So funktioniert LIQID Impact

Der Klimawandel macht es erforderlich, nachhaltiger mit Ressourcen und schonender mit der Umwelt umzugehen. LIQID trägt dieser Notwendigkeit Rechnung. Der Anlagestil LIQID Impact berücksichtigt strenge ökologische, aber auch ethische und gesellschaftliche Kriterien. Anleger müssen sich deshalb aber nicht in Verzicht üben.

Zuletzt aktualisiert: 08.06.22

Nachhaltig ausgerichtete Geldanlagen liegen im Trend und nicht nur der Klimaschutz-Gedanke ist dabei bereits in vielen Depots angekommen: Auch aufgrund sich häufender Berichte über menschenunwürdige Arbeitsbedingungen in manchen Branchen wollen immer mehr Anleger ihr Geld nicht nur nach Rendite-, Liquiditäts- und Sicherheitsaspekten investieren, sondern auch ethische, soziale und ökologische Kriterien beachten.

Warum das relevant ist: Das Produktangebot nachhaltig ausgerichteter Geldanlagen wächst. Denn zahlreiche Anbieter springen auf den Zug auf und wollen von dem Trend profitieren. Unter Socially Responsible Investment (SRI), also sozial verantwortlicher Geldanlage, verstehen Vermögensverwalter allerdings teils sehr unterschiedliche Ansätze.

Manche Vermögensverwalter verfolgen unter dem Stichwort SRI einen puristischen Ansatz und investieren nur in bestimmte ökologische oder soziale Projekte, wie zum Beispiel Windparks oder sozialer Wohnungsbau. Solche Investments widersprechen allerdings den wichtigen Anlage-Grundsätzen der Ausgewogenheit und der Diversifikation. Das Geld der Anleger fließt meist in ein bestimmtes Projekt oder eine kleine Anzahl von Zielunternehmen oder Emittenten. Das ist oftmals mit sehr hohen Risiken bis hin zum Totalverlust verbunden. Zum anderen sind die Kosten dieser Produkte oft enorm hoch. 

Andere Vermögensverwalter wiederum nehmen es mit der Nachhaltigkeit nicht so genau. So gibt es beispielsweise Anbieter, die vorgeben, SRI-konforme Anlagestrategien einzusetzen und dennoch in Aktien von Waffenherstellern oder Tabakproduzenten investieren. Der Grund: Diesen Anbietern genügt es, wenn die Unternehmen, an denen sie sich beteiligen, lediglich einem einzigen SRI-Kriterium genügen.

Was das zur Folge hat: Der erstgenannte, puristische Ansatz ist zwar in der Regel vorbildlich, was die Einhaltung der SRI-Kriterien angeht; aus Investorensicht ist er aber meist keine gute Idee, da am Ende nur die Anbieter gut daran verdienen, nicht aber die Anleger selbst. Im zweiten Fall investieren vermeintlich nachhaltige Vermögensverwaltungen zum Beispiel in Rüstungskonzerne, solange diese eine gute CO2-Bilanz vorweisen können. Solche Anbieter konterkarieren in gewisser Weise die Idee der nachhaltig ausgerichteten Geldanlage.

Hervorragendes Nachhaltigkeitsrating und exzellentes Risiko-Ertrags-Profil

LIQID hat dagegen einen individuellen SRI-Ansatz gewählt, der Nachhaltigkeit und Rendite möglichst in Einklang bringen soll. Die gewählten Investments werden mit größter Sorgfalt hinsichtlich der Einhaltung von ethischen, sozialen und ökologischen Anforderungen ausgewählt, müssen aber zugleich immer auch aus ökonomischer Sicht Sinn ergeben. Beide Merkmale, das Nachhaltigkeitsrating und das Risiko-Ertrags-Profil, werden regelmäßig von einer unabhängigen Organisation, dem Institut für Vermögensaufbau (IVA), überprüft. Denn auch die Stabilität eines Portfolios ist ein wichtiger Aspekt der Nachhaltigkeit

Warum das relevant ist: LIQID nimmt den Wunsch vieler Kunden sehr ernst, ihr Geld nachhaltig orientiert anzulegen. Unter der Bezeichnung LIQID Impact hat LIQID eine eigene SRI-Strategie entwickelt, die sowohl strengen Nachhaltigkeitskriterien genügt als auch bisher attraktive Renditen erwirtschaftet hat.

LIQID Impact ist ein passiver, Algorithmus-gesteuerter Anlagestil, der nicht direkt in Aktien und Anleihen investiert, sondern in kostengünstige Fonds (vor allem ETFs), die ihrerseits wiederum Anteile und Anleihen von nachhaltig agierenden Unternehmen und anderen Emittenten erwerben. Um sicherzugehen, dass in Unternehmen investiert wird, die hohen Ansprüchen hinsichtlich SRI gerecht werden, nimmt das Investment-Team für LIQID Impact nicht nur jeden Fonds selbst genau unter die Lupe, sondern auch den entsprechenden SRI-Index, auf dem er basiert.


