LIQID-Alltag in der Corona-Krise

Die angespannte Lage an den Aktienmärkten beeinflusst natürlich auch die Arbeit bei LIQID. Wir wollen Ihnen einen Einblick geben, wie der Alltag unserer wichtigsten Abteilungen in diesen bewegten Zeiten aussieht.

An den globalen Aktienmärkten sind die Kurse in den vergangenen drei Wochen aufgrund der rasanten Ausbreitung des Coronavirus stark gefallen. Das lässt uns natürlich auch bei LIQID nicht kalt. Denn abgesehen davon, dass viele von uns in nicht unerheblichem Umfang eigenes Geld bei LIQID investiert haben, sehen wir es natürlich nicht gerne, wenn die Portfolios einiger unserer Kunden an Wert verlieren – auch wenn die Verluste nur auf dem Papier stehen.

Auf mittlere und erst recht auf lange Sicht – das lehrt uns die  Börsengeschichte – geht es mit den Aktienmärkten nach oben. Doch kurzfristig tun Kursverluste weh, vor allem wenn sie so heftig ausfallen wie zuletzt. Das ist uns bewusst.

Sofern Kapital in absehbarer Zeit nicht benötigt wird, wäre der größte Fehler jetzt zu verkaufen. Denn nur wer verkauft, erleidet reale Verluste. Wer stattdessen die tiefen Kurse nutzt, um einzusteigen oder sein Portfolio aufzustocken, der dürfte am Ende belohnt werden. Dafür spricht jedenfalls die Statistik: Wer in der Vergangenheit in ein weltweites Aktienportfolio investierte, hat damit über lange Zeiträume immer Gewinne erzielt. 

In diesen besonderen Zeiten wollen wir Ihnen einen Einblick in unseren Arbeitsalltag geben. Damit Sie sehen, wie sich die aktuelle Situation an den Märkten ganz konkret auf unsere Arbeit auswirkt. Und vor allem, damit Sie nachvollziehen können, dass wir tagtäglich alles dafür tun, um Sie, unsere Kunden und Interessenten, zufriedenzustellen.


Die Kundenbetreuung

Beginnen wir mit einem Blick in unsere Kundenbetreuung. Fragen wir am besten direkt den Leiter unserer Kundenbetreuung, Florian Reichenbach, wie die Gespräche mit den Kunden ablaufen: „Natürlich erreichen uns derzeit mehr Anrufe als sonst üblich. Die große Mehrheit der Anrufer ist aber sehr besonnen. Sie sind in erster Linie neugierig, wollen wissen, wie wir die Situation einschätzen, was wir an ihrer Stelle tun würden. Am Ende des Gesprächs entscheiden sich nur ganz wenige Kunden, Teile ihres  Portfolio zu liquidieren. Einige entscheiden sich derzeit für einen Risikoklassenwechsel, um den Aktienanteil im Depot zu reduzieren oder zu erhöhen”, so Reichenbach.

„Die allermeisten Kunden sehen es aber so wie wir: Sie rechnen damit, dass sich der Markt früher oder später erholen wird. Was uns natürlich freut: Nicht wenige sehen in der aktuellen Lage eine Chance und stocken ihr Portfolio auf“, lautet Florian Reichenbachs Fazit. 

Ähnlich auch die Reaktion von Neukunden: „Zahlreiche Anleger entscheiden sich gerade jetzt für LIQID, weil sie wissen, dass ihr Geld bei uns auch in schwierigen Zeiten gut angelegt ist“, sagt Matthias John, VP Sales & Client Success. „Besonders groß ist derzeit das Interesse an unserem Private-Equity-Angebot“.


Das Investment-Team

Und tatsächlich ist Private Equity in Phasen, in denen der Aktienmarkt schwächelt, eine besonders gute Wahl. Warum das so ist, erklärt am besten Johannes Gamroth. Er ist Leiter der Abteilung Investment Product bei LIQID. Gemeinsam mit seinem Team entwickelt Gamroth die Anlageprodukte für unsere Kunden und optimiert sie kontinuierlich – das ganze in Zusammenarbeit mit unserem Partner HQ Trust, dem Family Office der Familie Harald Quandt.

Was also macht Private Equity gerade jetzt so attraktiv? „Auch die Preise von privaten, nicht börsennotierten Unternehmen gehen in schwachen Börsenphasen zurück. Das ermöglicht es Private-Equity-Fonds, gute Deals zu machen und Unternehmen zu einem besonders günstigen Preis zu erwerben“, erklärt Gamroth. Aktuell hat Gamroths Team natürlich eine Menge zu tun: „Wir verfolgen die Entwicklung an den Märkten noch intensiver als sonst, beobachten wie die Zentralbanken agieren und stimmen uns eng mit den Experten von HQ Trust ab“, so Gamroth. „Aktuell haben wir fast eine Standleitung mit ihnen“, sagt er.

 

Das Operations-Team

Viel beschäftigt ist derzeit bei LIQID auch das Team „Operations“. Das ist die Abteilung, die dafür sorgt, dass neu hereinkommende Kundengelder möglichst schnell angelegt werden oder auch dass Wertpapiere verkauft werden, wenn Kunden Kapital abziehen. „Derzeit handeln wir natürlich deutlich häufiger und auch höhere Volumina als sonst. Und wir haben die Zahl der Handelstage erhöht, damit die Anlagewünsche unserer Kunden noch schneller umgesetzt werden können“, erklärt Karl Hunger, der das Team schon seit den Anfängen von LIQID leitet. „Auch wenn ein Kunde nur die Risikoklasse wechselt, bedeutet das für uns, dass gehandelt werden muss. Trotzdem versuchen wir natürlich, alles so schnell wie möglich abzuwickeln.“

„Wir wissen nicht genau, wie es an den Märkten kurzfristig weitergeht. Aber Kunden sollten sich immer darüber im Klaren sein, dass sie in fundamental gesunde Unternehmen investieren, die auch nach einem Kursrückgang noch dieselben sind“, fasst Investment-Product-Chef Johannes Gamroth zusammen, „Und wir tun alles dafür, in jeder Marktlage besser als die Konkurrenz zu sein.“ Das gelingt Gamroth und seinem Team nicht nur in guten Zeiten, sondern auch aktuell hervorragend: So hat das Handelsblatt in dieser Woche die Performance von digitalen Vermögensverwaltern seit dem 20. Februar – dem Tag, an dem der Abwärtstrend begann – verglichen und festgestellt, dass LIQID, bezogen auf ein Portfolio mit 50 Prozent Aktienanteil, die geringsten Verluste für seine Kunden erlitten hat.

Lassen wir zum Abschluss LIQID-CEO Christian Schneider-Sickert zu Wort kommen: „Wir befinden uns zweifellos in der Phase der bislang größten Börsenkorrektur in den knapp vier Jahren, die wir am Markt sind“, sagt er. Sein Ratschlag an die Kunden: „Um Panikverkäufe zu vermeiden, sind langfristig ausgerichtete Anlagestrategien wichtig. Um das sicherzustellen, sollte jeder seine persönliche Risikoneigung ermitteln.”

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