Private Equity: Was Sie wissen sollten

Hohe Renditen, hohes Risiko? Viele halten Private Equity für eine nur schwer zugängliche und riskante Anlageklasse. Trifft das zu? Wir durchleuchten für Sie den Markt für privates Beteiligungskapital.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Private Equity (PE) ist eine sogenannte Alternative Anlageklasse, über die sich Investoren an etablierten Unternehmen mit unerschlossenem Potenzial beteiligen.
  • Private-Equity-Investitionen finden abseits der Börse statt und machen das eigene Portfolio somit unabhängiger vom Kapitalmarkt.
  • Eine PE-Allokation bietet die Chance auf hohe Renditen und verbessert das Rendite-Risiko-Profil.
  • Die besten Private-Equity-Fonds setzen eine Kapitalzusage von mehreren Millionen Euro voraus, so dass der Zugang bisher nur hochvermögenden und institutionellen Anlegern möglich war.
  • Anbieter wie LIQID demokratisieren den Markt für privates Beteiligungskapital.

 

Wer an der positiven Entwicklung von Unternehmen teilhaben will, kauft ihre Aktien. Das ist das Einmaleins der Geldanlage an der Börse. Was viele nicht wissen: Erfahrene Anleger können auch in etablierte Unternehmen investieren, die nicht an der Börse gehandelt werden.

Private Equity (PE) lautet der Fachbegriff dafür. Übersetzt bedeutet er „Privates Beteiligungskapital“ und beschreibt das Investment in nicht börsennotierte Unternehmen.

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Dabei gilt: Nicht jeder Anleger kann ohne Weiteres zum Private-Equity-Investor werden. Was genau diese Anlageklasse auszeichnet, für wen sie sich eignet und welche bekannten Weltkonzerne in Private-Equity-Besitz sind, erfahren Sie in diesem Artikel.

Was ist Private Equity?

Der Begriff Private Equity bezeichnet außerbörsliche Investitionen in Unternehmen. Es handelt sich dabei also um eine Anlageklasse, die Ihr Portfolio unabhängiger vom Kapitalmarkt macht und somit zu den Alternativen Anlagen zählt.

Für Privatanleger ist es nahezu unmöglich, diese Investitionen selbst zu tätigen. Die Geschäfte werden in der Regel über hoch spezialisierte Private-Equity-Gesellschaften abgewickelt, die sich hervorragend in den Branchen auskennen, in die sie investieren. Das sorgt zugleich für eine größere Risikostreuung, da sich die Fonds nicht nur an einem, sondern an mehreren Unternehmen beteiligen.

Private Equity ist eine illiquide Anlageklasse. Das bedeutet, dass die Fonds das Geld ihrer Anleger für mehrere Jahre binden. So ergibt sich eine langfristige Perspektive und ausreichend Zeit, um das Portfolio aktiv weiterzuentwickeln. Sollten Anleger ihr Geld vorzeitig zurück haben wollen, ist das oft nur mit hohen Abschlägen möglich.

Warum sollte man in Unternehmen außerhalb der Börse investieren?

Private-Equity-Investoren beteiligen sich an etablierten Unternehmen mit unerschlossenem Potenzial. Die Renditechancen sind dementsprechend hoch: Zwischen 2001 und 2019 haben Private-Equity-Fonds für ihre Anleger eine durchschnittliche Rendite (IRR) von 12,5 Prozent nach Kosten erzielt – in etwa sieben Prozentpunkte mehr als der weltweite Aktienmarkt. Im Top-Quartile, dem besten Viertel der Fonds, lag die Rendite sogar bei 19,5 Prozent.

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Neben den hohen Renditechancen sprechen weitere Gründe für Private Equity. Einer davon ist die Diversifikation des eigenen Portfolios. Im Kontext des Gesamtvermögens verbessert eine systematisch diversifizierte Private-Equity-Allokation das Rendite-Risiko-Profil, also ​​das Verhältnis des erwarteten Kapitalgewinns zum Risiko der Geldanlage.

Was unterscheidet Private Equity von Venture Capital?

Private Equity wird häufig fälschlicherweise mit Venture Capital (Wagniskapital) gleichgesetzt. Dabei gibt es klare Unterschiede, allen voran die Lebensphase der Zielunternehmen.

Venture Capital zielt auf junge Unternehmen in der Seed- oder der Early-Stage-Phase. Es sind Start-ups, die noch an der Fertigstellung ihres Produktes oder einer validen  Einschätzung der Produktidee und des Marktes feilen. Sie sind meist dringend auf externes Kapital angewiesen, da die ersten Mittel verbraucht sind und die Gewinnzone noch in weiter Ferne liegt.

