Negativzinsen

Renditestark anlegen statt Strafzinsen zahlen

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LIQID Investments GmbH

Immer mehr Banken verlangen mittlerweile auch von Privatkunden Strafzinsen. Diese Gebühr können sich Anleger allerdings sparen – wenn sie die richtige Konsequenz daraus ziehen.

Das Artensterben ist in aller Munde. Eine andere Gattung, die es seit über 4.000 Jahren auf der Welt gibt, scheint ebenfalls akut vom Aussterben bedroht zu sein: der Zins. Schon lange bekommen Sparer praktisch keine Zinsen mehr auf ihre Einlagen. Jetzt müssen sie nicht mehr nur auf Zinsen verzichten, immer häufiger müssen sie sogar Strafzinsen bezahlen (auch Negativzinsen genannt). Laut dem Vergleichsportal biallo.de kassieren aktuell bereits mehr als 150 Banken und Sparkassen Strafzinsen von ihren Kunden. (Stand: 19.11.2019). Anfangs waren in der Regel nur Firmenkunden betroffen. Doch mittlerweile erheben immer mehr Banken auch von Privatkunden Strafzinsen.

Einige Banken langen schon ab dem ersten Euro hin

Offiziell wird diese Strafgebühr von einigen Instituten verharmlosend als „Verwahrentgelt für hohe Einlagen von Privatkunden“ bezeichnet. Meist wird die Gebühr für Einlagen über 100.000 Euro erhoben. Es gibt jedoch auch Banken, die bereits ab dem ersten Euro Strafzinsen berechnen. Die Volksbank Raiffeisenbank Fürstenfeldbruck zum Beispiel berechnet 0,5 Prozent ab dem ersten Euro auf Tagesgeld und ab 20.000 Euro auf dem Girokonto. Ebenfalls 0,5 Prozent nimmt die Kreissparkasse Stendal ab dem ersten Euro auf dem Tagesgeldkonto. Den gleichen Zinssatz verlangt die Onlinebank Flatex für Guthaben ab einem Euro auf dem sogenannten Cashkonto. Und die Volksbank Magdeburg nimmt seit Anfang November 2019 Negativzinsen für Einlagen auf Tagesgeldkonten ab 75.000 Euro.

Ich überlege
für
Jahre anzulegen.

Doch nicht nur diese eher kleineren Institute, auch große Banken mit Millionen Kunden scheuen nicht mehr davor zurück, Strafzinsen von Privatkunden zu erheben. Die Commerzbank zum Beispiel nennt zwar keine bestimmte Summe, ab welcher ein Strafzins fällig wird, die Ansage ist aber auch so ziemlich deutlich: Bislang, so Finanzchef Stephan Engels habe die Commerzbank so gut wie keinem Privatkunden Strafzinsen in Rechnung gestellt. Doch nun beginne man, Maßnahmen umzusetzen. „Das Potenzial ist sehr groß“, sagt Engels. „Wir fangen mit Kunden mit hohen Einlagen an.“ Die Aussage lässt einiges an Interpretationsspielraum offen. Bei den Strafzinsen für Firmenkunden ist die Commerzbank ohnehin schon führend: Laut Handelsblatt verlangt sie von manchen Mittelständlern bereits ab dem ersten Euro Strafzinsen.

Reaktion auf die Politik der EZB

Die Banken verlangen die Strafzinsen nicht aus Gier, sondern handeln aus der Not heraus. Sie reagieren damit auf die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Seit September 2019 fordert sie 0,5 Prozent Strafzinsen von Geschäftsbanken, die Geld bei ihr parken. Und diese Gebühren müssen die Banken irgendwie an ihre Kunden weitergeben – wollen sie nicht draufzahlen.
Sparer sollten deshalb aber nicht Trübsal blasen, sondern die richtigen Schlüsse aus der Situation ziehen. Und die können nur lauten: Das Geld sinnvoller anlegen – und zwar am Kapitalmarkt. Denn mit Aktien, Aktienfonds und bestimmten Anleihen sind auch heute noch attraktive Renditen möglich. Spezielle Kenntnisse sind dafür nicht erforderlich. Denn heute gibt es digitale Vermögensverwalter, die den Anlegern die Arbeit abnehmen. Der Anbieter LIQID zum Beispiel investiert das Geld seiner Kunden immer entsprechend ihrer individuellen Risikotragfähigkeit. Diese kann jeder Interessent bequem im Internet innerhalb von wenigen Minuten über einen unverbindlichen und kostenlosen Anlegertest ermitteln.

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