Wealth Management Essentials

Was kostet das Wealth Management?

Die Kosten für das Wealth Management können stark variieren. Selbst kleine Unterschiede haben langfristig einen großen Einfluss auf die Vermögensentwicklung.

Autor:
Dr. Martin Meuter
Datum:
February 16, 2024
Lesedauer:
12 Minuten

Kosten in der Vermögensverwaltung: Wie sie Ihre Rendite beeinflussen und wie man sie minimiert

Im Rahmen der professionellen Vermögensverwaltung entstehen verschiedene Kosten, die die Rendite der Anlage schmälern. Grundsätzlich unterscheidet man dabei zwischen Kosten, die seitens des Vermögensverwalters anfallen, und Kosten, die durch die ausgewählten Finanzinstrumente verursacht werden. Je nach Vermögensverwalter bzw. den eingesetzten Instrumenten können die Gesamtkosten stark variieren. Selbst kleine Unterschiede können jedoch langfristig einen großen Einfluss auf die Vermögensentwicklung haben.

Warum das relevant ist: Die Kosten der professionellen Vermögensverwaltung variieren stark sowohl auf der Ebene der Vermögensverwalter als auch auf Produktebene. Langfristig haben bereits kleine Unterschiede eine große Wirkung auf die Portfoliorendite.

Kosten auf Seiten des Vermögensverwalters

Kosten auf Seiten des Vermögensverwalters

Die Kosten eines Vermögensverwalters lassen sich in drei Kategorien unterteilen:

  1. Verwaltungsgebühren („Management Fee“)
  2. Zusätzliche Kosten
  3. Erfolgsgebühren („Performance Fee“)

Verwaltungs- und Erfolgsgebühren werden in der Regel als Prozentsatz auf das eingesetzte Kapital ausgewiesen, während eventuelle zusätzliche Kosten 1:1 an den Kunden weitergegeben werden. Zu letzteren gehören bei manchen Vermögensverwaltern etwa Transaktionskosten beim Wertpapierhandel und Kosten für die Depot- und Kontoführung. Die Verwaltungsgebühr dient zur Deckung der Ausgaben des Vermögensverwalters, wie Mitarbeitergehälter, Mieten oder administrative Aufwände. Darüber hinaus erheben einige Vermögensverwalter eine Erfolgsgebühr, für den Fall, dass die jährliche Portfoliorendite eine vorab festgelegte Grenze überschreitet.

Da sämtliche Gebühren und Kosten in der Regel dem Portfolio eines Kunden entnommen werden und so direkt den Anlageerfolg schmälern, sollten Anleger sich vor der Entscheidung für einen Vermögensverwalter über die Gebührenstruktur informieren bzw. aufklären lassen. Die Spanne der Gebühren, die Vermögensverwalter verlangen, ist groß. Bei traditionellen Vermögensverwaltern liegt allein die Vermögensverwaltungsgebühr in der Regel zwischen einem und zwei Prozent pro Jahr – bei Privatbanken häufig auch darüber. Der Gebührenunterschied mag marginal erscheinen, hat jedoch einen erheblichen Effekt auf das investierte Kapital. Der Blick auf eine hypothetische Anlage von 100.000 Euro über einen Zeitraum von 20 Jahren zeigt, dass bei gleicher Renditeerwartung von 7 Prozent pro Jahr das Portfolio mit einer Verwaltungspauschale von 0,5 Prozent bereits nach 10 Jahren ca. 17.000 Euro mehr erwirtschaftet hätte als das Portfolio mit einer Pauschale von 1,5 Prozent (s. Abb. 1). Nach 20 Jahren steigt die Differenz sogar auf ca. 62.000 Euro an.1

Abbildung 1: Simulierte Wertentwicklung nach Kosten. Annahme: 7 Prozent Rendite p.a. und Kostenpauschale von 0,5 vs. 1,5 Prozent p.a.
Wealth Management Essentials

Dr. Martin Meuter
CEO & Founder von LIQID

Produktkosten

Zusätzlich zu den Gebühren des Vermögensverwalters muss der Kunde auch die Kosten der Produkte tragen, die zur Umsetzung seiner Strategie benötigt werden. Das ist insbesondere deshalb relevant, da Vermögensverwalter eher Fonds als Einzeltitel einsetzen, um so mit vergleichsweise wenigen Instrumenten ein breit diversifiziertes Portfolio zu konstruieren. Je nach Anlagestil, Anlageklasse oder Fondstyp können die Kosten allerdings unterschiedlich hoch sein.

Eine Indikation für die jährlichen Kosten eines Investmentfonds liefert die TER - Total Expense Ratio (zu deutsch: Gesamtkostenquote). Die TER enthält insbesondere die Managementgebühren, Werbekosten, administrative Fondskosten und Vertriebskosten. Bei einigen Fonds beinhalten die Vertriebskosten auch Bestandsprovisionen („Kick-backs“), die nicht nur einmalig, sondern jährlich an den Vertrieb entrichtet werden. Nicht in der TER enthalten sind einmalige Ausgabeaufschläge und Rücknahmeabschläge, sowie sonstige Kosten für den Handel der Einzeltitel und etwaige Performance Fees. Falls Ausgabeaufschläge erhoben werden, betragen diese bei Aktienfonds im Schnitt 5 Prozent und bei Anleihenfonds im Schnitt 3 Prozent. Rücknahmeabschläge können theoretisch in ähnlicher Höhe anfallen, sind insbesondere bei deutschen Fonds aber marktunüblich.

