Dr. Florian Heinemann, Project A

Florian Heinemann ist Founding Partner beim Berliner Frühphasen-Investor Project A. Zuvor war er als Geschäftsführer bei Rocket Internet maßgeblich am Aufbau von Zalando und eDarling beteiligt.

Bevor er zu Rocket kam, gründete Heinemann das Unternehmen AbeBooks, das er 2002 an Amazon verkaufte. Er ist als Investor und Business Angel an fast 100 Startups beteiligt.

Im Gespräch mit LIQID erklärt Dr. Heinemann, warum für ihn Private Equity ein Muss im persönlichen Portfolio ist.

Herr Dr. Heinemann, warum investieren Sie in Private Equity?

Aufgrund der niedrigen Zinsen kommt man heute gar nicht drum herum, nach anderen Anlageformen zu suchen. Aktien sind da eine gute Möglichkeit. Ich setze daher vor allem auf Aktien und Aktienfonds. Einen Teil meines Kapitals habe ich aber in Private Equity investiert. Ich sehe das als ideales Mittel zur zusätzlichen Diversifikation meines Vermögens.


Welche Vorteile bietet Private Equity im Vergleich zu Aktien?

In erster Linie sind es die höheren Renditechancen. Mit Aktien können Sie auf lange Sicht sechs bis acht Prozent Rendite pro Jahr vor Steuern erwirtschaften, mit Private Equity deutlich mehr. Denn Private-Equity-Fonds haben ganz andere Möglichkeiten als Aktienfonds, Mehrwert in den Firmen zu generieren, in denen sie investiert sind. Mit ihrer Expertise können sie das Wachstum in den Unternehmen ankurbeln und neue Ertragspotenziale heben. Hinzu kommt ein Hebeleffekt, den die Fonds durch den Einsatz von Fremdkapital erzielen. Anleger, die in exzellenten Private-Equity-Fonds investiert sind, können sehr gutes Geld verdienen. Die Preise sind noch immer niedrig. Die Gelegenheit für den Einstieg ist nach wie vor günstig.

Private-Equity-Fonds haben ganz andere Möglichkeiten, Mehrwert zu generieren.

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Hat Private Equity auch Nachteile im Vergleich zu Aktien?

Die Gebühren sind bei Private Equity zweifellos höher. Aber das fällt angesichts der deutlich besseren Renditen kaum ins Gewicht. Und natürlich ist das Kapital bei Private Equity für mehrere Jahre gebunden. Das sehe ich aber als Vorteil und nicht als Nachteil: Das Geld wird dem Konsum für eine gewisse Zeit entzogen. Dadurch hat Private Equity einen disziplinierenden Effekt. Das ist ähnlich wie bei Immobilien: Wer ein Haus kauft, muss zwangsläufig seinen Konsum einschränken, um die Raten zu bezahlen. Bei Private Equity kommen Anleger gar nicht erst in Versuchung, zwischenzeitlich auszusteigen, so wie es viele leider am Aktienmarkt tun und sich damit ihre langfristige Performance verhageln.


Warum fristet Private Equity in Deutschland, anders als in den USA, trotz der unbestreitbaren Vorzüge nach wie vor ein Nischendasein?

Es hat sicherlich mit der übertriebenen Scheu der Deutschen vor Risiken zu tun. Schon die Aktienquoten sind in Deutschland viel zu gering. Und das setzt sich bei Private Equity fort. Dabei ist das gefühlte Risiko bei Private Equity viel höher als das tatsächliche. Aus meiner Sicht sollte jedes mittelgroße Vermögen ab einer Million Euro eine Private-Equity-Komponente haben. Fakt ist aber, dass hierzulande sogar viele große Vermögen von 20 bis 30 Millionen Euro ganz auf Private Equity verzichten. Das halte ich für einen großen handwerklichen Fehler.

Jedes mittelgroße Vermögen sollte eine Private-Equity-Komponente haben.


Warum ist Private Equity gerade auch für Unternehmer eine spannende Anlageklasse?

Weil es eine sehr unternehmerische Form zu investieren ist. Es kommt dem Führen eines eigenen Unternehmens schon sehr nahe, auch wenn man nicht selbst aktiv ins Geschehen eingreift.

Zum nächsten Interview: der Private-Equity-Manager

Wie geht Jörg Rockenhäuser, DACH-Chef von Permira, einem der renommiertesten Private-Equity-Managern weltweit, bei der Auswahl seiner Portfolio-Unternehmen vor?

Gibt Ihnen Private Equity neben den attraktiven Renditechancen auch das Gefühl, etwas Positives zu bewirken, indem Sie anderen Unternehmen damit zu mehr Wachstum verhelfen?

Ja, durchaus. Früher waren Private-Equity-Fonds vor allem dafür bekannt, Kosten zu optimieren. Doch ihre Rolle hat sich stark gewandelt. Private Equity fördert heute den wirtschaftlichen Wandel und ist gerade im Bereich digitale Transformation sehr aktiv. Die meisten Fonds befördern heute zudem das Wachstum der Unternehmen, in die sie investieren. Und das ist eine Entwicklung, die ich mit meinem Investment sehr gerne unterstütze.


Was halten Sie vom Private-Equity-Programm von LIQID?

Ich kenne keinen anderen Anbieter, der Anleger schon für weniger als eine Million Euro einen Zugang zu solch erstklassigen Private-Equity-Fonds bietet wie LIQID. Es ist ja nicht so, dass diese Zielfonds um Kunden buhlen müssten. Vielmehr sind sie so begehrt, dass sie sich ihre Investoren aussuchen können. Hier zahlt sich die Partnerschaft von LIQID mit HQ Trust, dem Family Office der Familie Harald Quandt für die Kunden voll aus. Denn HQ Trust investiert schon seit Jahrzehnten in Private Equity und verfügt deshalb über die besten Kontakte. Sie zählen zu den ganz wenigen in Deutschland, die das können. Trotz dieses qualitativ hochwertigen Angebots sind die Gebühren für das Private-Equity-Programm von LIQID im Vergleich zu anderen Anbietern moderat.


Das Gespräch führte Sebastian Wolff.

Das Interview mit Dr. Florian Heinemann in voller Länge.



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Rechtlicher Hinweis: Diese Mitteilung ist keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten. Die Vermögensanlage an den Kapitalmärkten ist mit Risiken verbunden und kann zu Verlusten auf das eingesetzte Kapital führen. LIQID erbringt keine Anlage-, Rechts- und/oder Steuerberatung. Private Equity ist eine illiquide Anlageklasse, die ausschließlich für semi-professionelle und professionelle Anleger geeignet ist.


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