Private Equity Essentials

Was kostet eine Anlage in Private Equity?

So setzt sich Verwaltungsgebühr und Erfolgsbeteiligung bei Private Equity zusammen.

Autor:
Sebastian Knüchel
Datum:
September 21, 2023
Lesedauer:

Ein Blick hinter die Private-Equity-Kostenstruktur

Die Gebührenstruktur von Private-Equity-Fonds ist vergleichsweise komplex. Auch deshalb hat Private Equity den Ruf, für Anleger teuer zu sein.

Obwohl die laufenden Verwaltungsgebühren der meisten Private-Equity-Fonds in der Tat leicht über denen von Aktienfonds liegen, finanzieren diese einen unternehmerisch orientierten Investmentansatz, der deutlich über den von Aktienmanagern hinaus geht. Darüber hinaus erhalten Private-Equity-Fonds eine Erfolgsbeteiligung, die unter professionellen Investoren als ein großer Vorteil der Anlageklasse gilt. Denn sie wird erst fällig, wenn die Investoren ihr Kapital mit einer Mindestverzinsung zurückerhalten haben.

Warum das relevant ist: Ein oberflächlicher Vergleich der Verwaltungsgebühren von Private Equity mit anderen Anlageklassen ist nicht zielführend. Private-Equity-Manager erhalten den Großteil ihrer Vergütung in Form einer Erfolgsbeteiligung, die einer Gleichstellung der Interessen von Investoren und Managern dient.

Wie sich die Kosten zusammensetzen

Wie sich die Kosten zusammensetzen

Private-Equity-Fonds erheben eine laufende Verwaltungsgebühren auf das von ihnen verwaltete Kapital. Diese beträgt in der Regel ein bis zwei Prozent pro Jahr des in den Fonds investierten Kapitals. Darüber hinaus fallen interne Kosten für den Betrieb des Fonds, wie Fondsadministration, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater an. Diese bewegen sich meist im Rahmen von 0,1 bis 0,3 Prozent pro Jahr.

Zum Vergleich: Laut einer Studie der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) erheben typische Aktien- und Mischfonds typischerweise Gebühren von 1,8 Prozent pro Jahr.

Darüber hinaus erhalten Private-Equity-Manager einen Anteil am Gewinn ihrer Fonds. Dieser wird als Carried Interest (oder Carry) bezeichnet und beträgt in der Regel 20 Prozent der Gewinne eines Fonds, nachdem die Investoren ihr Kapital zurückerhalten sowie eine bevorzugte jährliche Rendite, auch Hurdle Rate genannt, von in der Regel acht Prozent erwirtschaftet haben. Der Carry ist ein wichtiger Anreiz für die Private-Equity-Manager. Neben der Eigenbeteiligung der Manager dient er dazu, eine Interessengleichheit zwischen den Investoren und Fondsmanagern herzustellen.

Bedingt durch den Carry ist ein Private-Equity-Fonds, der für seine Anleger eine hohe Rendite erzielt, absolut gesehen ein vergleichsweise „teurer“ Fonds. Gleichzeitig erzielt er auch für die Anleger eine bessere Netto-Rendite als ein “günstigerer Fonds” bei dem die Erfolgsbeteiligung kleiner ausfällt.

Worauf es zu achten gilt: Die detaillierte Gebührenstruktur eines Private-Equity-Fonds ist ein wichtiger Bestandteil der Due-Diligence-Prüfung, die professionelle Investoren vor einem Investment in Private Equity durchführen. Neben der Höhe zählt auch die Struktur der direkten und indirekten Kosten. Beispielsweise sollte die absolute Höhe des Carrys in einem gesunden Verhältnis zum Volumen des Fonds stehen. Darüber hinaus sollte der Carry den Gesamterfolg des Fonds und nicht nur einzelne Transaktionen berücksichtigen, und dabei fair innerhalb des Fondsmanagement-Teams aufgeteilt sein.
Private Equity Essentials

Sebastian Knüchel
CEO & Founder von LIQID

Warum das relevant ist:
Die Kosten variieren stark sowohl auf der Ebene der Vermögensverwalter als auch auf Produktebene.

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Product Specialist – Private Markets, LIQID
Sebastian Knüchel

Sebastian ist Product Specialist im Private-Markets-Team bei LIQID. Neben seiner Tätigkeit in der Produktentwicklung sowie der internen und externen Kommunikation, verfasst er Artikel rund um das Thema Private Markets.