Nachhaltigkeitsbezogene Transparenz

Stand der Information: 28. Januar 2022

LIQID Impact Leaves

A. Unternehmensbezogene Offenlegung

I. Unsere Strategien zur Einbeziehung von Nachhaltigkeitsrisiken (nach Art. 3 OffenlegungsVO)

  • Als Unternehmen möchten wir einen Beitrag leisten zu einem nachhaltigeren, ressourceneffizienten Wirtschaften mit dem Ziel, insbesondere die Risiken und Auswirkungen des Klimawandels zu verringern. Neben der Beachtung von Nachhaltigkeitszielen in unserer Unternehmensorganisation selbst sehen wir es als unsere Aufgabe an, auch unsere Kunden in der Ausgestaltung der zu uns bestehenden Geschäftsverbindung für Aspekte der Nachhaltigkeit zu sensibilisieren.
  • Umweltbedingungen, soziale Verwerfungen und/oder eine schlechte Unternehmensführung können in mehrfacher Hinsicht negative Auswirkungen auf den Wert der Anlagen und Vermögenswerte unserer Kunden haben. Diese sog. Nachhaltigkeitsrisiken können unmittelbare Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und auch auf die Reputation der Anlageobjekte haben. Da sich derartige Risiken letztlich nicht vollständig ausschließen lassen, haben wir für die von uns angebotenen Finanzdienstleistungen spezifische Strategien entwickelt, um Nachhaltigkeitsrisiken erkennen und begrenzen zu können.
  • Für die Begrenzung von Nachhaltigkeitsrisiken versuchen wir, Anlagen in solche Unternehmen zu identifizieren und möglichst auszuschließen, die ein erhöhtes Risikopotential aufweisen. Mit spezifischen Ausschlusskriterien sehen wir uns in der Lage, Investitionsentscheidungen auf umweltbezogene, soziale oder unternehmensbezogene Werte auszurichten. Hierzu greifen wir auf im Markt anerkannte Bewertungsmethoden zurück.
  • Die Identifikation geeigneter Anlagen kann zum einen darin bestehen, dass wir in Investmentfonds investieren, deren Anlagepolitik mit einem geeigneten und anerkannten Nachhaltigkeitsfilter zur Reduktion von Nachhaltigkeitsrisiken ausgestattet ist. Die Identifikation geeigneter Anlagen zur Begrenzung von Nachhaltigkeitsrisiken kann auch darin bestehen, dass wir für die Produktauswahl in der Vermögensverwaltung auf anerkannte Ratingagenturen zurückgreifen.

 

II. Unsere Vergütungspolitik im Zusammenhang mit der Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsrisiken (nach Art. 5 OffenlegungsVO)

  • Die Strategien unseres Unternehmens zur Einbeziehung von Nachhaltigkeitsrisiken fließen auch in die unternehmensinternen Organisationsrichtlinien ein. Die Beachtung dieser Richtlinien ist maßgeblich für die Bewertung der Arbeitsleistung unserer Mitarbeiter und beeinflusst damit ebenfalls die künftige Gehaltsentwicklung. Insoweit steht die Vergütungspolitik im Einklang mit unseren Strategien zur Einbeziehung von Nachhaltigkeitsrisiken.

 

III. Erklärung zur Berücksichtigung der wichtigsten nachteiligen Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren (nach Art. 4 OffenlegungsVO)

a. Zusammenfassung

Nachhaltigkeit ist fester Bestandteil der Geschäfts- und Risikostrategie der LIQID Asset Management GmbH. Als Vermögensverwalter bieten wir unseren Kunden daher neben den klassischen Anlagestilen ohne Nachhaltigkeitskriterien (nach Art. 6 OffenlegungsVO) auch eine Anlagestrategie an, die soziale und ökologische Merkmale fördert (ein sog. Finanzprodukt nach Art. 8 OffenlegungsVO). Anlagestrategien, welche einen wesentlichen Beitrag zu einem nachhaltigen Ziel leisten und nach Art. 9 OffenlegungsVO klassifiziert sind, werden nicht angeboten.

