Private Equity Essentials

Was ist die J-Curve?

Die J-Kurve im Private Equity beschreibt den zeitlichen Verlauf von Renditen und Kapitalverlusten und zeigt, wie Geduld und langfristiges Denken bei Investitionen belohnt werden.

Autor:
Sebastian Knüchel
Datum:
September 21, 2023
Lesedauer:
5 Minuten

Private Equity verstehen: Die Bedeutung der J-Curve für Anleger

Aufgrund der hohen Initialkosten beim Erwerb von Unternehmen sinkt der Gesamtwert eines Private-Equity-Fonds typischerweise zu Beginn unter den Buchwert der Unternehmen. Die Performance des Fonds ist zu diesem Zeitpunkt also unter null – solange bis Wertsteigerungsmaßnahmen greifen und erste Einnahmen fließen. Die sogenannte J-Curve ist die grafische Darstellung dieser typischen IRR-Entwicklung eines Private-Equity-Fonds.

Warum das relevant ist: Es ist völlig normal, dass die Rendite eines Private-Equity-Fonds unter null fällt, bevor sie wieder ansteigt. Die J-Curve von Private Equity kann abgeflacht werden, indem Sekundärmarktfonds in ein diversifiziertes Portfolio aufgenommen werden.

Performance unter null

Performance unter null

In seiner Anfangszeit erwirbt ein Private-Equity-Fonds seine ersten Unternehmen. Er hat noch keine Erträge, erhält nur wenige Dividenden und hatte noch keine Gelegenheit, Maßnahmen durchzuführen, die den Wert seines Portfolios über den Anschaffungspreis hinaus steigern. Stattdessen fallen Kosten an, wie transaktionsbezogene Kosten und Verwaltungsgebühren. Infolgedessen sinkt der Gesamtwert eines Portfolios tendenziell unter den Gesamtbuchwert der Unternehmen, die der Fonds erworben hat – und die Rendite des Fonds sinkt unter null.

Quelle: LIQID

Mit der Zeit erhält der Fonds Erträge aus Dividenden und der Buchwert seiner Portfoliounternehmen steigt aufgrund operativer und strategischer Verbesserungen. Der Gesamtwert des Portfolios beginnt nun, über den ursprünglichen Gesamtbuchwert des Portfolios hinaus zu steigen und die Rendite des Fonds bewegt sich in den positiven Bereich.

Gut zu wissen: Der Teil der J-Curve, der unterhalb der Nullrendite liegt, wird manchmal als das "Tal der Tränen" bezeichnet. Alle Private-Equity-Anleger müssen es durchschreiten, um von den langfristigen Überrenditen der Anlageklasse zu profitieren.
Private Equity Essentials

Sebastian Knüchel
CEO & Founder von LIQID

Warum das relevant ist:
Die Kosten variieren stark sowohl auf der Ebene der Vermögensverwalter als auch auf Produktebene.

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Product Specialist – Private Markets, LIQID
Sebastian Knüchel

Sebastian ist Product Specialist im Private-Markets-Team bei LIQID. Neben seiner Tätigkeit in der Produktentwicklung sowie der internen und externen Kommunikation, verfasst er Artikel rund um das Thema Private Markets.