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So investieren Sie in Aktien

Was sind Aktien?

Aktien sind Beteiligungen an Unternehmen. Firmen geben Aktien aus und sammeln damit Eigenkapital ein. Dieses benötigen sie zum Beispiel, um damit Investitionen zu finanzieren und ihr Wachstum voranzutreiben. Aktionäre sind damit am Erfolg (und natürlich auch am Misserfolg) des Unternehmens beteiligt. Wenn ein Unternehmen zum ersten Mal Aktien ausgibt, spricht man von einem Börsengang. Dann handelt sich es bei den Aktien dieses Unternehmens um eine Neuemission. Voraussetzung für einen Börsengang ist, dass es sich bei dem Unternehmen rechtlich um eine Aktiengesellschaft handelt. Benötigt ein Unternehmen, das bereits börsengehandelt ist, weiteres Eigenkapital, kann es eine Kapitalerhöhung durchführen und neue Aktien ausgeben. In der Regel werden die neuen Aktien bestehenden Aktionäre mit einem geringfügigen Abschlag zum aktuellen Börsenkurs angeboten.

 

Haben Aktionäre einen Anspruch auf Dividende?

Erwirtschaftet ein Unternehmen Gewinne, schüttet es häufig eine Dividende (Gewinnbeteiligung) an die Aktionäre aus. Viele Unternehmen zahlen seit Jahren eine hohe Dividende an Aktionäre, sodass diese mit der Ausschüttung oftmals fest rechnen. Einen Anspruch auf eine Dividende gibt es aber nicht. Erleidet ein Unternehmen Gewinneinbußen oder muss es gar Verluste verkraften, wird die Dividende oftmals gesenkt oder sie fällt sogar ganz aus. Im Deutschen Aktienindex (DAX), der die 30 wichtigsten börsennotierten Konzerne in Deutschland zusammenfasst, beträgt die durchschnittliche Dividendenrendite derzeit rund 3 Prozent. Das bedeutet: Je 100 Euro, die ein Anleger aktuell in den DAX investiert, kann er mit rund 3 Euro Dividende pro Jahr rechnen.

 

Wie kann ich in Aktien investieren?

Die Aktien der meisten Unternehmen werden an der Börse gehandelt. Dort bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis. Jeder Anleger, der ein Depot und ein Verrechnungskonto bei einer Bank hat, kann Aktien kaufen oder verkaufen. Einige Aktien kosten nur ein paar Euro oder sogar nur wenige Cent, andere sind für die meisten Anleger unerschwinglich. So notiert zum Beispiel eine Aktie der Holding der Investment-Legende Warren Buffett, Berkshire Hathaway, weit mehr als 200.000 Euro. Um die Aktie mehr Privatanlegern zugänglich zu machen, gibt es seit einigen Jahren eine zweite Anteilsklasse, die deutlich günstiger ist. Der absolute Preis einer Aktie sagt ohnehin nichts über den Wert eines Unternehmens aus. Aussagekräftiger ist die Marktkapitalisierung (auch Börsenwert genannt). Diese ergibt sich aus der Anzahl der Aktien multipliziert mit dem Aktienkurs. Da sich der Kurs laufend verändert, ändert sich auch die Marktkapitalisierung permanent.

 

Warum werden oft nicht alle Aktien eines Unternehmens an der Börse gehandelt?

Oftmals hält zum Beispiel der Firmengründer noch ein großes Aktienpaket an seinem Unternehmen, das nicht für den Börsenhandel zur Verfügung steht. Auch sind manche Unternehmen zum Teil im Staatsbesitz. Der Volkswagen-Konzern gehört zum Beispiel zu großen Teilen Großaktionären wie dem Land Niedersachsen, der Porsche-Holding und der Qatar-Holding. Weniger als 50 Prozent der VW-Aktien zählen also zum sogenannten Free-float (zu Deutsch: Streubesitz), der frei an der Börse gehandelt wird.

 

Was unterscheidet eine Aktie von einer Anleihe?

Aktien zählen zum Eigenkapital eines Unternehmens, Anleihen zum Fremdkapital. Der Besitzer einer Anleihe ist also nicht wie der Aktionär an dem Unternehmen beteiligt, sondern lediglich Gläubiger des Unternehmens. Der Anleihenbesitzer erhält deshalb auch keine Dividende, sondern einen Zins. Während die Laufzeit von Aktien unbegrenzt ist, haben Anleihen eine feste Laufzeit. Die Höhe des Zinssatzes, den der Anleihenbesitzer normalerweise jährlich ausgeschüttet bekommt, steht in der Regel von Anfang an fest.

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