Die Berücksichtigung von wesentlichen nachteiligen Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren erfolgt im Rahmen unserer Investitionsentscheidungen bei der als Art. 8 OffenlegungsVO klassifizierten Anlagestrategie. Bei unseren Investitionsentscheidungen in allen anderen Anlagestrategien werden wesentliche nachteilige Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren nicht berücksichtigt.

b. Beschreibung der wichtigsten nachteiligen Nachhaltigkeitsauswirkungen

  • Investitionsentscheidungen können nachteilige Auswirkungen auf die Umwelt (z.B. Klima, Wasserqualität und Artenvielfalt), auf die menschliche Gesundheit (etwa durch Produktion und Vertrieb von Tabak und Alkohol), auf die soziale und gesellschaftliche Ordnung (etwa durch Produktion und Vertrieb von Waffen und Rüstungsgütern) und die wirtschaftliche Stabilität (etwa durch Korruption, Betrug und Geldwäsche) haben.
  • Die durch die europäischen Aufsichtsbehörden definierten Indikatoren für die wichtigsten negativen Auswirkungen auf die Nachhaltigkeitsfaktoren sind unter anderem Treibhausgasemissionen (CO2-Fußabdruck, Treibhausintensität, Energieverbrauch aus nicht-erneuerbaren Quellen) sowie Verstöße gegen Menschenrechte und andere Prinzipien des UN Global Compact.
  • Bei unserer nach Art. 8 OffenlegungsVO klassifizierten Anlagestrategie beschränken sich unsere Investitionsentscheidungen überwiegend auf Anteile an Investmentfonds von Fondsgesellschaften, die ihrerseits Indikatoren in Bezug auf die wichtigsten nachteiligen Nachhaltigkeitsauswirkungen definieren. Dies impliziert, dass in dieser Anlagestrategie im signifikanten Umfang Investmentfonds eingesetzt werden, die selbst nach Art. 8 OffenlegungsVO klassifiziert sind.
  • Die innerhalb der Anlagestrategie nach Art. 8 OffenlegungsVO eingesetzten Investmentfonds begegnen den wichtigsten nachteiligen Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren, indem Unternehmen, die in umstrittene Branchen wie Waffen, Atomwaffen, Tabak, zivile Schusswaffen, konventionelle Waffen, Alkohol, Glücksspiel, Erwachsenenunterhaltung, Atomkraft und genetisch veränderten Organismen tätig sind, ausgeschlossen werden. Für Unternehmen die in den Bereichen Kraftwerkskohle, Ölsande, Öl und Gas, Stromerzeugung und Kraftwerkskohle/Ölsandvorkommen tätig sind, werden durch die in der nach Art. 8 OffenlegungsVO klassifizierten Anlagestrategie eingesetzten Fonds zusätzliche Kontrollen angewendet, um die (CO2)-Emissionen des Portfolios zu minimieren. Durch die von uns eingesetzten Anleihenfonds werden Anleihen von Ländern ausgeschlossen, die zu den 15 Prozent mit dem schlechtesten Ranking innerhalb des World Governance Indicators „Korruptionsbekämpfung“ der Weltbank gehören.
  • Mögliche Maßnahmen in Bezug auf wesentliche negative Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren können grundsätzlich unter anderem eine Mitwirkung (die Ausübung von Stimmrechten als Aktionär, Teilnahme an den Hauptversammlungen, aktive Kommunikation mit den Unternehmen und anderen Aktionären hinsichtlich spezifischer Nachhaltigkeitsziele und die Planung von Eskalationsmaßnahmen für den Fall, dass diese Ziele nicht erreicht werden), eine Reduktion von Investitionen oder Ausschlussentscheidungen beinhalten.
  • Unsere Maßnahmen zur Vermeidung von nachteiligen Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren bei unseren Investitionsentscheidungen im Rahmen der nach Art. 8 OffenlegungsVO klassifizierten Anlagestrategie beschränken sich zum Stand dieser Offenlegung auf die Vermeidung von Konzentrationsrisiken, die Selektion von Investmentfonds mit Nachhaltigkeitsmerkmalen sowie die Anwendung von Ausschlusskriterien. Für die Zukunft ist keine Änderung der aufgestellten Maßnahmen geplant.

c. Beschreibung der Maßnahmen zur Ermittlung und Priorisierung der wichtigsten nachteiligen Nachhaltigkeitsauswirkungen

  • Wir haben ein erhebliches Interesse daran, unserer Verantwortung als Finanzdienstleister gerecht zu werden und beizutragen, derartige Auswirkungen im Rahmen unserer Anlageentscheidungen zu vermeiden.
  • Zur Ermittlung und Priorisierung von nachteiligen Nachhaltigkeitsauswirkungen setzen wir bei der Art. 8 OffenlegungsVO Anlagestrategie auf standardisierte Informationsquellen (z.B. MSCI ESG Fund Ratings) und globale Datenbanken (z.B. Bloomberg, Morningstar) und greifen zusätzlich auf Expertise unserer Geschäftspartner zurück.
  • Unvorhergesehene Ereignisse, die wir als signifikant hinsichtlich nachteiliger Nachhaltigkeitsauswirkungen bewerten, können unsere Investitionsentscheidungen beeinflussen. Als wesentlich werden dabei solche nachteiligen Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren betrachtet, wenn diese durch Investitionsentscheidungen ökologische oder soziale Missstände hervorrufen.

d. Mitwirkungspolitik

Die LIQID Asset Management GmbH unterfällt der Begriffsbestimmung nach als Vermögensverwalter im Sinne von § 134a Abs. 1 Nr. 2 AktG und hat daher seine Mitwirkungspolitik im Sinne von § 134b AktG zu beschreiben.