Im Bereich Private Equity sind die Unternehmen bereits deutlich weiter in ihrer Entwicklung. Häufig handelt es sich um Mittelständler oder Konzernabspaltungen, die bereits bewiesen haben, dass ihr Geschäftsmodell funktioniert. Die benötigten Finanzmittel in diesen Phasen sind zwar höher, das Verlustrisiko einer Investition in Private-Equity-Unternehmen ist dafür aber auch geringer.

Private-Equity-Fonds sind auf vier verschiedene Phasen spezialisiert:

  • Growth: Beteiligung an mittelgroßen Unternehmen mit hohem Umsatzwachstum, die Kapital und Unterstützung bei der Expansion benötigen.
  • Buyout: Übernahme von großen, etablierten Unternehmen mit der Absicht, ihren Wert unter anderem durch operative Verbesserungen zu steigern.
  • Distressed/Turnaround: Übernahme von Unternehmen in Schieflage mit der Absicht, diese zu sanieren.
  • Secondary: Übernahme von bestehenden Beteiligungen oder ganzen Portfolios anderer Private-Equity-Fonds.

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Wie funktioniert ein Private-Equity-Fonds?

Private-Equity-Fonds investieren in nicht börsennotierte Unternehmen und unterstützen diese mit finanziellen, operativen und strategischen Maßnahmen dabei, ihr Geschäft zu entwickeln. Im Vergleich zu klassischen Aktienfonds profitieren PE-Fonds von strukturellen Vorteilen über den gesamten Investment-Verlauf.

  • Kauf: Vor dem Kauf prüfen die Fondsmanager mögliche Beteiligungen intensiv. Hierbei setzen sie Experten mit relevanter Branchenerfahrung ein, mit denen sie ein detailliertes Konzept für die Beteiligung – die sogenannte Investment-These – entwickeln.
  • Wertsteigerung: Weil Private-Equity-Fonds ihre Portfoliounternehmen kontrollieren, können sie ihre Investment-These nach dem Kauf konsequent umsetzen. Typische Maßnahmen zur Wertsteigerung reichen von einer Optimierung von Einkauf und Produktion bis hin zu strategischen Zukäufen, geografischer Expansion und Veränderungen an den Anreizstrukturen für das Management.
  • Verkauf: Dank ihrer langfristigen Perspektive können Private-Equity-Fonds den besten Zeitpunkt für den Verkauf eines Portfolio-Unternehmens weitgehend flexibel bestimmen. Ein Exit kann je nach Situation über einen Börsengang (Initial Public Offering, IPO), einen Verkauf an ein anderes Unternehmen oder einen anderen Private-Equity-Fonds erfolgen.

Um wirkungsvoll tätig sein zu können, erwerben die Fonds typischerweise Mehrheitsbeteiligungen an Unternehmen. Obwohl die Fonds beim Kauf auch Fremdkapital einsetzen, um ihre Rendite zu steigern, stellen operative und strategische Verbesserungen an ihren Portfoliounternehmen den langfristig wichtigsten Hebel zur Wertsteigerung dar.

In der Regel kommt es nach etwa vier bis sechs Jahren zum Exit, wenn ein Private-Equity-Fonds eine Beteiligung mit Gewinn verkauft.

Für wen eignet sich PE als Anlageklasse?

Private Equity ist eine Anlageklasse, die für professionelle Privatanleger und institutionelle Investoren seit langem unerlässlich ist. Zwischen 2010 und 2020 hat sich das Investitionsvolumen in Deutschland mehr als verdoppelt.

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Für die meisten Anleger war es bis vor Kurzem jedoch kaum möglich, über privates Beteiligungskapital in Unternehmen zu investieren und von den hohen Renditechancen abseits der Kapitalmärkte zu profitieren. Denn die besten Private-Equity-Fonds akzeptieren nur professionelle Investoren, die bereits in Vorgängerfonds investiert haben und mindestens fünf bis 20 Millionen US-Dollar zeichnen können.

Mit LIQID Private Equity erleichtern wir erfahrenen Privatanlegern diesen Zugang nun deutlich. Bereits ab 200.000 Euro investieren sie bei uns in einige der weltweit erfolgreichsten Fonds.