Kapital wird breit gestreut

Bei LIQID Impact kommen nur Indizes in Betracht, die eine breite Streuung des Kapitals garantieren. LIQID Impact meidet Fonds, die sich ausschließlich und mit starker Konzentration in Einzeltiteln auf bestimmte Sektoren, wie zum Beispiel grüne Energie, beschränken. Denn diese sind nicht ausreichend diversifiziert und würden sich deshalb nachteilig auf das Rendite-Risiko-Profil auswirken. Ein breit diversifiziertes SRI-Portfolio ist dagegen besser geeignet, Nachhaltigkeit und Rendite zu verbinden.

Die für LIQID-Impact ausgewählten Aktien-ETFs müssen einerseits diversifiziert anlegen, andererseits aber auch die restriktiven SRI-Kriterien der zugrundeliegenden Nachhaltigkeitsindizes erfüllen. Nach eingehender Recherche blieben aus zahlreichen Nachhaltigkeitsfonds nur wenige übrig, die in die engere Wahl kamen.

Der Goldanteil im Portfolio wird durch den physisch besicherten Xetra Gold ETC abgedeckt. Die Fondsauswahl ist indes nicht starr. Alle Fonds bleiben permanent auf dem Prüfstand und werden wieder ausgetauscht, falls bessere oder günstigere Fonds an den Markt kommen sollten.

Grundsätzlich müssen Interessenten wissen: Sowohl die Wertentwicklung von konventionellen Anlagestrategien als auch die von nachhaltigen Anlagestrategien ist abhängig vom Verlauf der Kapitalmärkte.

Bestimmte Branchen sind ausgeschlossen

Wie sehen nun die Nachhaltigkeitskriterien für die Fonds im Detail aus, die LIQID für den Anlagestil LIQID Impact auswählt?

Die Anlageklasse Aktien wird über ETFs investiert, die sich am MSCI-Nachhaltigkeitsrating orientieren. Die Indizes verwenden eine Kombination aus Ausschlusskriterien und einem "Best-in-Class"-Auswahlansatz. So lassen sich die besten 25 Prozent der Unternehmen in jedem Sektor gemäß ihren MSCI ESG-Ratings auswählen.

Was das zur Folge hat: MSCI hat Tausende Aktien beurteilt und ihnen ein Nachhaltigkeitsrating von AAA bis CCC zugewiesen. Nur Unternehmen mit einem MSCI ESG-Rating von mindestens A werden für LIQID Impact berücksichtigt. Unternehmen, die in Branchen wie umstrittene Waffen, Atomwaffen, Tabak, zivile Schusswaffen, konventionelle Waffen, Alkohol, Glücksspiel, Erwachsenenunterhaltung, Atomkraft und genetisch veränderten Organismen tätig sind, werden ausgeschlossen. 

Darüber hinaus gibt es klimabedingte Ausschlusskriterien: Für Unternehmen, die in den Bereichen Kraftwerkskohle, Ölsande, Öl & Gas, und Stromerzeugung aus Kraftwerkskohle-/Ölsandvorkommen tätig sind, werden so zusätzliche Kontrollen angewendet, um die (CO2)-Emissionen des Portfolios zu minimieren.

Jedes einzelne ausgewählte Unternehmen muss ökologische, soziale und ethische Mindeststandards erfüllen. Hierfür gelten die Schlagworte Environmental, Social und Governance (ESG), also Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Der Begriff ESG drückt aus, ob und wie bei unternehmerischen Entscheidungen ökologische und gesellschaftliche Aspekte sowie die Corporate Governance, also der unternehmensspezifische Ordnungsrahmen, ausreichend Beachtung finden.

Nicht ganz so streng wie beim Aktienanteil sind die Nachhaltigkeitskriterien für den Anleihenanteil. Das liegt in der Natur der Sache, denn bei Anleihen sind die Emittenten häufig Nationalstaaten. Würden beispielsweise alle Staaten ausgeschlossen, bei denen es noch die Todesstrafe gibt oder in denen Atomwaffen hergestellt werden, könnten keine Anleihen aus den USA oder Japan in die Portfolios aufgenommen werden. Das würde aus wirtschaftlichen Gründen keinen Sinn ergeben.

Die Auswahl der Anleihen folgt der Logik des Rentenfondsanbieters Robeco. Die Ausschlusspolitik von Robeco basiert auf dem Global Compact der Vereinten Nationen. Eine Verbesserung des Nachhaltigkeitsprofils erfolgt damit durch eine Investition in Fonds, die Ausschlusskriterien, negatives Screening und ESG-Integration anwenden.