  • Das Unternehmen übt keine Aktionärsrechte i.S.v. § 134b Abs. 1 Nr. 1 AktG aus, die auf einer Mitwirkung in der Gesellschaft basieren. Insbesondere werden keine in Bezug auf die Hauptversammlungen von Aktiengesellschaften bezogenen Rechte wahrgenommen. Das Recht auf einen Gewinnanteil im Sinne der §§ 60ff. AktG sowie auf Bezugsrechte werden in Rücksprache mit den Kunden wahrgenommen.
  • Die Überwachung wichtiger Angelegenheiten der Gesellschaften im Sinne von § 134b Abs. 1 Nr. 2 AktG erfolgt durch Kenntnisnahme der gesetzlich angeordneten Berichterstattung der Gesellschaften in Finanzberichten sowie Adhoc-Mitteilungen.
  • Ein Meinungsaustausch mit den Gesellschaftsorganen und den Interessenträgern der Gesellschaft im Sinne von § 134b Abs. 1 Nr. 3 AktG findet nicht statt.
  • Eine Zusammenarbeit mit anderen Aktionären im Sinne von § 134b Abs. 1 Nr. 4 AktG findet nicht statt.
  • Beim Auftreten von Interessenkonflikten im Sinne von § 134b Abs. 1 Nr. 5 AktG erfolgt eine Offenlegung gegenüber den Betroffenen entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen und eine Abklärung des Weiteren Vorgehens mit denselben.
  • Eine jährliche Veröffentlichung über die Umsetzung der Mitwirkungspolitik im Sinne von § 134b Abs. 2 AktG erfolgt nicht, weil eine entsprechende Rechtewahrnehmung nicht erfolgt.
  • Eine Veröffentlichung des Abstimmungsverhaltens im Sinne von § 134b Abs. 3 AktG erfolgt nicht, weil eine Teilnahme an Abstimmungen nicht erfolgt.

e. Verweise auf internationale Standards

Die LIQID Asset Management GmbH ist Unterzeichner der UN Prinzipien für verantwortungsvolles Investieren („UN PRI“), einer Investoreninitiative in Partnerschaft mit der UNEP Finance Initiative und dem UN Global Compact.

Durch die detaillierte Berichterstattung im Rahmen des jährlichen PRI-Reportings ist LIQID bestrebt, die Integration und stetige Verbesserung von Nachhaltigkeitsfaktoren in den gesamten Anlageprozess zu dokumentieren und zu überwachen.

LIQID ist seit 2018 Unterzeichner („Signatory“) der UN PRI und bekennt sich damit zur Unterstützung und Umsetzung der sechs Prinzipien von UN PRI:

  1. Wir werden ESG-Themen in die Analyse- und Entscheidungsprozesse im Investmentbereich einbeziehen.
  2. Wir werden aktive Anteilseigner sein und ESG-Themen in unserer Investitionspolitik und -praxis berücksichtigen.
  3. Wir werden Unternehmen und Körperschaften, in die wir investieren, zu einer angemessenen Offenlegung in Bezug auf ESG-Themen anhalten.
  4. Wir werden die Akzeptanz und die Umsetzung der Prinzipien in der Investmentbranche vorantreiben.
  5. Wir werden zusammenarbeiten, um unsere Wirksamkeit bei der Umsetzung der Prinzipien zu steigern.
  6. Wir werden über unsere Aktivitäten und Fortschritte bei der Umsetzung der Prinzipien Bericht erstatten.

 

B. Produktbezogene Offenlegung

Als Vermögensverwalter bietet die LIQID Asset Management GmbH verschiedene Anlagestrategien an. Mit Ausnahme der Anlagestrategie LIQID Impact berücksichtigen die unseren Anlagestrategien zugrunde liegenden Investitionen nicht die EU-Kriterien für ökologisch nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten (Finanzprodukte im Sinne Art. 6 OffenlegungsVO).

Unsere Anlagestrategie LIQID Impact ist als ein Finanzprodukt im Sinne Art. 8 OffenlegungsVO klassifiziert. Die nachfolgende nachhaltigkeitsbezogene Offenlegung unter Abschnitt IV. bezieht sich daher nur auf unsere Vermögensverwaltungsstrategie LIQID Impact.