Möglich wird dies durch die Kombination unserer innovativen, digitalen Prozesse mit dem Know-how der Anlageexperten von HQ Trust, einem der renommiertesten Family Offices in Deutschland. LIQID Private Equity zeichnet nur Fonds, in die auch HQ Trust und HQ Capital für ihre eigenen Mandanten investieren.

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So eignet sich die Anlageklasse inzwischen für eine deutlich breitere Gruppe an Anlegern.

Welche großen Firmen gehören privaten Kapitalgebern?

Es gibt überraschend viele bekannte Unternehmen, die in Private-Equity-Besitz sind oder waren.

Bekannte Unternehmen, die in Private-Equity-Besitz waren:

  • Hertz
  • Hugo Boss
  • Hilton
  • Ducati
  • Verivox
  • Formula 1

Bekannte Unternehmen, die in Private-Equity-Besitz sind:

  • Techem
  • Stada
  • Burger King
  • TeamViewer
  • Douglas
  • Rodenstock

Was ist ein Leveraged Buyout?

Bei Private-Equity-Investitionen gibt es verschiedene Formen der Unternehmensübernahme. Eine der gängigsten ist der Leveraged Buyout (LBO). Hier finanziert der Fonds den Kauf zu einem großen Teil aus Fremdkapital und bürdet den Kredit dem übernommenen Unternehmen auf. Für den Fonds entsteht auf diese Weise ein Hebeleffekt auf die Rendite, der sogenannte Leverage-Effekt, da er weniger Eigenkapital einsetzen muss.

Ein Leveraged Buyout erfolgt in Zusammenarbeit zwischen dem Fonds und dem Management des Unternehmens. Trotz der Schulden, die das Unternehmen aus dem Cashflow tilgen muss, entstehen ihm keine wesentlichen Nachteile. Denn da der Fonds nun Mehrheitseigner ist, möchte er auch, dass das Unternehmen wirtschaftlich gesund ist.

Was ist ein Management Buyout?

Anders als beim Leveraged Buyout, bei dem sich die Private-Equity-Gesellschaft in ein Unternehmen einkauft, handelt es sich beim Management Buyout um eine Exit-Strategie. Dann nämlich, wenn der Fonds sich dazu entscheidet, sich von einer Beteiligung zu trennen, verkauft er es nicht selten an die Geschäftsführung des Unternehmens.

Der Management Buyout ist damit eine von mehreren Exit-Strategien. Zu den anderen Exit-Varianten gehören der Verkauf an einen strategischen Investor (Trade Sale) oder einen anderen Finanzinvestor (Secondary Buyout) sowie der Börsengang (IPO).

Welche Chancen und Risiken bergen Private-Equity-Investitionen?

Private Equity bietet die Chance auf hohe Renditen. Die besten Fondsmanager sind erfolgreich, weil sie über langjährige Expertise und internationale Netzwerke verfügen. Diese kommen beim Kauf, der Umsetzung von Maßnahmen zur Wertsteigerung und schließlich beim Exit ihrer Portfoliounternehmen zum Tragen.

Anders als bei Aktienfonds gelten die historischen Renditen von Private-Equity-Managern daher als guter Indikator für ihr zukünftiges Potenzial. Denn ihre Expertise baut sich im Laufe der Zeit auf. Bei etablierten Managern ist die Wahrscheinlichkeit entsprechend hoch, dass sich auch ihre neuen Fonds besser als der Gesamtmarkt entwickeln.

Allerdings gibt es zwischen den besten und schlechtesten Private-Equity-Managern deutliche Renditedifferenzen. Und: Investieren Anleger nur in einen einzigen Fonds, ist das mit einem erhöhten Risiko verbunden. 

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Mit LIQID Private Equity, das formal als Dachfonds konzipiert ist, bieten wir Ihnen den Zugang zu den Top-Fonds der Branche. Dachfonds weisen gegenüber der Zeichnung eines einzelnen Private-Equity-Fonds ein verbessertes Rendite-Risiko-Profil auf. Der Grund: Die Performance von im Rückblick weniger erfolgreichen Fonds wird von besseren Fonds ausgeglichen. Eventuelle Ausfälle fallen so weniger ins Gewicht. Ein Nachteil sind marginal höhere Kosten als bei der Zeichnung einzelner Fonds.

In unseren Dachfonds haben wir bereits erfolgreich in einige der renommiertesten Private-Equity-Manager weltweit investiert. Dazu gehören Fondsmanager von Permira, KKR, Nordic Capital und vielen weiteren Top-Performern der Branche.

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