolle Beziehung kann auch in schlechten Zeiten weiter existieren.
Diese Beziehung aufzubauen und zu pflegen ist Aufgabe der Marke. Was wir versuchen, ist diese Beziehung neu zu denken.

Sie vermögen mehr. Erklär mal.
Ein nettes Wortspiel. Die Leute kommen zu uns, weil sie mehr Vermögen wollen, und wir glauben, dass sie auch mehr vermögen können. Aber von der Investment-Performance weggedacht, LIQID will den deutschen Sparer dazu inspirieren, dass er mit seinem Geld mehr anfangen kann. Es ist eine optimistische Botschaft, die den Leuten Mut zuspricht.

Wenn LIQID eine Person wäre, welche Charaktereigenschaften hätte sie/er?
Ehrlich, intellektuell, mütterlich. Mütterlich, weil viele der klassischerweise Frauen zugeschriebenen Attribute der Vermögensverwaltung nachgesagt werden sollten: Fürsorge, Wärme und Vertrauen. Oft sagt man der Finanzbranche nach, dass sie, zumindest in ihrer kulturellen Entstehung, männlich ist. Aber eigentlich sehnen sich Menschen, die ihr Geld in geborgene Hände geben wollen, eher nach einer Mutter für das Geld als nach einem strengen Vater.


Sven, Business Development

Gespür für die Situation des Kunden, Ausstrahlung von Kompetenz und Autorität – das kann man nicht maschinell darstellen.

Wenn ich die Türe zu meinem Büro öffne, ist Sven da. Wenn ich gehe ist er immer noch da. Sven ist einfach immer da. Und in allem involviert.
Wenn er sich damals nicht verletzt hätte, wäre er jetzt Fußballprofi. Möllmeier würde auf seinem Trikot stehen. Für LIQID wäre das ziemlich schade, denn was unsere Kunden nicht wissen: Sven hat die Art von Humor, die in hektischen Zeiten Ruhe reinbringt und in ruhigeren Zeiten für Treibstoff sorgt.

Gibt es etwas, was du gerne von einem Roboter übernehmen lassen würdest?
Meetings, sie kosten Zeit und schaffen manchmal keinen Mehrwert.

…und welche Aufgaben niemals?
Meetings. Da kommt es nämlich dann doch auf die Interaktion mit den Menschen an. Das geht über Emotionen hinaus: Seien es Abstimmungen, ein Gespür für die Situation, Ausstrahlung von Kompetenz und Autorität, deine Wahrnehmung. Das kann man nicht maschinell darstellen.

Wenn Liqid eine Person wäre, welche Eigenschaften hätte sie/er?
Sie wäre auf jeden Fall sehr widerstandsfähig, das zeigt sich in einem Kernteam, das sich nicht unterkriegen lasst.
Sie wäre liebenswürdig, und wenn man sie kennenlernt, möchte man sie nicht mehr gehen lassen. Sie ist ne coole Socke.


Christian N., Client Services

Das innovative besteht darin, dass wir uns auf die Dienstleistung der Vermögensverwaltung fokussiert haben.

Christian ist ein ruhiger, überlegter Enddreißiger, der nicht wirkt, als müsste er irgendetwas beweisen. Ein freundlicher Mann, ein zurückgelehnter Macher, ein gelassener Menschentyp. Aber das braucht er auch für seine Arbeit im Client Services Team. Er ist als Kommunikator, Mediator und manchmal auch Kummeranlaufstelle mit verantwortlich für unser wichtigstes Asset, den Kunden.

Warum haben wir diesen Award bekommen?
Wir haben Vermögensverwaltung neu gedacht, den Prozess neu gestaltet und zwar so, dass nicht nur das Unternehmen einen Mehrwert daraus erzielt, sondern auch der Kunde. Das innovative besteht darin, dass wir uns auf die Dienstleistung der Vermögensverwaltung fokussiert haben.

Was ist unsere Antwort?
Das ist the magic touch. (zwinkert): Unser Selbstverständnis. Wir sind die einzigen, die einen persönlichen Ansprechpartner bei so etwas emotionalem wie der digitalen Vermögensverwaltung anbieten.
Die Leute haben immer einen Ansprechpartner, der sich Sorgen, Ängste, Nöte anhört und für jeden Austausch zur Verfügung steht. Wir suchen stets das Gleichgewicht aus optimaler Kundenbetreuung und Kosteneffizienz.

Was wäre ein perfektes Testimonial?
Genau die, die wir haben.

Welche Aufgabe würdest du niemals einem Roboter vertrauen?
Den Austausch zu Menschen, die Fragen haben zu unserer Dienstleistung. Wie es, zumindest aktuell, künstliche Wesen nicht beantworten können. Doch wer weiß, was die Zukunft bringt?