 

IV. Erklärung der ökologischen und sozialen Merkmale (nach Art. 10 OffenlegungsVO)

Nachhaltigkeitsbezogene Angaben zu LIQID Impact

a. Zusammenfassung

Als Finanzprodukt im Sinne des Art. 8 OffenlegungsVO fördert die Anlagestrategie LIQID Impact ökologische und soziale Faktoren, indem bei der Auswahl der investierten Finanzinstrumente deren Methoden zur Implementierung von Nachhaltigkeitsmerkmalen berücksichtigt werden. Dedizierte Nachhaltigkeitsziele (im Sinne des Art. 9 OffenlegungsVO) werden mit der Anlagestrategie nicht angestrebt.

Die ökologischen und sozialen Merkmale der Anlagestrategie sowie unser Anlageprozess werden in den folgenden Unterabschnitten beschrieben.

b. Kein nachhaltiges Anlageziel

Dieses Finanzprodukt fördert ökologische und soziale Merkmale, hat aber keine nachhaltige Investition zum Ziel.

c. Ökologische oder soziale Merkmale des Finanzprodukts

Der Vermögensverwaltungsstrategie liegt ein passiv ausgerichteter, regelbasierter Anlagestil zugrunde, der mit börsennotierten Indexfonds (ETF) und aktiven offenen Fonds, die jeweils ausgewählte ESG-Kriterien berücksichtigen, sowie gegebenenfalls börsennotierten Schuldverschreibungen, die an die Wertentwicklung von Rohstoffen gekoppelt sind (ETCs) und dem zwischenzeitlichen Halten von Guthaben und Geldmarktinstrumenten umgesetzt wird.

d. Anlagestrategie

LIQID Impact ist ein passiver und regelbasierter Anlagestil, der die Anlageklassen Aktien und Anleihen sowie gegebenenfalls in geringem Umfang Gold und den Geldmarkt berücksichtigt. Die Zusammensetzung des Portfolios basiert auf effizienten Kombinationen der verschiedenen Wertpapiere, durch die das Chance-Risiko-Verhältnis optimiert wird. Der Anlagestil wird in zehn unterschiedlichen Risikoklassen angeboten, wodurch der persönlichen Risikotragfähigkeit und Ertragserwartung des Anlegers möglichst genau entsprochen wird. Nach initialer Investition des Anlagevolumens gemäß der strategischen Asset Allokation (SAA) in einer der zehn Risikoklassen, erfolgt die laufende Überwachung und Steuerung des Vermögens durch einen Rebalancierungs-Algorithmus, der die Zusammensetzung des Portfolios täglich überprüft und das Portfolio auf die Zielallokation zurücksetzt, falls definierte Schwellenwerte über- oder unterschritten werden.

e. Anteil der Investition

Für die Abbildung der Anlageklassen Aktien und Anleihen innerhalb der Strategie LIQID Impact werden ausschließlich Finanzprodukte im Sinne des Art. 8 OffenlegungsVO eingesetzt. Der Anteil dieser Anlageklassen und damit auch der Anteil der Finanzprodukte nach Art. 8 OffenlegungsVO liegt unabhängig von der Risikoklasse bei mindestens 90 Prozent des Anlagevolumens – die Einhaltung der Aufteilung wird durch die Festlegung der Schwellenwerte sichergestellt.

f. Überwachung der geförderten ökologischen oder sozialen Merkmale

Die Erfüllung ökologischer und sozialer Merkmale wird dadurch sichergestellt, dass Fonds selektiert werden, die ESG-Faktoren in ihren Anlageprozess einbeziehen.

Die Anlageklasse Aktien wird über ETFs investiert, die den MSCI Socially Responsible Investing (SRI) Indizes folgen. Die Indizes verwenden eine Kombination aus Exklusionskriterien und einem "Best-in-Class"-Auswahlansatz, um die besten 25 Prozent der Unternehmen in jedem Sektor gemäß ihren MSCI ESG-Ratings auszuwählen. Unternehmen, die in Branchen wie umstrittene Waffen, Atomwaffen, Tabak, zivile Schusswaffen, konventionelle Waffen, Alkohol, Glücksspiel, Erwachsenenunterhaltung, Atomkraft und genetisch veränderten Organismen tätig sind, werden ausgeschlossen. Für Unternehmen, die in den Bereichen Kraftwerkskohle, Ölsande, Öl & Gas, und Stromerzeugung aus Kraftwerkskohle-/Ölsandvorkommen tätig sind, werden zusätzliche Kontrollen angewendet, um die (CO2)-Emissionen des Portfolios zu minimieren.

