Aktive Fondsmanager

Wie HQ Trust die Gewinner von morgen identifiziert

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LIQID Investments GmbH

Viele Anleger möchten zur Minderheit derjenigen gehören, die eine höhere Rendite erzielen, als es im Marktdurchschnitt möglich ist. Die Frage ist allerdings, wie der einzelne Anleger die aktiven Fonds identifizieren kann, die systematisch überdurchschnittliche Ergebnisse erwarten lassen. Diejenigen Angebote herauszupicken, deren überdurchschnittliche Leistung die Kosten rechtfertigt, stellt eine nicht zu unterschätzende Herausforderung dar.

Hilfreich ist eine überzeugende Erfolgsbilanz, die sich idealerweise über mehrere Marktzyklen erstreckt. Je kürzer diese Wertentwicklungs-Historie ist, desto größer ist die Gefahr, dass der bisherige Erfolg schlicht dem Zufall geschuldet war. So kann ein Manager durch eine einmalige Positionierung in einer günstigen Marktsituation Rendite-Vorteile erzielt haben, von denen er eine Weile zehrt, ohne aber diesen Erfolg wiederholen zu können. Möglicherweise hat der Manager mit seiner Entscheidung bloß Glück gehabt, obwohl sie nur wenig fundiert war. Oder sein Aktienauswahlansatz wurde durch ein Marktumfeld begünstigt, das so nicht wiederkehren wird.

Bei überdurchschnittlichen Renditen schlägt das Pendel oft zurück

Doch selbst eine auf den ersten Blick gute längere Rendite-Historie muss kein Indiz für zukünftigen Erfolg sein. Skepsis ist zum Beispiel dann angebracht, wenn der Mehrertrag ausgeprägten erratischen Schwankungen unterliegt. Dies deutet auf eine Inkaufnahme zeitweilig stark konzentrierter Risiken hin, was auf lange Sicht keine verlässliche Erfolgsgrundlage darstellt. Insbesondere bei aktiven Fonds, die über längere Zeit ein weit überdurchschnittliches Ergebnis erzielt haben, schlägt das Pendel oft zurück. Meistens kommt es zu einer Verstetigung der Outperformance auf niedrigerem Niveau, schlimmstenfalls folgt eine Phase mit deutlich unterdurchschnittlicher Wertentwicklung.

Häufig ist eine Periode auffallenden Erfolgs schon in der Wahl des Vergleichsindex begründet. Verfolgt ein Fonds systematisch einen speziellen Investmentstil, misst sich aber an einem stilneutralen Index, ist der vermeintlich erzielte Mehrwert nicht mehr aussagefähig und kann sich bei einem Trendwechsel am Markt ins Gegenteil verkehren. Ein genaues Verständnis des historischen Abschneidens einer aktiven Strategie ist sehr wichtig. Denn so treten mögliche strukturelle Risiken zutage.Einen Fonds mit solchen speziellen Stilausprägungen einzusetzen, kann kurz bis mittelfristig dennoch sinnvoll sein, nämlich dann, wenn der ausgewählte Stil eine höhere Rendite im Vergleich zum breiten Markt erwarten lässt. Dann muss aber Verlass darauf sein, dass der entsprechende Manager diese aktive Stilausprägung auch zuverlässig liefern kann. Insgesamt ist ein genaues Verständnis des historischen Abschneidens einer aktiven Strategie sehr wichtig. Denn so treten mögliche strukturelle Besonderheiten und Risiken zutage. Selbst die glänzendste Bilanz ist niemals ein hinreichendes Kriterium für eine Anlageentscheidung. Die Auswahl eines aktiven Managers für ein spezielles Marktsegment ist ein komplexer Prozess, in den viele weitere qualitative Aspekte einfließen. Mit Disziplin und langer Erfahrung bestehen aber gute Aussichten auf Erfolg.

Too big to win

Neben der Analyse von Rendite und Risiko hilft ein ganzes Bündel an Kriterien, die Spreu vom Weizen unter den aktiven Managern zu trennen. Die Erfahrung zeigt insbesondere, dass sehr große Fonds ab einem bestimmten Punkt zum Opfer des eigenen Erfolgs werden, weil es mit wachsendem Volumen für sie immer schwieriger wird, die bisher erfolgreiche Strategie mit denselben Titeln fortzusetzen. Demgegenüber haben kleinere Fonds den Vorteil, dass ihre Einwirkung auf den Markt gering ist und ihr Volumen zu niedrig, um ins Visier sehr großer Investoren zu geraten.

