Mit privatem Beteiligungskapital binden sich Anleger für mehrere Jahre und sind damit nicht so flexibel wie am Aktienmarkt. Doch dieser vermeintliche Nachteil kann sich als echter Vorteil erweisen.

Das Interesse an unserem zweiten Private-Equity-Fonds, dem LIQID Private Equity Vintage II (LPEV II) ist groß. Besonders überzeugend ist, neben der breiten Streuung in exzellente Zielfonds und den außerordentlich günstigen Konditionen, der im Vergleich zum Vorgängerfonds LPEV I um 50.000 Euro auf 200.000 Euro reduzierte Mindestanlagebetrag. Und natürlich gefällt den Anlegern die Aussicht auf eine attraktive Wertsteigerung ihres Kapitals: So gehen wir bei LIQID davon aus, dass die Renditen von Private Equity wie schon in der Vergangenheit auch in Zukunft deutlich über denen von Aktien liegen werden.

Selbstverständlich gibt es dafür keine Garantie. Kommt es in den nächsten Jahren zum Beispiel zu Korrekturen an den Aktienmärkten, wird auch die Anlageklasse Private Equity davon nicht verschont bleiben. Auch kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Manager der Zielfonds, trotz der sorgfältigen Auswahl durch LIQID, Fehler machen, die sich negativ auf die Wertentwicklung auswirken. Doch angesichts der breiten Streuung, die wir vornehmen, reduzieren wir diese Risiken im Vergleich zu einem Einzelinvestment erheblich.

Anleger müssen Geduld mitbringen

Eines aber lässt trotz der überzeugenden Argumente für den LPEV II manchen Anleger mit dem Einstieg zögern: Bei Private Equity (auch privates Beteiligungskapital genannt) ist das Kapital der Anleger nämlich für viele Jahre gebunden.Um hohe Wertsteigerungen erzielen zu können, brauchen Private-Equity-Fonds Zeit Das investierte Kapital kann also nicht, wie Aktien, jeden Tag wieder veräußert werden. Der Grund: Um hohe Wertsteigerungen erzielen zu können, brauchen Private-Equity-Fonds Zeit. Private-Equity-Fonds gehen Mehrheitsbeteiligungen an zahlreichen Unternehmen ein; sie entwickeln die Unternehmen über mehrere Jahre weiter, um diese im Anschluss möglichst gewinnbringend veräußern zu können.

Die lange Bindungsfrist des Kapitals scheint aus Anlegersicht ein Nachteil von Private Equity zu sein. Doch ist sie das wirklich? Fakt ist: Viele Anleger, die ein Aktiendepot besitzen, schichten dieses häufig um, mit dem Ergebnis, dass sie am Ende meist schlechter abschneiden als der Marktdurchschnitt. Denn die vielen Umschichtungen verursachen hohe Gebühren – getreu der Börsenweisheit „hin und her macht Taschen leer”. Auch kommt es immer wieder vor, dass Anleger in bestimmten Marktphasen ganz aussteigen, weil sie damit rechnen, dass die Kurse fallen.

Doch solche Spekulationen gehen meistens nicht auf. Rückschläge gibt es an der Börse zwar immer wieder, doch wann sie genau eintreffen, lässt sich seriös nicht prognostizieren. Ein Anleger, der sich, zu welchem Zeitpunkt auch immer, vom Aktienmarkt verabschiedet, läuft immer auch Gefahr, dass es anders kommt als von ihm erwartet und dass ihm die Kurse davonlaufen. Deshalb passiert es immer wieder, dass Anleger, die verkauft haben, später reumütig an den Markt zurückkehren und die Papiere, die sie zuvor aus Angst abgestoßen haben, zu einem höheren Preis zurückkaufen.


Mindererträge nach Ausstieg aus dem Aktienmarkt ggü. investiert bleiben (nach Verlustschwellen)

Quelle: HQ Trust Berechnungen (2017)

Was zeigt dieser Chart? Anleger, die schon nach geringen Verlusten verkaufen und sich dann jeweils eine Weile vom Markt verabschieden, erzielen auf Dauer deutlich geringere Renditen als Anleger, die erst nach höheren Verlusten verkaufen und dann dem Markt eine Weile lang fernbleiben. Hinzu kommt: Je länger die Dauer des Ausstiegs, desto negativer ist die Auswirkung auf die Gesamtrendite.

Dies sind nur einige der vielen psychologischen Fallen, denen Anleger täglich am Aktienmarkt ausgesetzt sind und die ihre Rendite zu schmälern drohen. Mit Private Equity überlisten Anleger geschickt ihre Psyche. Mit Private Equity überlisten Anleger geschickt ihre Psyche Denn durch die lange Bindungsdauer können sie gar nicht erst in Versuchung geraten, ihr Kapital umzuschichten oder zu verkaufen. Bei Private Equity bleiben Anleger vom ersten bis zum letzten Tag engagiert und können daher am Laufzeitende die vollen Früchte ihres finanziellen Engagements ernten.

Private Equity hat also eine gewisse disziplinierende Wirkung auf Anleger: Sie können auch in schwierigen Zeiten geduldig und gelassen bleiben – mit der Aussicht, dafür am Ende mit attraktiven Renditen belohnt zu werden. Die lange Laufzeit von Private Equity, ein vermeintlicher Nachteil im Vergleich zu Aktien, erweist sich daher am Ende in der Regel als Vorteil.

Ich überlege
für
Jahre anzulegen.

Natürlich gilt es trotzdem, den eigenen Liquiditätsbedarf korrekt einzuschätzen und nur Kapital, auf das wirklich langfristig verzichtet werden kann, in Private Equity zu investieren. Das LIQID-Private-Equity-Vintage-Programm richtet sich ausschließlich an semiprofessionelle und professionelle Anleger (ab 200.000 Euro).

Mehr Informationen dazu finden Sie hier.





Hinweis – Die Vermögensanlage an den Kapitalmärkten ist mit Risiken verbunden und kann im Extremfall zum Verlust des gesamten eingesetzten Kapitals führen. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Indikator für die Wertentwicklung in der Zukunft. Auch Prognosen haben keine verlässliche Aussagekraft für künftige Wertentwicklungen. Wir erbringen keine Anlage-, Rechts- und/oder Steuerberatung. Alle Inhalte auf unserer Webseite und im LIQID-Magazin dienen lediglich der Information.