Bei Anleihen erfolgt eine Verbesserung des Nachhaltigkeitsprofils durch eine Investition in Fonds, die Exklusionskriterien, negatives Screening und ESG-Integration anwenden. Auf Ebene staatlicher Emittenten von Anleihen kann dies etwa durch den Ausschluss von Ländern erreicht werden, die mit Sanktionen der UN, EU oder USA belegt sind, schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen dulden oder durchführen oder im Hinblick auf Korruptionsbekämpfung im internationalen Vergleich schlecht abschneiden. Bei Unternehmensanleihen kann eine Förderung ökologischer und sozialer Merkmale – ähnlich wie bei Aktien – durch den Ausschluss kontroverser Verhaltensweisen, Produkte und Geschäftspraktiken erreicht werden.

g. Methoden zur Messung

Im Vergleich zu den nicht nachhaltigen breiten Marktindizes für globale Aktien und globale Anleihen weisen die in der Anlagestrategie enthaltenen Fonds ein überlegenes Nachhaltigkeitsprofil auf. Zur Messung des Nachhaltigkeitsprofils wird auf Ratings der Datenanbieter MSCI und Morningstar zurückgegriffen.

Zusätzlich ist als unabhängige Instanz das Institut für Vermögensaufbau (IVA) mit der Bewertung der Nachhaltigkeit der Strategie beauftragt. Dabei handelt es sich um eine bankenunabhängige deutsche Gesellschaft zur Förderung des Vermögensaufbaus von Privatanlegern durch die Erbringung unabhängiger finanzwissenschaftlicher Dienstleistungen. Die Bewertung des Portfolios durch das IVA erfolgt quartalsweise.

h. Datenquellen und Datenverarbeitung

Die von LIQID verwendeten Daten zur Messung und Bewertung der Nachhaltigkeit werden von MSCI, Morningstar und teilweise von Bloomberg bezogen. Die vom IVA verwendeten Daten werden von den Anbietern ISS ESG, Refinitiv und CSRHub bezogen.

i. Beschränkungen der Methoden und Daten

Die von uns und unseren Partnern durchgeführten ESG-Bewertungen basieren nicht auf selbst erhobenen und interpretierten Daten, sondern ausschließlich auf den Ratings etablierter ESG-Datenanbieter.

j. Sorgfaltspflicht

Für LIQID Impact kommen nur Anlagen in Fonds in Betracht, die eine breite Streuung des Kapitals garantieren. LIQID Impact meidet Fonds, die sich ausschließlich oder mit starker Konzentration in Einzeltiteln auf bestimmte Sektoren, wie zum Beispiel grüne Energie, beschränken. Diese sind nicht ausreichend diversifiziert und würden sich deshalb nachteilig auf das Rendite-Risiko-Profil auswirken.

Eine tägliche, algorithmusbasierte Überwachung und regelbasierte Umschichtung (Rebalancing) stellt zudem sicher, dass der Anteil einzelner Anlageklassen in jedem Kundenportfolio langfristig den vereinbarten Anlagerichtlinien entspricht.

k. Mitwirkungspolitik

Etwaige Mitwirkung ist nicht Teil der Anlagestrategie. Die LIQID Asset Management GmbH ist als Vermögensverwalter nicht zur Ausübung von Stimmrechten oder zu einer diesbezüglichen Abgabe von Weisungen bevollmächtigt. Unsere vollständige Mitwirkungspolitik nach § 134b AktG ist Teil der unternehmensseitigen Nachhaltigkeitsoffenlegung und unter Abschnitt III. Buchstabe d. beschrieben.

l. Referenzbenchmark

Als Referenz wird keine explizit nachhaltige Benchmark, sondern ein im rein ökonomischen Sinne vergleichbares, globales Marktportfolio eingesetzt, das die wesentlichen Anlageklassen Aktien und Anleihen im größtmöglichen Umfang abbildet.

Durch die unsererseits festgelegte Vergleichsgröße wird die Zusammensetzung zweier möglichst breiter, globaler Marktindizes herangezogen, die auch über ein Wertpapier investierbar wären. Für Aktien wird der MSCI All Country World Investable Market Index, für Anleihen der Bloomberg Barclays Global Aggregate Bond Index verwendet.

In Bezug auf ökologisch und sozial nachhaltige Merkmale wird quartalsweise eine Bewertung der Strategie LIQID Impact, relativ zum zuvor beschriebenen Marktportfolio durch das IVA durchgeführt. Für Aktien wird der MSCI All Country World Index, für Anleihen der Bloomberg Barclays Global Aggregate Bond Index verwendet.