Jetzt LIQID kennenlernen
Jetzt investieren

Was ist die firstfive AG?

21. September 20265 Min. LesezeitDr. Martin Meuter

firstfive vergleicht seit mehr als 20 Jahren reale Kundendepots nach Kosten und Risiko. Das etablierte Institut macht die Leistung professioneller Vermögensverwalter über mehrere Zeiträume sichtbar.

Key Takeaways
  1. firstfive ist ein bankenunabhängiges Rankinginstitut ohne eigene Vermögensverwaltung oder produktspezifische Interessenkonflikte.

  2. Namhafte Privatbanken und unabhängige Vermögensverwalter treten in den Rankings unter einheitlichen Bedingungen gegeneinander an.

  3. firstfive bucht Transaktionen nach, misst Renditen nach Gesamtkosten und ordnet Depots nach Risiko, Sharpe-Ratio und vier Zeiträumen.

  4. LIQID gewann 2025 die Gesamtwertung über 12, 36 und 60 Monate mit einmal Gold und zweimal Silber – ein Beleg für Stärke und Konsistenz.

Vermögensverwalter veröffentlichen häufig Modellrechnungen oder ausgewählte Leistungsdaten. Solche Angaben lassen sich nur schwer vergleichen, wenn Portfolios, Zeiträume, Risiken und Kosten voneinander abweichen.

firstfive setzt deshalb bei realen Depots an. Das Analysehaus ordnet deren Ergebnisse nach einheitlichen Kriterien und macht umgesetzte Anlagestrategien vergleichbarer.

Was ist die firstfive AG?

Die firstfive AG ist ein bankenunabhängiges Controlling- und Rankinginstitut. Das Unternehmen ist seit 2000 am Markt und firmiert seit 2003 als firstfive AG. Es betreibt keine eigene Vermögensverwaltung und ist damit frei von produktspezifischen Interessenkonflikten.

Damit unterscheidet sich firstfive von Rankings, die ausschließlich auf Modellportfolios oder Selbstauskünften der Anbieter beruhen. Das Institut wertet Ergebnisse aus tatsächlich geführten Kundendepots aus.

Namhafte Privatbanken und unabhängige Vermögensverwalter treten im Depotleistungsvergleich unter einheitlichen Bedingungen an. Auch Fachmedien greifen die Auswertungen auf. Das Private Banking Magazin berichtete 2024 über die zehnte firstfive-Gala und hob die Auswertung realer statt modellierter Portfolios hervor. firstfive verfügt über eine lange Datenhistorie, ein breites Teilnehmerfeld und regelmäßige Medienresonanz.

Wie funktioniert die Analyse von firstfive?

firstfive erfasst reale Portfoliodaten einheitlich, berechnet Ergebnisse nach Kosten und ordnet sie risikoadjustiert ein.

Anonymisierte Kundendepots

firstfive wertet einen Pool anonymisierter realer Kundendepots aus. Die gemessene Wertentwicklung stammt damit aus umgesetzten Anlagestrategien und nicht nur aus einer theoretischen Rückrechnung. Die Anonymisierung schützt die Identität der Depotinhaber.

Für eine einheitliche Auswertungsbasis erfasst firstfive sämtliche Wertpapiertransaktionen und Geldbuchungen nach. Nennenswerte Abweichungen zu den Bankdaten werden mit dem jeweiligen Institut geklärt.

Ergebnisse nach Kosten

firstfive berechnet die Rendite zeitgewichtet nach Gesamtkosten, darunter Verwaltungs-, Depot- und Transaktionskosten, und vor persönlichen Steuern. So werden externe Mittelbewegungen ausgeblendet und die Managementleistung vergleichbarer.

Risikoadjustierter Vergleich

Eine Rendite allein sagt wenig über die Qualität des Portfoliomanagements aus. firstfive ordnet reale Depots deshalb anhand ihrer historischen Volatilität vier Risikoklassen zu. Ändert sich das gemessene Risiko, wird das Depot automatisch neu klassifiziert.

Für die Rangfolge der „firstfive-Depots“ nutzt das Institut die Sharpe-Ratio. Sie setzt die Überschussrendite ins Verhältnis zum eingegangenen Gesamtrisiko. Die „Top Performer“ werden dagegen nach der absoluten Rendite geordnet. So trennt firstfive risikoadjustierte Managementleistung von der reinen Wertentwicklung.

Warum sind die Auswertungen für Anleger relevant?

Die Analysen ergänzen die Informationen, die Anleger bei der Auswahl einer professionellen Vermögensverwaltung berücksichtigen. Reale Depotdaten zeigen Leistung und Konsistenz zusätzlich zu den Angaben der Anbieter.

