Global Wealth Report 2020: Deutsche profitieren nur wenig vom Börsenboom

Viele Bundesbürger scheuen sich noch immer vor einem Investment am Kapitalmarkt. Das wirkt sich negativ auf die Vermögensentwicklung in Deutschland aus. Die Folgen für den Lebensstandard im Alter können gravierend sein. Dabei hat es jeder Anleger selbst in der Hand, seine finanzielle Situation im Ruhestand schon heute positiv zu beeinflussen.

Trotz kräftig gestiegener Aktienkurse hat sich das Vermögen der Deutschen 2019 nur unwesentlich vermehrt:  Dem Global Wealth Report 2020 der Boston Consulting Group (BCG) zufolge haben die Bundesbürger ihr Vermögen von Ende 2018 bis Ende 2019 lediglich von 7,5 Billionen Dollar auf 7,7 Billionen Dollar steigern können. Das entspricht einem Anstieg um knapp 2,7 Prozent. Weltweit landeten die Bundesbürger damit auf dem fünften Platz. Der BCG handelt es sich allerdings nicht mehr nur um ein rein deutsches Problem: Im Vergleich der Kontinente holt Asien immer stärker gegenüber Europa auf. Demnach werde Asien Europa bereits 2022 als zweitreichster Kontinent ablösen. Insgesamt ist das weltweite Privatvermögen 2019 um zehn Prozent auf 226,4 Billionen Dollar gestiegen. 

Schon im aktuellen Ranking besetzen zwei asiatische Länder die Ränge 2 und 3. So verfügten die Chinesen Ende 2019 über ein Privatvermögen von 23,8 Milliarden Euro und landeten damit auf dem zweiten Platz der reichsten Nationen. Auf Platz 3 folgte Japan mit 17,6 Billionen Dollar. Großbritannien schaffte es wie im Vorjahr auf Platz 4 mit 9,7 Billionen Dollar. Unangefochtene Nummer eins bleiben die USA mit einem Privatvermögen von insgesamt 94,2 Billionen Dollar.

2019 hätten die Deutschen wieder einmal eine gute Chance der Vermögenssteigerung verpasst, so die Autorin der Studie. Nach wie vor befinden sich der Studie zufolge rund 40 Prozent des Privatvermögens hierzulande in Spar­einlagen oder Bargeld. Das sind zehn Prozent mehr als der Durchschnitt in Westeuropa. Angesichts von Null- oder sogar Negativzinsen ist das aktuell allerdings alles andere als eine gute langfristige Geldanlage.

 

 

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Bemerkenswert ist, dass Sparen vor allem bei jungen Menschen besonders beliebt ist. Einer Studie der Deutschen Bank vom August 2019 zufolge liegt die Sparquote der 14 bis 25-jährigen mit 29 Prozent fast dreimal so hoch wie im Durchschnitt privater Haushalte.

Noch spüren die meisten Bundesbürger die Folgen ihres Handelns nicht allzu sehr – besser gesagt die Folgen ihres Nichthandelns. Doch mit jedem Jahr, das sie den Kapitalmärkten fernbleiben, wird sich ihr Problem verschärfen. Spätestens bei Eintritt in den Ruhestand werde viele von ihnen feststellen, dass ihr Vermögen nicht ausreicht, um ihren gewohnten Lebensstandard halten zu können. Leider sind die jungen Leute aber was den Kapitalmarkt angeht noch zurückhaltender als die Älteren. Lediglich 12 Prozent unter ihnen investieren in Aktien und Aktienfonds. Dabei lohnt sich das Aktiensparen gerade für junge Leute dank ihrer langfristigen Anlageperspektive besonders. Stattdessen aber bevorzugen 64 Prozent von ihnen einen Sparplan oder das Sparbuch, 29 Prozent ein Tagesgeldkonto und 17 Prozent einen Bausparvertrag – alles Sparformen, die langfristig keine oder kaum Erträge erwarten lassen.

Zahlreiche Studien belegen, dass die Anlage am Kapitalmarkt am erfolgversprechendsten und langfristig auch am sichersten ist. Zwar kann es auch immer wieder Jahre mit Verlusten geben – wie zum Beispiel 2018. Auf lange Sicht gibt es aber keine renditeträchtigere liquide Anlageklasse als Aktien und Aktienfonds. Studien zeigen, dass in der Vergangenheit die Renditen mit einem breit gestreuten, global aufgestellten Aktiendepot über lange Zeiträume im Durchschnitt rund sieben Prozent pro Jahr betrugen. Höchste Zeit also für die Bundesbürger, bei der Geldanlage umzudenken. [2]

Dem Global Wealth Report zufolge werden sich Investoren in den kommenden fünf Jahren hervorragende Gelegenheiten bieten, ihr Vermögen substanziell zu vermehren. Dies erfolgreich umzusetzen, werde aber viel Geschick und Erfahrung erfordern.

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  1. [2]UCLA: The Rate of Return on Everything, 1870–2015 (Um in den Fließtext zurückzukehren, drücken Sie bitte die Zahl.)
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