Ebenso sind die Organisationsstrukturen bei Anbietern kleinerer Fonds meist einfacher, was mit kurzen Entscheidungswegen, höherer Verantwortlichkeit des Managers und niedrigeren Kosten einhergeht. So ist die Bereitschaft zu Engagements, die mit erheblichen Abwärtsrisiken verbunden sind, tendenziell geringer, wenn Manager selbst am Anlageerfolg partizipieren.Oft investieren bei Fondsgesellschaften mit boutiqueartigen Strukturen auch die Manager selbst in ihren Fonds, wodurch die Identifikation mit den Kundenzielen ausgeprägter ist. Dies gilt speziell in Bezug auf die Risikowahrnehmung. So ist die Bereitschaft zu Engagements, die mit erheblichen Abwärtsrisiken verbunden sind, tendenziell geringer, wenn der Manager selbst am Anlageerfolg partizipiert. Manager bei sehr großen Fondsanbietern, die nur wenig Kundenbezug haben, bewerten Aufwärts- und Abwärtsrisiken dagegen häufig neutral. Für sie ist eine überdurchschnittliche Rendite in fallenden wie in steigenden Märkten gleich gut. Aus Anlegersicht ist aber eine stärkere Vermeidung von Abwärtsrisiken meist wünschenswerter als eine sehr hohe Rendite in einem ohnehin boomenden Markt.

Fondsmanager kleinerer, unabhängiger Gesellschaften überzeugen

In unserer eigenen Managerauswahl bei HQ Trust spiegeln sich die geschilderten Erfahrungen konsequent wider. Großen Wert legen wir auf die Unabhängigkeit von Produktanbietern, wenn es um die Auswahl geeigneter Fonds für die Portfolios unserer Kunden geht. Dafür verfügen wir über ein vierköpfiges Team aus Spezialisten mit langjähriger Erfahrung. Das Team erstellt auf Grundlage interner und externer Research-Ergebnisse eine Empfehlungsliste, die 50 bis 60 Fonds aus über 20 Kapitalmarktsegmenten umfasst. Dank profunder Branchenkenntnis und vielfältiger Kontakte entwickelt das Team laufend Ideen zur Berücksichtigung neuer Manager, die einer rigiden Due-Diligence-Prüfung unterzogen werden. Neben einer nachvollziehbaren Rendite-Historie ist die Erfüllung zahlreicher weiterer Kriterien entscheidend. Dazu zählen die Glaubwürdigkeit der Investmentphilosophie, die Transparenz und Stabilität des Investmentprozesses, die Qualifikation des Managers und seine Identifikation mit dem Unternehmen und seinen Kunden. Ein sehr wichtiger Faktor ist auch die genaue Analyse des Active Share. Damit werden heimliche Indexfonds mit hohen Kosten systematisch im Auswahlprozess eliminiert.

In dieser Hinsicht überzeugen uns häufig Manager kleinerer Anbieter oder unabhängige Teams in größeren Organisationen, die sich durch besondere persönliche Verantwortung und Unternehmenstreue auszeichnen. Zusammen mit einem bewährten und zukunftsfähigen Investmentansatz sind dies wichtige Voraussetzungen für eine langfristige Anlageentscheidung. Neben den Segmenten, die wir mittels aktiv gemanagter Fonds abdecken, gibt es immer wieder auch solche, für die wir Indexfonds als ideal erachten. Dies betrifft zum einen taktische Positionierungen, bei denen der kurzfristige Erfolg im Vordergrund steht, während bei strategischen langfristigen Engagements eher das aktive Element zum Tragen kommt. Zum anderen nutzen wir passive Fonds auch in Märkten, die wir als sehr effizient ansehen, beispielsweise im Standardwertesegment der USA. Damit bestätigt sich auch in unserer Anlagepraxis, dass aktive und passive Fonds keinen unvereinbaren Gegensatz darstellen, sondern einander sinnvoll ergänzen. Dogmatischen Urteilen, wonach aktives Management sich generell nicht lohne, halten wir eine pragmatische Sicht entgegen: Es kommt letztlich darauf an, welcher Ansatz den größten Nutzen für unsere Kunden erwarten lässt.

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