Private Markets

Wie Private Equity KMUs europaweit erfolgreich macht

LIQID Smart Letter

September 2023

Das Wichtigste in Kürze:

  • Kleine und mittlere Unternehmen stellen 56 Prozent der Arbeitsplätze in Deutschland.
  • Durch die Unterstützung von Private Equity sind sie in der Lage, Arbeitsplätze zu schaffen.
  • Im Jahr 2021 wurden in Europa in Private-Equity-finanzierten KMUs fast 50.000 neue Jobs geschaffen.
  • Das Kapital der Fonds hilft ihnen dabei, auch in Krisen flexibel zu sein.

In unserer letzten Ausgabe des LIQID Smart Letter haben wir bereits ausführlich über die Erkenntnisse der Studie "Private Equity at Work" des Private-Equity-Branchen­ver­bandes Invest Europe berichtet. Die Studie zeigt auf, wie wichtig Private Equity für den euro­pä­ischen Arbeitsmarkt ist und darüber hinaus auch wie viele Arbeits­plätze von Unternehmen, die von Private-Equity-Managern finanziert werden, geschaffen werden. Heute möchten wir den Fokus auf eine besondere Erkenntnis der Studie legen: Die Wichtigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) und die Rolle, die Private-Equity-Manager hier spielen.

 

Die besondere Rolle von KMUs in Deutschland

KMUs sind das Rückgrat der deutschen und europäischen Wirtschaft. Besonders der sogenannte Mittelstand zählt seit jeher zum wirtschaftlichen Motor Deutschlands. Es gibt keine eindeutigen Definitionen für KMUs und den Mittelstand. Die EU klassifiziert KMUs als Unternehmen, die weniger als 250 Angestellte haben. Die Autoren der Invest-Europe-Studie nutzen die gleiche Definition. Unternehmen in dieser Grö­ßen­ordnung stellen eine wichtige Stütze der deutschen und europäischen Wirtschaft dar. Laut dem Sta­tis­tischen Bundesamt sind in Deutschland rund 56 Prozent aller Arbeitnehmer in KMUs angestellt. Dies entspricht etwa 15 Millionen Menschen.

Be­schäfti­gungs­an­teile nach Un­ter­nehmens­größen­klasse in Deutschland – 2021

22 Beschäftigungsnateile nach Unternehmensgrößenklasse in Deutschland
Quelle: DeStatis

KMUs haben in der Regel einen sehr diversen Kreis von Investoren. Immer öfter greifen diese Unternehmen inzwischen auch auf die Unterstützung durch Private Equity zurück.

 

Wie Private-Equity Arbeitsplätze in KMUs schafft

Aufgrund ihrer Beschaffenheit haben KMUs eine Reihe von besonderen Herausforderungen in Bezug auf ihre Ka­pi­tal­struk­tur zu überkommen. KMUs haben selten große Rücklagen, auf die sie zugreifen können. Zusätzlich erschwerend kommt hinzu, dass KMUs aufgrund ihrer fehlenden Größe Schwierigkeiten haben, Kredite aufzunehmen. Fremd- und Ei­gen­ka­pital­geber zögern oft aufgrund des vergleichsweise größeren In­sol­venz­ri­si­kos von KMUs und oft volatilen Umsätzen, ihr Kapital zur Verfügung zu stellen. Private-Equity-Fonds, die langfristige In­ves­ti­tions­ziele verfolgen, füllen diese Lücke. Sie besitzen sowohl das Kapital, das die Unternehmen benötigen, um Expansionen, operative Verbesserungen oder eine Erweiterung des Personals zu finanzieren. Gleichzeitig können sie durch ihre Erfahrung und ihr Netzwerk den Unternehmen dabei helfen, den nächsten Schritt zu machen.

Die Rolle, die Private Equity in der Schaffung von Arbeitsplätzen in KMUs spielt, ist enorm: Im Jahr 2021 wurden in Europa in Private-Equity-finanzierten KMUs fast 50.000 neue Jobs geschaffen. Das entspricht einer Steigerung von etwa sechs Prozent. Besonders bemerkenswert ist ein Blick auf das Kri­sen­jahr 2019: Trotz der massiven Disruptionen, die von der Pandemie ausgelöst wurden, konnten KMUs mit Private-Equity-Finanzierung auch im Jahr 2019 durch die Bank ein positives Job­wachs­tum verzeichnen. Kleinst­un­ter­nehmen wiesen während der Corona-Krise sogar ein durchschnittliches Job­wachs­tum von 14 Prozent auf, was einer Schaffung von knapp 9.000 Arbeitsplätzen entsprach. Gleichzeitig erhöhte sich die Ar­beits­losen­rate in Europa während der Pandemie leicht von 6,6 auf 6,7 Prozent.1

Geschaffene Arbeitsplätze in Private-Equity-finanzierten KMUs nach Un­ter­nehmens­größe – 2019 bis 2020

19 Geschaffene Arbeitsplätze in KMUs nach Unternehmensgröße – 2019 bis 2020-1
Quelle: Invest Europe, Private Equity at Work 2023

Warum ist das so bemerkenswert? KMUs haben oft weniger Spielraum, um auf Krisen zu reagieren. Große Unternehmen verfügen oft über eine gewisse Liquidität. Das gibt Ihnen Spielraum, um sich an Änderungen im Zinsumfeld anpassen zu können. Zudem verfügen diese Unternehmen in der Regel über einen gewissen Grad an Markt­macht. Das erlaubt ihnen, ihre Preise an die Inflation anpassen zu können. KMUs sind aufgrund von fehlender Liquidität und fehlender Preis­setzungs­macht in der Regel kri­sen­an­fälliger.

Private-Equity-finanzierte KMUs profitieren aktiv von der Zusammenarbeit mit externen Experten und erfahrenen Ei­gen­kapi­tal­gebern. Die Manager können zusätzliches Kapital bereitstellen, welches die Unternehmen in Stress­situationen einsetzen können. Das gibt den Unternehmen einen kompetitiven Vorteil gegenüber Ihren Wettbewerbern und macht sie gerade in Krisen besonders resilient.

Gut zu wissen: KMUs mit Private-Equity-Finanzierung sind elementarer Teil der europäischen Wirtschaft und wichtige Treiber für die Schaffung von Arbeitsplätzen. Besonders während der Corona-Pandemie zeigten sich diese KMUs als besonders resilient und konnten entgegen dem europäischen Trend Arbeitsplätze schaffen. Mit LIQID Private Equity können sie genau in diese Unternehmen investieren und damit an der Erfolgsgeschichte von KMUs in Europa teilhaben.

1Quelle: Reuters, Eurofund.

Hinweis: Investitionen in Private Equity richten sich nur an erfahrene Anleger, die in der Lage sind, mindestens 200.000 Euro zu investieren. Vergangene Wertentwicklung ist kein Indikator für künftige Entwicklung.