Ein aussagekräftiger Vergleich verlangt dennoch einen gemeinsamen Kontext. Zeitraum, Anlagestrategie und eingegangenes Risiko müssen hinreichend ähnlich sein. Auch Servicequalität, Anlageprozess und persönliche Eignung lassen sich nicht allein aus einer Renditekennzahl ablesen.

Welche Bedeutung haben firstfive-Ranglisten?

firstfive veröffentlicht monatlich die fünf besten Depots in vier Risikoklassen und über 12, 24, 36 sowie 60 Monate. Die jährlichen Awards bündeln die risikoadjustierten Ergebnisse aus drei Risikoklassen. Ein Spitzenplatz verlangt damit starke Resultate über mehrere Anlagestrategien hinweg.

Ein Ranking bleibt jedoch eine vergangenheitsbezogene Auswertung. Seine Aussagekraft hängt von Methodik, Zeitraum, Risikoklasse und Vergleichsgruppe ab. Anleger sollten es deshalb als einen Baustein einer umfassenderen Beurteilung verstehen.

Die Teilnahme am Depotvergleich ist freiwillig und kostenpflichtig. Nutzungsrechte für Qualitätssiegel werden separat lizenziert. firstfive betont zugleich, dass es keine Platzierungsgarantie gibt. Die Vergleichsgruppe ist daher nicht mit einer vollständigen Erhebung des Gesamtmarkts gleichzusetzen.

LIQID mit Stärke über mehrere Zeiträume

Die seit 2017 veröffentlichten firstfive-Platzierungen zu LIQID liefern bei der Beurteilung des Wealth Managements einen externen Datenpunkt neben Strategie, Risiko und Service.

Beim firstfive Award 2025 erreichte LIQID das beste Gesamtergebnis aller Teilnehmer. Der Wealth Manager belegte Platz 2 über 12 Monate, Platz 1 über 36 Monate und Platz 2 über 60 Monate. Mit einmal Gold, zweimal Silber und 254 von 300 Punkten lag LIQID in der Gesamtwertung vorn.

Die Kombination der Podestplätze ist besonders aussagekräftig. LIQID zählte sowohl kurz- als auch mittel- und langfristig zu den stärksten Teilnehmern. In der 5-Jahres-Wertung verteidigte LIQID zudem den zweiten Platz aus dem Vorjahr. Das unterstreicht die Konsistenz der Ergebnisse über unterschiedliche Marktphasen und Anlagehorizonte.

Fazit

firstfive macht die Leistung professioneller Vermögensverwalter anhand anonymisierter realer Depots nach Kosten und Risiko vergleichbar. Die langjährige Datenbasis, die Beteiligung namhafter Häuser und die unabhängige Methodik erklären den guten Ruf des Instituts.

Für eine fundierte Entscheidung müssen Anleger die Ergebnisse im Zusammenhang mit Risiko, Strategie, Zeitraum und weiteren Qualitätsmerkmalen betrachten. Die firstfive-Auswertungen zeigen zugleich, dass LIQID über kurze, mittlere und lange Zeiträume zu den stärksten und konsistentesten Teilnehmern zählt.

Autor

Dr. Martin Meuter

Managing Director und Head of Portfolio Management

Dr. Martin Meuter leitet das Portfolio Management und ist Geschäftsführer der LIQID Asset Management. Er ist seit 2022 bei LIQID und steuert unser Investmentteam sowie die Zusammenarbeit mit den Partnern LGT, HQ Capital, VenCap und Neuberger. Zuvor beriet er Banken und Versicherungen im Bereich Investment- und Risikomanagement. Er hat einen Bachelor der TU München, einen Master der Erasmus Universität Rotterdam und einen Doktortitel in Finanzwirtschaft der Universität zu Köln.


Weiterlesen

Diese Artikel passen dazu

  1. Was ist eine Benchmark?

    6 Min. Lesezeit

    Welche Arten von Vergleichsmaßstäben es gibt, woran eine passende Benchmark zu erkennen ist und wie sie in der Praxis zusammengesetzt wird.

    Weiterlesen
  2. Was ist ein Rendite-Risiko-Profil?

    10 Min. Lesezeit

    Wie erwartete Rendite, Volatilität, maximaler Drawdown und Sharpe Ratio zusammenspielen, was bei Private Markets anders ist und wie das Profil einer Anlage zum persönlichen Risikoprofil passt.

    Weiterlesen
  3. Was ist Volatilität?

    13 Min. Lesezeit

    Wie Schwankungen gemessen und annualisiert werden, warum Private Markets ruhiger wirken, als sie sind und was das für Anlageentscheidungen bedeutet.

    Weiterlesen