Auf Ebene staatlicher Emittenten von Anleihen kann dies etwa durch den Ausschluss von Ländern erreicht werden, die mit Sanktionen der UN, EU oder USA belegt sind, schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen dulden oder durchführen oder im Hinblick auf Korruptionsbekämpfung im internationalen Vergleich schlecht abschneiden. Bei Unternehmensanleihen kann eine Förderung ökologischer und sozialer Merkmale - ähnlich wie bei Aktien - durch den Ausschluss kontroverser Produkte und Geschäftspraktiken erreicht werden.

Gut zu wissen: Anders als für den Aktienanteil, der über ETFs abgedeckt wird, investiert LIQID Impact für den Anleihenanteil im Moment noch ausschließlich in aktive Fonds. Der Grund: Aktuell gibt es schlicht noch keine Anleihen-ETFs am Markt, die mit den strengen Qualitätskriterien von LIQID kompatibel sind. Sobald sich das ändert, wird LIQID Impact auch Anleihen-ETFs ins Portfolio aufnehmen.

Bis auf eine Ausnahme verzichtet LIQID für die Impact-Portfolios auf Rohstoffinvestments. Denn die Förderung von Rohstoffen belastet häufig die Umwelt. Zudem ist die Nachhaltigkeitsbilanz von Agrargütern und Rohöl, die zur Anlageklasse der Rohstoffe zählen, fragwürdig.

Der einzige Rohstoff, den LIQID in die Impact-Portfolios aufgenommen hat, ist Gold. Zwar kann auch die Förderung von Gold zu Belastungen für die Umwelt führen und unter fragwürdigen Arbeitsbedingungen geschehen. Die jährliche Neuförderung des wertvollen Edelmetalls macht aber nur einen sehr geringen Anteil des insgesamt im Umlauf befindlichen Goldes aus. Gleichzeitig hat sich Gold in der Vergangenheit wie kein anderes Edelmetall gut entwickelt und leistet so einen besonderen Beitrag zur Diversifikation im Portfolio. Im Gegensatz zu anderen Rohstoffen verschleißt Gold zudem nicht und kann wiederverwertet werden.

Was das zur Folge hat: Nach Abwägen der Vor- und Nachteile hat sich LIQID für einen kleinen Goldanteil in den Impact-Portfolios entschieden. Auf andere Rohstoffinvestments verzichtet LIQID Impact aber bewusst, weil sie auch Agrargüter und Rohöl beinhalten würden, die kein akzeptables Verhältnis zwischen Umweltbelastung und Diversifikationsbeitrag aufweisen.

Das Anliegen von LIQID Impact ist es also, die richtige Balance zwischen Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit zu erzielen. Denn bei diesem Anlagestil geht es darum, in Wertpapiere besonders nachhaltiger Unternehmen und Emittenten zu investieren und zugleich den Einfluss von Nachhaltigkeitskriterien mit einem attraktiven Chancen-Risiko-Verhältnis zu kombinieren.

Warum das relevant ist: Im Ergebnis weisen Impact-Portfolios eine erheblich bessere Nachhaltigkeitsbilanz auf als andere Angebote. Das Investment-Team von LIQID ist zugleich überzeugt, dass LIQID Impact auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten für Anleger attraktiv sein muss. Und nur wenn LIQID Impact stark nachgefragt wird, kann es wirklich dazu beitragen, den Nachhaltigkeitsgedanken gesellschaftlich voranzubringen.

Attraktive Renditen angestrebt

Dank dieser innovativen Vorgehensweise können Anleger bei LIQID Impact mit attraktiven Renditen rechnen. So hat LIQID Impact seit Auflage im Juli 2018 den Vergleichsindex in allen Risikoklassen deutlich geschlagen.

Von Smart-Money-Strategien lernen: Nachhaltig orientierte Geldanlage bedeutet bei LIQID keineswegs Verzicht auf Rendite. Die Statistik belegt das: Rechnet man die Rendite von LIQID Impact seit 2011 in einem sogenannten Backtest zurück, lag sie praktisch auf dem gleichen Niveau wie die des Anlagestils LIQID Global – und das in allen zehn Risikoklassen.

Ausgabeaufschläge fallen bei LIQID Impact selbstverständlich keine an. Die jährliche Verwaltungsgebühr liegt je nach Anlagesumme zwischen 0,25 und 0,5 Prozent pro Jahr. Für die Fonds fallen Produktkosten von rund 0,4 Prozent jährlich an. Die jährlichen Gesamtkosten liegen damit für den Anleger unter 1,0 Prozent (LIQID-Verwaltungsgebühr und Produktkosten).

Erfahren Sie mehr über die Nachhaltigkeitsstandards von LIQID Impact.

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