Geldanlage

Investieren Sie nur in Produkte, die Sie verstehen !

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LIQID Investments GmbH

Was passieren kann, wenn gierige Banker in Finanzprodukte investieren, die sie selbst nicht durchschauen, hat die Finanzkrise gezeigt. Deutsche Landesbanken, die ein größeres Rad drehen wollten, mischten in Geschäften mit komplexen kreditbesicherten Wertpapieren mit, die sie nicht verstanden – und verloren Milliarden Euro, für die schließlich die Steuerzahler geradestehen mussten.

Wenn Sie sich Produkte aufschwatzen lassen, bei denen sich im Nachhinein herausstellt, dass sie mit Risiken behaftet sind, von denen Sie nichts wussten, hilft Ihnen niemand. Ihr Geld ist erst einmal weg. Vielleicht können Sie sich auf dem Klageweg etwas zurückholen. Doch juristische Auseinandersetzungen sind teuer, langwierig und nervenaufreibend und ihr Ausgang ungewiss. Schlimmstenfalls bekommt die Bank Recht und Sie müssen zusätzlich zu Ihrem Verlust noch Anwalts- und Prozesskosten bezahlen.

Um sich vor solchem Ungemach zu schützen, sollten Anleger grundsätzlich nicht in Finanzprodukte investieren, die sie nicht verstehen. Auch (oder gerade) dann nicht, wenn das Geschäft sicher und lukrativ erscheint. An den Finanzmärkten gibt es nichts geschenkt. Hohe Renditen sind immer mit entsprechenden Risiken verbunden.

Mangelhafte Bankberatung

Auf die Beratung von Banken können Sie sich keinesfalls verlassen. Untersuchungen belegen, dass die Kreditinstitute nicht unbedingt im Interesse ihrer Kunden handeln und Verbraucherschutzgesetze bisweilen mit Füßen treten.

Eine Ursache für die häufig mangelhafte Anlageberatung von Banken sehen Experten in deren Vergütungssystem. Vordergründig bieten Es liegt auf der Hand, dass es im Interesse des Beraters ist, möglichst die Produkte zu verkaufen, mit denen die Bank die höchsten Provisionen erzielt. die Geldinstitute ihre Beratung gratis an. Doch wenn ein Kunde ein Produkt erwirbt, erhält die Bank eine Abschlussprovision. Später kommen dann noch sogenannte Bestandsprovisionen hinzu, solange der Kunde das Produkt in seinem Depot behält. Es liegt auf der Hand, dass es im Interesse des Beraters ist, möglichst die Produkte zu verkaufen, mit denen die Bank die höchsten Provisionen erzielt.

Auch ist die Versuchung groß, hauseigene Fonds und Zertifikate zu empfehlen. Von ihren Vorgesetzten bekommen viele Berater Vorgaben, wie viele und welche Produkte sie in einer bestimmten Zeit verkaufen müssen. Unter solchen Bedingungen ist es nicht verwunderlich, dass sich in vielen Depots von Privatanlegern Produkte finden, die nicht zu ihren Anlagezielen passen und/oder von schlechter Qualität sind. Machen Sie sich stets bewusst: Bankberatung ist nicht unabhängig – es sei denn es handelt sich um eine Honorarberatung, für die Sie Geld bezahlen müssen.

Verbesserte Produktinformationen – Fehlanzeige

Anbieter und Vermittler von Finanzprodukten sind gesetzlich verpflichtet, ihre Kunden mit sogenannten Produktinformationsblättern aufzuklären. Sie sollen kurz und prägnant über Funktionsweise, Chancen, Risiken und Kosten von Finanzanlagen informieren. Es gibt sie beispielsweise zu Aktien, Anleihen und Zertifikaten, zu Pfandbriefen und Bundeswertpapieren. Für Investmentfonds heißt das Produktinformationsblatt „Key Investor Document“ (KID) beziehungsweise „Wesentliche Anlegerinformation“. Es enthält europaweit einheitliche Informationsstandards zu jedem Fonds.

Mit der Einführung der Produktinformationen wollte der Gesetzgeber Anleger dabei unterstützen, Finanzprodukte besser Verschiedene Untersuchungen und Stichproben zeigen, dass die Informationsblätter ihrem Anspruch nicht gerecht werden. verstehen und beurteilen zu können. Doch wie so häufig hapert es bei der Umsetzung. Verschiedene Untersuchungen und Stichproben zeigen, dass die Informationsblätter ihrem Anspruch nicht gerecht werden. Beispielsweise kritisierte die Finanzaufsicht Bafin ungenaue Beschreibungen von Kosten und Risiken. Zudem sind die Informationsblätter häufig wenig aussagekräftig und in der schwer verständlichen Sprache von Juristen verfasst. Sie enthalten Fachbegriffe und Beschreibungen, die Privatanleger nicht verstehen. Besonders ärgerlich ist: Bereits vor der gesetzlichen Pflicht boten viele Anbieter Informationsblätter an. Sie waren zwar auch schwer verständlich. Aber wegen ihrer Ausführlichkeit nicht selten aussagekräftiger als heute.

Bisweilen gleicht es einer Herkules-Aufgabe, vernünftige Informationen über ein Finanzprodukt zu bekommen. Die Anbieter wollen nur werben und verkaufen. Sie haben kein Interesse, sachlich und vollständig zu informieren. Das kostet nur Geld und ist nicht unbedingt absatzfördernd. Und jede klare Aussage zu einem Produkt birgt die Gefahr, später dafür haftbar gemacht zu werden. Deswegen verfolgen die Produktanbieter und Banken offenkundig die Strategie: Je mehrdeutiger und unklarer die Erklärungen, desto besser. Bevor Sie sich von solchen Spielchen in die Verzweiflung treiben lassen, sehen Sie sich nach alternativen Produkten und Anbietern um. Auswahl gibt es genug.

Informieren sie sich selbst

Fazit: Vertrauen Sie nie blind einem Bankberater. Wenn Sie auf der sicheren Seite sein wollen, kommen Sie nicht umhin, sich selbst ein Bild von den Anlagen zu machen, die sie kaufen. Stecken Sie Ihr Geld nur in Produkte, die Sie verstehen. Mit dieser Maxime befinden Sie sich in guter Gesellschaft: So macht es auch Warren Buffett, einer der erfolgreichsten Investoren weltweit.

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