Dennis Malamatinas, Multi-Aufsichtsrat

Dennis Malamatinas verfügt über eine langjährige Erfahrung als Top-Manager (unter anderem war er CEO von Burger King) und sitzt heute in den Aufsichtsräten von mehreren Private-Equity-Gesellschaften.

Nach der Übernahme des Lebensmittelhändlers Classic Fine Foods durch einen Private-Equity-Investor wurde er dort als Aufsichtsrat eingesetzt und sorgte gemeinsam mit dem Management für eine kräftige Steigerung des Unternehmenswerts.

Im Gespräch mit LIQID erklärt Malamatinas, wie es Private-Equity-Investoren mit neuen Strategien und Leistungsanreizen gelingt, die erworbenen Unternehmen besser zu machen.

Wenn Private-Equity-Investoren in Unternehmen einsteigen, was machen sie dann besser?

Zu allererst müssen Private-Equity-Investoren sicherstellen, dass bei Unternehmen, die sie kaufen, die Strategie stimmt. Entscheidend für den Erfolg ist immer auch ein kompetentes und adäquates Management-Team. Unternehmerisch denkende Menschen, die einen klaren Plan haben und die an nachvollziehbaren Leistungskriterien gemessen werden.


Entscheidend für den Erfolg ist ein kompetentes und adäquates Management-Team.


Das heißt konkret?

Lassen Sie es mich anhand eines konkreten Beispiels erläutern: Die schwedische Investmentgesellschaft EQT hat vor einigen Jahren den Lebensmittelhändler Classic Fine Foods mit Sitz in Singapur gekauft. Das Unternehmen war immerhin in zwölf Ländern aktiv.

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Und warum stand Classic Fine Foods (CFF) überhaupt zum Verkauf?

Das Unternehmen gehörte damals einer wohlhabenden britischen Familie, die beschlossen hatte, sich von dem Unternehmen zu trennen. Es war eine perfekte Einstiegsgelegenheit für eine Private-Equity-Gesellschaft. Sehr oft verkaufen die Eigentümer, weil sie sich neuen Aktivitäten widmen wollen, weil sie keine Erben haben oder weil die Nachfolgergeneration zerstritten ist.


Wie haben Sie Classic Fine Foods besser gemacht?

Als wir eingestiegen sind, war das Unternehmen in zwölf unterschiedliche Einheiten zerfasert. Es gab keinen klaren und konsistenten strategischen Ansatz. Die Ziele und Leistungskriterien waren nicht genau definiert. Auch gab es keinen funktionierenden Prozess, um die Kommunikation und den Erfahrungsaustausch zwischen den unterschiedlichen Geschäftsfeldern sicherzustellen. Das war alles sehr ineffizient.



Gute Private Equity Investoren schaffen es fast immer, nachhaltige und nennenswerte Wertsteigerungen in ihren Portfoliounternehmen zu erzielen.

Was haben Sie geändert?

Wir haben einen neuen Vorstandschef und einen neuen Finanzchef eingestellt, und haben vor allem eine klare Strategie formuliert, die genau beinhaltete, welche Ergebnisse das Führungsteam zu erreichen hatte. Zusätzlich wurden Prozesse etabliert, um seine Leistungsbereitschaft sicherzustellen.


Das war eine ordentliche Baustelle. Wie haben Sie die Fäden gezogen?

Ich selbst bin in den Aufsichtsrat gegangen und habe als Investor eigenes Geld investiert.


Sie sind also selbst ins Risiko gegangen?

Es hat bestens funktioniert. Das Team hat seine Aufgaben hervorragend umgesetzt und wir konnten CFF nach vier Jahren mit ordentlichem Gewinn wieder verkaufen.


Klappt das immer so gut?

Gute Private Equity Investoren schaffen es fast immer, nachhaltige und nennenswerte Wertsteigerungen in ihren Portfoliounternehmen zu erzielen. Der Schlüssel sind eine klare Strategie und die richtigen Leistungsanreize. Dadurch entsteht ein hochmotiviertes Team.

Zum fünften Interview: der Unternehmer

Jürgen Dlugi, Geschäftsführender Gesellschafter von LIFTKET, erzählt wie Private Equity seinem Unternehmen zum Erfolg verhalf.

Aber solche Erfolge werden auf dem Rücken der Belegschaft erzielt.

Natürlich müssen wir Änderungen im Management und auch in der Belegschaft vornehmen, wenn es notwendig ist. Nur so kann man auch sicherstellen, dass ein Unternehmen auf Dauer gesund bleibt und Arbeitsplätze auf lange Sicht erhalten bleiben. En passant erfahren die Leistungsträger endlich die Wertschätzung, die sie verdienen – etwa in Form einer attraktiveren Vergütung.


Trotzdem wird Private-Equity-Investoren häufig mit Skepsis begegnet.

Die schwachen Performer machen sich zu Recht Sorgen. Private-Equity-Investoren sind sehr anspruchsvoll und erwarten immer Höchstleistungen.



Die Manager müssen auch eigenes Geld in nicht unbeträchtlicher Höhe investieren. Das stellt sicher, dass sie hoch motiviert an ihre Aufgabe herangehen.

Wechseln Sie grundsätzlich das Management aus, wenn Sie ein Unternehmen erwerben?

Nicht unbedingt. Wenn die Führungsmannschaft stark ist, gibt es keinen Grund, Änderungen vorzunehmen. In vielen Fällen sind Umgestaltungen aber unausweichlich. Denn wir müssen sicherstellen, dass das Team die neue Strategie verinnerlicht.


Was ist noch wichtig?

Die Manager müssen auch eigenes Geld in nicht unbeträchtlicher Höhe investieren. Auch das stellt sicher, dass sie hoch motiviert an ihre Aufgabe herangehen und alles dafür tun, den Unternehmenswert zu steigern. Bei Classic Fine Foods hat das übrigens wunderbar funktioniert: 80 Prozent der Führungskräfte sind geblieben. Auch das gehört zur Erfolgsgeschichte.


Das Gespräch führte Sebastian Wolff.

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