Abbildung 2: Zusammensetzung der Kosten in der Vermögensverwaltung. 1 ESMA Annual Statistical Report. Eigene Recherche und Berechnungen.

In Summe können die Kosten der Vermögensanlage also erheblich sein und die jährliche Portfoliorendite deutlich beeinträchtigen. Jährlich wiederkehrende Bestandsprovisionen und Ausgabeaufschläge, bei denen der Gegenwert für die Investoren nur schwer erkennbar ist, sollten soweit möglich vermieden werden. Ein Vorteil unabhängiger Vermögensverwalter ist, dass sie für gewöhnlich keine Aufschläge zahlen oder Provisionen erhalten bzw. diese an ihre Kunden weiterleiten. Als digitaler Vermögensverwalter bietet LIQID seinen Kunden Konditionen, die weit unter dem Marktdurchschnitt liegen. LIQID-Kunden profitieren von schlanken Strukturen, effizienten Prozessen und dem konsequenten Einsatz von technischen Innovationen. Im Ergebnis kann LIQID eine vollumfängliche Vermögensverwaltung für eine All-in-Fee anbieten, die alle anfallenden Kosten abdeckt und je nach Anlagebetrag und Anlagestil zwischen 0,25 und 0,90 Prozent pro Jahr liegt. Darüber hinaus minimiert LIQID zusätzlich anfallende Produktkosten durch sorgfältige Fondsauswahl und Zugang zu institutionellen Konditionen.

1 Die Renditeerwartung basiert auf der langfristigen Prognose für ein Portfolio mit einem Anteil von 60 Prozent Aktien und 40 Prozent Anleihen.

Quellen: U.a. Finanztest; Institut für Vermögensaufbau; European Securities and Markets Authority (ESMA)

Warum das relevant ist:
Die Kosten variieren stark sowohl auf der Ebene der Vermögensverwalter als auch auf Produktebene.

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Produktkosten

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Zusätzlich zu den Gebühren des Vermögensverwalters muss der Kunde auch die Kosten der Produkte tragen, die zur Umsetzung seiner Strategie benötigt werden. Das ist insbesondere deshalb relevant, da Vermögensverwalter eher Fonds als Einzeltitel einsetzen, um so mit vergleichsweise wenigen Instrumenten ein breit diversifiziertes Portfolio zu konstruieren. Je nach Anlagestil, Anlageklasse oder Fondstyp können die Kosten allerdings unterschiedlich hoch sein.

Eine Indikation für die jährlichen Kosten eines Investmentfonds liefert die TER - Total Expense Ratio (zu deutsch: Gesamtkostenquote). Die TER enthält insbesondere die Managementgebühren, Werbekosten, administrative Fondskosten und Vertriebskosten. Bei einigen Fonds beinhalten die Vertriebskosten auch Bestandsprovisionen („Kick-backs“), die nicht nur einmalig, sondern jährlich an den Vertrieb entrichtet werden. Nicht in der TER enthalten sind einmalige Ausgabeaufschläge und Rücknahmeabschläge, sowie sonstige Kosten für den Handel der Einzeltitel und etwaige Performance Fees. Falls Ausgabeaufschläge erhoben werden, betragen diese bei Aktienfonds im Schnitt 5 Prozent und bei Anleihenfonds im Schnitt 3 Prozent. Rücknahmeabschläge können theoretisch in ähnlicher Höhe anfallen, sind insbesondere bei deutschen Fonds aber marktunüblich.

Abbildung 2: Zusammensetzung der Kosten in der Vermögensverwaltung. 1 ESMA Annual Statistical Report. Eigene Recherche und Berechnungen.

In Summe können die Kosten der Vermögensanlage also erheblich sein und die jährliche Portfoliorendite deutlich beeinträchtigen. Jährlich wiederkehrende Bestandsprovisionen und Ausgabeaufschläge, bei denen der Gegenwert für die Investoren nur schwer erkennbar ist, sollten soweit möglich vermieden werden. Ein Vorteil unabhängiger Vermögensverwalter ist, dass sie für gewöhnlich keine Aufschläge zahlen oder Provisionen erhalten bzw. diese an ihre Kunden weiterleiten. Als digitaler Vermögensverwalter bietet LIQID seinen Kunden Konditionen, die weit unter dem Marktdurchschnitt liegen. LIQID-Kunden profitieren von schlanken Strukturen, effizienten Prozessen und dem konsequenten Einsatz von technischen Innovationen. Im Ergebnis kann LIQID eine vollumfängliche Vermögensverwaltung für eine All-in-Fee anbieten, die alle anfallenden Kosten abdeckt und je nach Anlagebetrag und Anlagestil zwischen 0,25 und 0,90 Prozent pro Jahr liegt. Darüber hinaus minimiert LIQID zusätzlich anfallende Produktkosten durch sorgfältige Fondsauswahl und Zugang zu institutionellen Konditionen.

1 Die Renditeerwartung basiert auf der langfristigen Prognose für ein Portfolio mit einem Anteil von 60 Prozent Aktien und 40 Prozent Anleihen.

Quellen: U.a. Finanztest; Institut für Vermögensaufbau; European Securities and Markets Authority (ESMA)

Investment Manager, Asset Management, LIQID
Dr. Martin Meuter

Als Investment Manager verantwortet Martin zusammen mit dem Asset-Management-Team von LIQID und den Experten der LGT Bank die strategische Allokation und Steuerung unserer Anlagestrategien im Wealth Management. Martin ist insbesondere für quantitative Kapitalmarktanalysen zuständig und hält unsere Kunden außerdem über die Entwicklung ihrer Portfolios informiert.