Global Wealth Report 2019: Die Deutschen verlieren den Anschluss

Viele Bundesbürger scheuen sich vor einem Investment am Kapitalmarkt. Das wirkt sich negativ auf die Vermögensentwicklung in Deutschland aus. Die Folgen für den Lebensstandard im Alter können gravierend sein. Dabei hat es jeder Anleger selbst in der Hand, seine finanzielle Situation im Ruhestand schon heute positiv zu beeinflussen.

Der Boom an den Börsen geht an den Deutschen weiterhin fast spurlos vorbei: Dem Global Wealth Report 2019 der Boston Consulting Group (BCG) zufolge haben die Bundesbürger ihren Vermögensanteil an Bargeld und Spareinlagen zuletzt sogar noch ausgeweitet: von 39 auf 41 Prozent ihres Gesamtvermögens. BCG geht davon aus, dass der Vermögensanteil in Bargeld und Spareinlagen in Deutschland in den nächsten Jahren weiter auf 43 Prozent ansteigt. Der ohnehin schon im internationalen Vergleich sehr niedrige Anteil an Aktien und Fonds ging dagegen noch weiter zurück – und zwar von 21 auf 19 Prozent. Damit ist er also nicht einmal halb so hoch wie der an Bargeld und Spareinlagen. Und das, obwohl es für diese Sparformen schon seit Jahren praktisch keine Zinsen mehr gibt.

Zum Vergleich: Weltweit liegen aktuell nur 28 Prozent des Vermögens in Spareinlagen oder Bargeld, aber 35 Prozent in Aktien und Fonds. Das Verhältnis ist also fast umgekehrt. Kein Wunder, dass andere Länder im Vermögensvergleich immer weiter aufholen. Doch immerhin: Deutschland zählt nach wie vor zu den reichsten Ländern der Welt. Im weltweiten Vergleich des Gesamtvermögens liegt Deutschland wie im Vorjahr auf dem fünften Platz. Das Finanzvermögen der Deutschen betrug demnach Ende 2018 rund 7,5 Billionen US-$. Damit halten die Bundesbürger im Durchschnitt gut 90.000 $ liquide.

 

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Bemerkenswert ist, dass Sparen vor allem bei jungen Menschen besonders beliebt ist. Einer Studie der Deutschen Bank vom August 2019 zufolge liegt die Sparquote der 14 bis 25-jährigen mit 29 Prozent fast dreimal so hoch wie im Durchschnitt privater Haushalte.

Noch spüren die meisten Bundesbürger die Folgen ihres Handelns nicht allzu sehr – besser gesagt die Folgen ihres Nichthandelns. Doch mit jedem Jahr, das sie den Kapitalmärkten fernbleiben, wird sich ihr Problem verschärfen. Spätestens bei Eintritt in den Ruhestand werde viele von ihnen feststellen, dass ihr Vermögen nicht ausreicht, um ihren gewohnten Lebensstandard halten zu können. Leider sind die jungen Leute aber was den Kapitalmarkt angeht noch zurückhaltender als die Älteren. Lediglich 12 Prozent unter ihnen investieren in Aktien und Aktienfonds. Dabei lohnt sich das Aktiensparen gerade für junge Leute dank ihrer langfristigen Anlageperspektive besonders. Stattdessen aber bevorzugen 64 Prozent von ihnen einen Sparplan oder das Sparbuch, 29 Prozent ein Tagesgeldkonto und 17 Prozent einen Bausparvertrag – alles Sparformen, die langfristig keine oder kaum Erträge erwarten lassen.

Zahlreiche Studien belegen, dass die Anlage am Kapitalmarkt am erfolgversprechendsten und langfristig auch am sichersten ist. Zwar kann es auch immer wieder Jahre mit Verlusten geben – wie zum Beispiel 2018. Auf lange Sicht gibt es aber keine renditeträchtigere liquide Anlageklasse als Aktien und Aktienfonds. Studien zeigen, dass in der Vergangenheit die Renditen mit einem breit gestreuten, global aufgestellten Aktiendepot über lange Zeiträume im Durchschnitt rund sieben Prozent pro Jahr betrugen. Höchste Zeit also für die Bundesbürger, bei der Geldanlage umzudenken. [2]

Dem Global Wealth Report zufolge werden sich Investoren in den kommenden fünf Jahren hervorragende Gelegenheiten bieten, ihr Vermögen substanziell zu vermehren. Dies erfolgreich umzusetzen, werde aber viel Geschick und Erfahrung erfordern.

Anleger, die es sich nicht zutrauen, selbst an den Kapitalmärkten zu investieren oder denen schlicht die Zeit fehlt, eigenständige Investmententscheidungen zu treffen, können sich an einen digitalen Vermögensverwalter wie LIQID wenden, um ihr Vermögen professionell und kostengünstig betreuen zu lassen. Ab 100.000 € Anlagevolumen bekommen LIQID-Kunden den Zugang zu premium Wealth Management und den weltweit besten Private-Equity-Fonds.

 


  1. [2]UCLA: The Rate of Return on Everything, 1870–2015 (Um in den Fließtext zurückzukehren, drücken Sie bitte die Zahl.)
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