Sie möchten sich nicht mehr mit Mini-Zinsen abspeisen lassen und Ihr Geld endlich vernünftig anlegen? Trauen Sie sich! Viele Frauen haben bewiesen, dass sie es sogar besser können als Männer. Im Interview erklärt Asya Ejjeh, Teamleiterin Neukundenbetreuung bei LIQID, wie Frauen bei der Geldanlage vorgehen.

Legen Frauen anders an als Männer, Frau Ejjeh?

Ja, statistisch gibt es da tatsächlich signifikante Unterschiede. Frauen wählen bei der Geldanlage tendenziell weniger riskante Strategien als Männer. Zudem denken und handeln sie in der Regel langfristiger.

Warum ist das so?

Das hat mit ihrem Naturell zu tun: Frauen sind in allen Lebensbereichen sicherheitsorientierter, auch bei der Geldanlage. Zudem neigen Frauen nicht so stark wie Männer dazu, sich selbst zu überschätzen.

Macht sich dieses risikoscheuere Verhalten der Frauen negativ bei der Rendite bemerkbar, die sie erzielen?

Im Gegenteil. Im Schnitt sind Frauen bei der Geldanlage sogar erfolgreicher als Männer.

Wie passt das zusammen?

Eine höhere Risikobereitschaft ist bei der Geldanlage nicht automatisch gleichbedeutend mit höheren Erträgen. Frauen kaufen weniger Einzelaktien und legen ihr Geld breiter diversifiziert an. Riskante Wetten auf die Zukunft meiden sie, stattdessen bevorzugen sie Anlagen, die sich in der Vergangenheit bewährt haben. Um es plakativ zu sagen: Männer spekulieren – Frauen investieren. Damit sind Frauen auf lange Sicht erfolgreicher. Hinzu kommt, dass Frauen ihr Portfolio wesentlich seltener umschichten als Männer. Denn sie sind meist geduldiger und reagieren nicht auf jede Kursbewegung. Dadurch sparen sie erhebliche Transaktionskosten. Männer handeln dagegen häufig nach dem Motto: „Hin und her macht Taschen leer.“

Haben Frauen bei der Geldanlage von diesen grundsätzlichen Verhaltensmustern abgesehen bestimmte Vorlieben?

Ja, viel mehr Frauen als Männern sind nachhaltige, also ethische und ökologisch Kriterien bei der Geldanlage wichtig. Man kann also sagen: Sie investieren nicht nur erfolgreicher als Männer, sondern auch bewusster. Bei LIQID tragen wir diesem Bedürfnis Rechnung. Frauen (und Männer natürlich auch), können bei uns nach strengen nachhaltigen Grundsätzen investieren, ohne Abstriche bei der Rendite machen zu müssen.

Ich überlege
für
Jahre anzulegen.

Gibt es noch weitere Unterschiede, die Ihnen im täglichen Gespräch mit Kundinnen und Interessentinnen auffallen?

Frauen scheuen sich nicht zuzugeben, wenn sie nichts oder nicht viel von Geldanlage verstehen. Das führt dazu, dass sie insgesamt noch präziser nachfragen. Sie wollen genau verstehen, wie wir vorgehen und wie unsere Anlagestrategien funktionieren. Haben sie sich aber einmal entschieden und einen Anlagestil sowie eine bestimmte Risikoklasse gewählt, bleiben sie in aller Regel dabei. Und das ist auch vernünftig. Denn eines der wichtigsten Erfolgsprinzipien bei der Geldanlage ist Kontinuität.

Schade eigentlich, dass Frauen unter den Anlegern nur eine Minderheit sind, da sie es ja so gut können.

Das stimmt. Viele Frauen trauen sich einfach nicht an die Kapitalmärkte und lassen ihr Geld deshalb auf dem Sparbuch oder als Festgeld liegen, wofür sie praktisch keine Zinsen bekommen. Das ist ein Jammer. Dabei müssen sich Frauen gar nicht mit den Kapitalmärkten beschäftigen, um erfolgreich zu investieren. Ab einer Anlagesumme von 100.000 Euro können sie sich zum Beispiel an uns wenden. Dann nehmen wir ihnen diese Arbeit ab. Bei LIQID profitieren sie zudem von der Expertise unseres Partners HQ Trust, der Vermögensverwaltung der Familie Harald Quandt, die normalerweise nur Hochvermögenden zugänglich ist.

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