Wer ist Upvest, die Infrastruktur hinter Ihrem LIQID-Depot?
18. September 20263 Min. LesezeitDr. Martin Meuter
Handel, Abwicklung und Verwahrungssteuerung laufen über eine einzige technische Schnittstelle: die von Upvest. Das 2017 gegründete Berliner Unternehmen ist heute ein von der BaFin reguliertes Wertpapierinstitut und steuert für LIQID die Wertpapierabwicklung der SAVE-, CORE- und NXT-Portfolios.
Upvest steuert für LIQID die Verwahrung und den Handel der Wertpapiere in den SAVE-, CORE- und NXT-Portfolios. Das Unternehmen wählt keine Investments aus, sondern liefert die Infrastruktur, über die Orders ausgeführt und abgewickelt werden.
Eine einzige technische Schnittstelle (API) bündelt Orderausführung, Abwicklung und Verwahrungssteuerung für Aktien, ETFs, Fonds und Anleihen. Die rechtliche Verwahrung selbst erfolgt bei Depotbanken wie der Deutschen Bank und BNP Paribas.
Begonnen hat Upvest 2017 in Berlin als Blockchain-Start-up für die Verwahrung von Kryptowerten; heute ist das Unternehmen ein von der BaFin beaufsichtigtes Wertpapierinstitut und in über 20 europäischen Märkten aktiv.
Auf einen Blick
| Gründungsjahr | 2017 |
|---|---|
| Sitz | Berlin, Deutschland (aktiv in über 20 europäischen Märkten) |
| Geschäftsmodell | Eine technische Schnittstelle (API) für Orderausführung, Abwicklung und Verwahrungssteuerung; Kunden sind Banken, FinTechs und Vermögensverwalter in Europa |
| Bezug zu LIQID | Technologie- und Infrastrukturpartner |
| Rolle | Steuert Verwahrung und Handel der Wertpapiere in den SAVE-, CORE- und NXT-Portfolios bei Depotbanken wie der Deutschen Bank und BNP Paribas |
Wer ist Upvest?
Upvest ist ein 2017 in Berlin gegründetes Unternehmen und heute ein von der BaFin beaufsichtigtes Wertpapierinstitut. Das Unternehmen liefert Anlage-Infrastruktur für Banken und Finanzdienstleister: Eine einzige technische Schnittstelle (API) bündelt Orderausführung, Abwicklung und Verwahrung. Banken, FinTechs und Vermögensverwalter in Europa nutzen diese Infrastruktur, um ihren Kunden Zugang zu Aktien, ETFs, Fonds und Anleihen zu eröffnen.
Gegründet wurde Upvest von Martin Kassing, der zuvor im Private-Equity-Bereich sowie als Gründer eines an Klarna verkauften Fintech-Unternehmens tätig war. Heute ist Upvest in über 20 europäischen Märkten aktiv und zu seinen Kunden zählen neben LIQID auch andere Banken und FinTechs, die ihre Wertpapierabwicklung modernisieren.
Vom Blockchain-Start-up zum Wertpapierinstitut
Begonnen hat Upvest nicht mit klassischen Wertpapieren, sondern als Blockchain-Start-up für die Verwahrung von Kryptowerten. Erst später kam die Infrastruktur für klassische Wertpapiere (Aktien, ETFs, Fonds, Anleihen) hinzu. Diese Herkunft aus der Technologiebranche unterscheidet Upvest von traditionellen Depotbanken: Das Unternehmen versteht sich in erster Linie als Softwareanbieter, der die technischen Prozesse rund um Handel und Verwahrung modernisiert – nicht als klassische Bank mit eigenem Filialgeschäft.
Um Kunden wie LIQID diese Infrastruktur überhaupt anbieten zu dürfen, musste Upvest die entsprechenden Erlaubnisse der BaFin erwerben und ist seither als Wertpapierinstitut reguliert. Diese regulatorische Einordnung unterscheidet Upvest von einem reinen Softwareanbieter ohne Finanzaufsicht.
Wie arbeitet LIQID mit Upvest zusammen?
Upvest steuert für LIQID die Verwahrung und den Handel der Wertpapiere in den SAVE-, CORE- und NXT-Portfolios. Das bedeutet konkret: Wer bei LIQID investiert, dessen Orderausführung und Abwicklung läuft technisch über die Infrastruktur von Upvest. Die eigentliche Verwahrung der Wertpapiere erfolgt dabei bei etablierten Depotbanken wie der Deutschen Bank und BNP Paribas.
Diese Struktur ist wichtig zu verstehen: Upvest ist die technische Schicht zwischen LIQID und den Depotbanken und nicht die Stelle, bei der das Vermögen der Kundschaft rechtlich verwahrt wird. Die Verwahrung selbst bleibt bei den genannten Depotbanken.
Was bedeutet das für Anleger?
Upvest ist ein technisch moderner und effizienter Weg für LIQID und somit auch Anleger, Orders auszuführen und abzuwickeln. Eine einzige, regulierte Infrastruktur statt vieler getrennter Systeme kann Prozesse schneller und robuster machen.
Wichtig bleibt die Abgrenzung: Upvest trifft keine Anlageentscheidungen für Kunden und ist nicht die Stelle, bei der Vermögen rechtlich verwahrt wird. Diese Rolle übernehmen weiterhin die Depotbanken – etwa die Deutsche Bank oder BNP Paribas. Upvest sorgt vor allem dafür, dass die technischen Abläufe dorthin reibungslos funktionieren.


Dr. Martin Meuter leitet das Portfolio Management und ist Geschäftsführer der LIQID Asset Management. Er ist seit 2022 bei LIQID und steuert unser Investmentteam sowie die Zusammenarbeit mit den Partnern LGT, HQ Capital, VenCap und Neuberger Berman. Zuvor beriet er Banken und Versicherungen im Bereich Investment- und Risikomanagement. Er hat einen Bachelor der TU München, einen Master der Erasmus Universität Rotterdam und einen Doktortitel in Finanzwirtschaft der Universität zu Köln.
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