Jeanette, Marketing

Innovation ist nicht, wenn ich automatisiere. Innovation ist nicht, wenn ich den Menschen rausnehme. Innovation ist für uns, wenn ich den Menschen reinhole.

Sie hat Fernsehshows produziert und digitale Strategiekonzepte für Unternehmen wie Land Rover und Jaguar entworfen und implementiert. Zwischendrin besaß sie eine Modeboutique in New York. Direkt gegenüber von Anna Wintour, der amerikanischen Chefredakteurin der VOGUE. Social Media affin ist sie auch noch. Seit Anfang des Jahres gehört sie zum Team, und es scheint, als wäre es nie anders gewesen.

Innovation beginnt…
...da wo es weh tut.

Wie sieht eine Unternehmenskultur aus, wo neue Ideen entstehen können?
Immer neugierig bleiben. Das heißt, sich selbst immer im Status einer Beta Version halten.

Was hat LIQID getan, dass wir uns Innovator des Jahres nennen dürfen?
Innovation bei LIQID ist etwas, das wir in der Allgemeinheit als nicht-innovativ empfinden. Und zwar einen Schritt zurückzugehen und zu sagen: Innovation ist nicht, wenn ich automatisiere. Innovation ist nicht, wenn ich den Menschen rausnehme. Innovation ist für uns, wenn ich den Menschen reinhole.


Christian S., CEO

Wir haben gemeinsam viel Skepsis überwunden und den Zweiflern gezeigt, dass es doch geht.

Verrückte Ideen? Extreme Visionen? Ungewöhnliche Kombinationen? Das ist nicht das Problem. Meist ist es das Umfeld, in welchem diese Ziele ausgesprochen werden und umgesetzt werden sollen. Die Unternehmenskultur. Diese zu schaffen und zu ihr beizutragen, liegt in den Händen der Mitarbeiter. Aber diese auch zu benennen, zu dirigieren und den Kurs beizubehalten, ist Aufgabe von jemanden der die große Vision hat. Und einen ganz schön langen Atem. Das ist Christian Schneider-Sickert.

Was haben wir getan, dass wir diesen Award verdient haben?
Gemeinsam viel Skepsis überwunden und den Zweiflern gezeigt, dass es doch geht.

Was sind ideale Grundvorraussetzungen für Innovation?
Eine Gruppe von Menschen mit den verschiedensten Erfahrungen und Blickwinkeln in einem Raum, mit einem gemeinsamen Ziel.

Es ist 2028 und wir haben den Award gewonnen für das Unternehmen, für das es am besten ist zu arbeiten: Welche zwei Dinge haben wir getan?
Die unterschiedlichen Hintergründe und Fähigkeiten unseres Teams ausgenutzt – und jedem das Gefühl gegeben, dass er auf seine Weise am gemeinsamen Erfolg teil hat.

Kannst du eine Vorhersage über die Zukunft machen, was deiner Meinung nach niemals eintreffen wird?
Dass Menschen in ihren Finanzentscheidungen so rational agieren, wie es sich die Verhaltenswissenschaftler wünschen. Denn gerade beim Anlegen kommen viele unserer tiefsitzenden Hoffnungen und Ängste zum Tragen.

Mein Fazit?

Empathie und Kreativität retten unsere Jobs in der Zukunft. Unsere Hauptaufgabe sollte sein, sich auf das zu konzentrieren, was den Menschen ausmacht. Und da sind sich unsere Mitarbeiter einig: Wenn es um die Frage geht, welchen Job sie niemals von einem Roboter, trotz künstlicher Intelligenz, übernehmen lassen würden: den Kontakt zum Kunden.

Ich überlege
für
Jahre anzulegen.




  1. [1] Vertreter von bereits innovationsprämierten Unternehmen, der Statista-Expert Circle (Führungskräfte mit mehrjähriger Branchenexpertise) und wissenschaftliche Mitarbeiter vom Berliner Instituts für Innovation und Technik (iit) wurden gefragt, wer die Innovatoren der deutschen Wirtschaft sind. Ausgewählt wurden 424 Unternehmen, die sich durch ihre Dienstleistungen und Produkte, durch kluge Prozesse oder eine besondere Unternehmenskultur deutlich vom Wettbewerb abheben. Der journalistisch unabhängige Branchenreport wird getragen und finanziert von Statista und dem Wirtschaftsmagazin brand eins Wissen und dieser Report wird veröffentlicht in einer Special Edition des Magazins. (Um in den Fließtext zurückzukehren, drücken Sie bitte die Zahl.)



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